Montag, 4. Juni 2012

Magischer Montag: Petersilie



Petersilie begegnet uns heute überall. Rezepte gibt es viele, darauf will  ich hier nicht eingehen.
Mir geht es heute eher um die Mystik und die alten Traditionen hinter dem gar nicht so banalen „Suppenkraut“.

Um die Petersilie ranken sich unzählige magisch/abergläubische Vorstellungen. So brachte es nach altem Volksglauben Unglück, wenn die Samen des Krautes nicht keimten, ebenso durfte die Petersilie auf keinen Fall umgepflanzt werden, da sonst ein Unglück geschehen würde. 

Man säte als Brautpaar nach der Hochzeit Petersilie aus, um mit Kindern gesegnet zu werden, Petersilie wurde im Haus ausgehangen um das frisch vermählte Paar zu segnen und um böse Geister abzuhalten.

Petersilie galt schon immer als Schönmachendes Kraut, wurde in Liebesdingen eingesetzt und wurde zum Muskelaufbau bei Wöchnerinnen eingesetzt.

Der frische Saft der Peterslilie hat geruchstötende Eigenschaften und vertreibt Wirkungsvoll Insekten. Petersilie kauen bringt Abhilfe bei  Mund und Knoblauchgeruch.  Schneidebretter, die den unangenehmen Geruch von Zwiebeln oder Lauch angenommen haben, können mit Petersilien Blättern eingerieben werden. Petersilie eignet sich auch als Naturfarbe für Ostereier. Auch Wolle kann damit eingefärbt werden.

Saft auf Insektenstiche verschafft Linderung. Im alten Griechenland trug man Kränze aus Petersilie bei Festlichkeiten, weil man glaubte, so mehr Alkohol vertragen zu können. (jaja...)

Petersilienblätter finden sich in Cremes und Lotionen, denn sie können ( bei regelmäßiger Anwendung) Sommersprossen und Pigmentflecken aufhellen. Auch ein Aufguss von Petersilie kann bei Dunklem Haar angewendet werden, es erhält so mehr Glanz.

Früher verabreichte man eine Paste aus gemahlenen Petersilienblättern und Schnecken, bei Schilddrüsenerkrankungen. ( Lecker;) 

Petersilie ist für Hühner, Frettchen und Papageienarten giftig und sollte nicht gefüttert werden. Dafür tut gehakte Petersilie ab und zu unter das Futter gemischt, Hunden und Katzen gut.
Viele Bauern fütterten um die Sommersonnenwende ihre Kühe mit Petersilie, um sie vor  Verhexung zu schützen.

In Griechenland wurde die Petersilie der Göttin Persephone geweiht, es galt als Kraut der Unterwelt und wurde bei Totenfeiern verwendet.  Man streute Petersilie auf Gräber aus und es wurde somit so gut wie nie zum Kochen verwendet.

Im Süden Deutschlands hiss es früher, dass jemand im Haus im Verlauf des Jahres sterben werden, wenn die Petersilie im Garten nicht gedeihen wollte. Andererseits hiss es, wenn die Petersilie gut und reichlich wachse, wären die Bewohner fruchtbar und mit vielen Kindern gesegnet.
Petersilie wurde als Abtreibungspflanze verwendet, deswegen sollten Schwangere auch heute noch vorsichtig mit dieser Pflanze umgehen. Zu viel Petersilie verdünnt das Blut und kann vorzeitige Wehen auslösen.

Getrocknete Petersilien Wurzeln als Amulett getragen schützen Mutter und das Ungeborene Kind vor bösen Wünschen und Bösen Geistern. Mit der Rune Berkano/Berkana ist es ein Amulett um die Fruchtbarkeit anzuregen und für den Kinderwunsch.

1 Kommentar:

  1. und nach 12 1/2 Jahren feiert mensch die Petersilienhochzeit...

    schöner Text. Wieder viel gelernt:)

    LG irka

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