Freitag, 22. Juni 2012

Spiritueller Kunst Raub!!!

 Bildquelle: Spiegel Online
Stellt Euch vor, da kommt einer daher und nimmt einfach aus Rom die Überreste des Petrus oder den Heiligen Thron mit, um diesen dann in einem fernen Land mitten  in einem Park oder meinetwegen auch in einer Halle auszustellen, ohne Einwilligung der Kirche, versteht sich. Was wäre dann los???!
Wie würde die Christenheit reagieren???? Ein Aufschrei würde durchs Land gehen!!! Oder etwa nicht???!

In Caracas haben deshalb  Ureinwohner vor der Deutschen Botschaft demonstriert. Sie fordern die Rückgabe eines 35 Tonnen schweren Steins. Der Felsbrocken liegt seit fünfzehn Jahren als Kunstobjekt im Berliner Tiergarten. Der Kueka-Stein ist  ein Heiligtum der Pemonen. Er solle wieder an ihre Gemeinde in Gran Sabana im Süden des Landes zurückgegeben werden.
 Bildquelle: Spiegel Online
Ein Künstler  hatte den Stein 1997 nach Deutschland gebracht. Seither steht der Findling als Teil des Kunstprojekts "Global Stone" im Berliner Tiergarten. Die Venezolaner sagen, der Felsbrocken sei ohne ihr Einverständnis abtransportiert worden. Der Stein sei ihnen so heilig, dass man ihn nicht einmal anfassen dürfe.
Das zeigt einmal mehr, wie Menschen mit den Spirituellen Heiligtümern von Minderheiten umgehen. 

Kommentare:

  1. hi Minerva,
    ich habe dies heute früh auch schon gelesen und mich furchtbar aufgeregt,aber was
    mich noch viel mehr ärgert ist die Regierung, damals(1997) als der Stein dann mit Tiefladern aus dem Indianer Gebiet abtransportiert wurde,haben die Indianer ja schon protestiert, aber der damalige President Calera hatte da wohl KEIN Problem mit dem heiligen Stein und die Indianer waren ihm offensichtlich schnuppe.Erst als dieser neue President ? Chavez dieser Sache angenommen hat, kommt der Stein so zusagen ins rollen.
    Man vermutet allerdings aus Propagandazwecken. Naja wie auch immer, hoffen wir das der kostbare Stein dorthin kommt wo er immer hin gehörte. Großmutter soll wieder zu Großvater( lt. der Geschichte der Indianer), so heißen die beiden Steine bei den Einwohnern.Auch Künstler müssen heilige Regeln einhalten,so soll es sein. LG Steffi Stoige

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  2. Danke für den Kommentar! Ja mit unseren Heiligen Steinen wurde noch im 19. JHR. Strassenbau betrieben und Kirchen wieder aufgebaut. Hat leider auch niemanden gestört. Es ist auch nicht OK von einem Künstler sich solcher Heiligen Dinge zu bedienen!

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  3. Ist ja mal wieder typisch! Oh ich könnt mich so aufregen darüber, nur weil Künstler Grenzgänger sind muss es nicht heißen, dass sie sich Respektlosigkeit aneignen dürfen!
    Aber man kann ja nichts böse darüber sagen, da es ja Kunst ist und Kunst steht über allem, auch dem Heiligen *grrr* Dann heiß0t's nur du verstehst nichts von der Kunst, nur weil ich meine kritische Meinung äußere!

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