Samstag, 23. Juni 2012

Die Scha-Magische Distanz


In meiner Ausbildung sage ich im ersten Jahr zu den Schülern folgendes: …“ schaffe Dir Distanz zu anderen, um dich selbst zu finden“. Viele verstehen diesen Satz erst im Laufe der kommenden Ausbildungs Jahre richtig. Distanz ist äußerst wichtig und trägt zum Kontakt mit den Inneren Stimmen bei.Ich selbst befinde mich Jahr um Jahr auf einer Reise zu mir selbst, um mich und meine Spirituellen Kräfte genau kennenzulernen.

„Mit sich selbst auf den Weg zur Eigenmacht“ meint dazu Luisa Francia, der ich voll zustimmen kann. 

Ich pflege ein paar Freundschaften und bin häufig in Kontakt mit meiner engsten Familie.  Auch wenn ich in einer heidnischen Partnerschaft lebe, nehme ich mir sehr oft den Raum alleine zu sein und alleine zu arbeiten. Ich höre mir über ein Thema gerne die Meinung meiner engsten Freunde oder der Familie an, vertraue dann aber auch meine Intuition, die Stimme meiner Spirits.

Ich muss mich selbst frei von Meinungen andere machen, von Dogmen oder spirituellen Einstellungen vieler, um mein eigenes selbst zu erkennen. Frei zu sein, von Formen, Strukturen und Vorstellungen, ist das A und O einer Hex.  Um so zu handeln, muss ich mich zurückziehen können, um eigene Erfahrungen zu machen, um neutral auf mich oder andere schauen zu können.  Auch ich musste die wirklich guten Ratschläge und Meinungen von den schlechten und unbrauchbaren unterscheiden lernen. „Ist das meine Meinung über Frau X oder die Meinung anderer?“ war nur eine Frage von vielen.

Mein Leben und Arbeiten hat mein Verhältnis zu Menschen stark verändert und die Netzwerke tun ihr übriges.  Ich benötige Distanz um diese Energien zu filtern und will den Mensch als Ganzes wahrnehmen, nicht wie er sein will oder vorgibt zu sein.

Wenn wir schamanisch arbeiten, benötigen wir die Distanz zu anderen um uns selbst zu finden. Wir brauchen einen Heiligen Raum des Rückzugs. Nicht umsonst lebten Hexen und Schamanen sehr oft am Rand des Dorfes oder im Dunklen Wald allein. Schon damals hatte das einen tieferen Sinn.

Um eine Menschliche Energie zu lesen, benötige ich die Distanz, ohne Vorurteile und anderer Leute Meinung an diesen heran zu gehen.  Nicht sofort zu reagieren oder zu agieren, sondern um sich neutral an jemanden anzunähern ohne zu viel Wissen über ihn. 
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Naja, ihr alle, die ihr das lest, webt ja Eure eigenen  Netze. Das Inter-Netz ist im Allgemeinen voller negativer, energiefressender und räuberischer Energien. Von den Viren mal ganz abgesehen. Es verbindet uns, überall mit aller Welt, aber verlangt auch nach kritischer Distanz und Wachsamkeit.

Ich fühle mich nicht transparent in meinem Blog, weil ich schon schaue, was ich im Netz preisgebe. Wozu sich größer oder kleiner machen, wir sind alle ziemlich gleich, weil wir Menschen sind. Menschlich zu sein, wütend, euphorisch, freudig, ungerecht, oder heilig….ja und?!
Bewusst das zu zeigen was ich will, ist eine Form der Eigenmacht, der Gestaltung und der Fantasie. Ich entscheide, was ich für wen sichtbar mache. Netzwerke und Blogs sind eine Form der vielen Wirklichkeitsebenen.

Das Internet macht vieles sichtbar, auch die Mutlosen kommen zu Wort, die unausgesprochenen Ärgernisse und die Feiglinge. Leider. Unsere  Sehnsüchte sind und bleiben aber die gleichen. Distanz auch dort zu bewahren, ist wichtig.

Distanz schaft Urvertrauen, schult den Instinkt.
Auch wenn alle anderen dich auslachen,du folgst ihnen nicht,
du hast deinen eigenen Willen,
deine ganz eigene Meinung darüber.
Ich setzte mich dieser Situation nicht aus, folge dieser Einladung nicht,
weil das Gefühl dazu nicht Stimmig ist…

Dann das andere Urvertrauen , zu wissen, dass ich Teil der Erde bin,
Teil von allem was lebt.
Nicht besser und nicht schlechter als andere,
nicht besonders.Aber Einzigartig, wie jeder von Euch.
Nicht wichtiger aber auch nicht unwichtiger.


Was ich tun kann
Das tu ich
Was ich schaffen kann,
Erschaffe ich
Ich nehme wahr, bleibe biegsam und durchlässig, fröhlich
Und reagiere auf meine Art

Alles wird von derselben Kraft geformt und geleitet, mit dieser in Verbindung zu sein, sich leiten zu lassen, ohne Einfluss anderer, das ist Urvertrauen.
Wer sich schützen will, sollte Distanz wahren um auf dem schamanischen Weltenbaum zu reisen.

Kommentare:

  1. Guten Morgen,
    Das passt mir gerade total gut in den "Kram", was du hier sagst!!!
    Danke für´s Aufschreiben ;)

    Viele liebe Grüsse
    Petra

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  2. Hi,ja, ist momentan auch (mal wieder) Thema bei mir...
    liebe Grüße

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  3. Hi,

    sehr schön geschrieben. Ist für mich gerade kein Thema, aber es ist so wahr! Danke fürs Aufschreiben.

    Lg Bianca

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