Dienstag, 5. Juni 2012

Das Wurzelweib...

Wurzeln und eigenartig geformte Hölzer sind in der Hexentradition  ein fester Bestandteil für  magische Rituale ,nicht umsonst nennt man in vielen Gegenden Deutschlandes, die Hexe auch  das „Wurzelweib“ .Wurzeln wurden nicht nur aus Heilzwecken genutzt, galten auch als starker magischer Talisman. Zusammen mit anderen diversen Gegenständen  in einem Zauberbeutel bei sich getragen, im Raum auf gehangen, in der Schublade versteckt, dem Liebsten in die Tasche eingenäht  oder aber sie wurden auch  „nur“ verräuchert". Ob für Glück, Wohlstand, Gesundheit oder Liebe, Wurzeln spielten und spielen auch heute noch eine mystisch-  magische Rolle in allen Teilen der Erde.

Ich mag Wurzeln sehr, ihr individuelles und mystisches aussehen faszinierte mich, seit ich angefangen habe, mich für Kräuter zu interessieren. Ich kann mich noch genau an den waldig-erdigen Geruch der Farnwurzel erinnern, die ich aus dem Waldboden grub und zuhause wusch.  Wi faziniert mich auch heute noch, das Wurzelhändchen das ich stets in meinem Hexenbeutel mit mir trage. Und wie überrascht war ich, als ich hörte, das diese Wurzel fast die gleiche Bedeutende Rolle, bei den Ureinwohnern Nord Amerikas spielt.
Oder die Wurzel der Rose, die bei Reibung auch heute noch leicht nach Rose duftet. Einen sehr dunklen und tiefen Eindruck hat auf mich die Tollkirschen Wurzel hinterlassen.  Ich liebe es, aus all den Wurzelwesen etwas herzustellen, ihnen ein Gesicht zu geben. Sie nicht immer nur zu Heilsalben oder  Tinktur zu verarbeiten, sondern ihre Aura mit Steinen und Magischen Symbolen zusätzlich noch zu unterstützen. 

Ich gebe zu in letzter Zeit habe ich ein kleines kreatives Tief. Das rührt aber offensichtlich daher, einfach zu viel Weltliches im Hexenhirn zu haben. Diese unkreative Phase ging nun schon über einen Monat und erzwingen lässt sich so was nicht. Eine Nachfrage bei meinem persönlichen „Guru Freund Jürgen“ , ( scherzhaft gemeint) ob bei mir was nicht stimmt, der konnte aber keine ernsthafte Krankheit diagnostizieren.  „ In 14 Tagen ist das überstanden“ kam der weise Rat. AHA….und der Knoten platze dann langsam. Die Kräuterkerzen waren der erste Schritt und nun folgen die Mondwurzeln zum gestrigen Vollmond…Na bitte, geht doch!!!!

Weiß wie die Mondin sind sie und mit einer Bergkristall Spitze versehen. Schutzrunen und eingelassene Edelsteinchen runden sie harmonisch ab. Und weil ich die Mondwurzeln nicht alle selbst behalten kann, kamen sie heute mit in den Hexenladen. Dort machen sie sich in der Vitrine ganz gut. Es sind nicht sehr viele, schließlich bin ich keine Fliesbandhexe....

Jede ist ein Einzelstück und sie bestechen einfach durch ihre "Urige" Form.  Ich freue mich schon auf das nächste Wurzelgraben irgendwo in den Wäldern oder am Fluss....

1 Kommentar: