Dienstag, 29. Mai 2012

Steinreich....


Ich liebe Steine. Ich verkaufe allerlei Edelsteine im Hexenladen. Sicherlich sind sie kraftvoll und es ist einfach Edelsteine zu verwenden und Energetisch einzuordnen, es wurden ja viele Abhandlungen darüber verfasst. So das der Laie über die Kraft eines Edlen Steines nur noch nachzuschlagen braucht. Ein wenig Einfühlungsvermögen und fertig. Es gibt wirklich zauberhafte Edelsteine und sehr kraftvolle, keine Frage.Aber meiner Meinung nach, sind selbst gefundene Steine kein Vergleich dazu.

Sie sind energetisch viel schlechter einzuordnen, weil es kaum etwas nachzulesen gibt. Das gibt aber Raum für eigene Experimente mit diesen Steinen. Stein ist nicht gleich Stein, von welchem Ort stammt er, wo lag er und welche Zusammensetzung hat er? Das interessiert mich immer. Steine die ich in Höhlen finde, haben ganz andere Ausstrahlung, als solche, die auf dem Feld liegen und wieder andere von einem Kultisch bedeutenden Ort.  
Steine aus einem Fluss besitzen eine andere Energie, wie Steine aus einem Bach, diese wiederrum sind nicht zu vergleichen mit solchen, die ich aus dem Kraftfeld eines starken Kultplatzes ausgegraben habe…u.s.w

Laut Aussage meiner Freundin, bin ich bei so etwas ein  „Trüffel Schwein“ . Ich finde nicht nur die alten Kult
Orte, ich finde häufig auch alte Werkzeuge, Steinspitzen und eben Kristalle, Fossilien oder anderes. An solcherlei Orte werde ich geführt und es dauert eine Weile, bis ich mich mit solchen Energetischen Plätzen oder Fundstücken auseinander gesetzt habe. Was natürlich seinen Sinn macht.

Solch ein altes Keltisches Gebiet, gibt es nicht weit von uns. 
Ein riesengroßes Waldgebiet mit Sandigem Untergrund, bewachsene Dünen, dann wieder stille Farnwälder auf einem riesigen Areal.Der Name des Baches den die Kelten ihm gaben, hat man später ein wenig verändert, aber schon damals war es ein genutztes Gebiet unserer Ahnen.

Fern ab der ausgetretenen Wege kann man sich dort verzaubern lassen, ohne auch nur einem Menschen zu begegnen…aber nicht nur die Landschaft ist einmalig schön, nein, dort finden sich die wohl außergewöhnlichsten Steine in meiner Umgebung. 

Mir war das lange nicht bewusst, nahm mal hier einen Feuerstein, mal dort einen sehr merkwürdig geformten Stein mit. Bis ich nachforschte und mir klar wurde, welch seltene Funde ich in meinen Händen hielt. Feuersteine sind hier in meiner Umgebung nicht selbstverständlich. Die Entstehung von Feuerstein ist bis heute noch nicht in allen Einzelheiten geklärt, deshalb macht ihn das so mystisch. 
Es gibt  nicht, "den" Feuerstein, sondern viele verschiedene, die sich sowohl in Form und Farbe, als auch im Alter unterscheiden. Vor allem sind  die Entstehungsbedingungen, Alter, Vorkommen und das doch sehr unterschiedliche Aussehen interessant für Sammler.


Feuersteine spielten eine wichtige Rolle in unserem Volksglauben. Sie wurden nicht nur als Werkzeuge benutzt, sondern galten auch als Kult Objekte und waren Rituelle Gegenstände. Und dass diese Steine eine ganz besondere Kraft haben, kann ich bestätigen. Als ich mich einen Tag mit ihnen intensiv befasste, die Steine aus der Erde und dem Sand sammelte , Stundenlang, sie später zuhause betrachtete und wusch, da träumte ich Nachts von ihnen…so intensiv, wie sonst nur von den Runen, mit denen ich mich vor Jahrzehnten beschäftigte. Ein Zeichen, das diese Steine viel zu erzählen haben.

Was genau ich mit diesen vielen unterschiedlichen Feuersteinen zu tun pflege, weis ich allerdings noch nicht, es wird sich sicherlich in den nächsten Wochen zeigen.Neben dem charakteristischen Schwarzen Feuerstein gibt es den Violett – Gelben, den Grünlichen, den Gelben, den Weißen und den Gebänderten Feuerstein.Das Alter dieser Steine könnten wir auf etwa  72 - 65 Millionen Jahre (Obere Kreide) schätzen, naja…auf ein paar Jahre mehr oder weniger, kommt es da wohl nicht an.

Das kieselsäurehaltige Gestein wurde im Meer der Schreibkreide gebildet. Lieferant der für die Feuersteinbildung benötigten Kieselsäure waren Schalen von Kieselalgen, Kieselskelette der Strahlentierchen sowie Überreste größerer Meeresorganismen, wie z. B. von Kieselschwämmen. Die kieseligen Substanzen wurden über einen langen Zeitraum aufgelöst und gelangten als kieselsäurehaltige Lösungen in tiefere Meeresbodenbereiche. Durch Ausfällung aus diesen Lösungen entstanden dann über lange Zeiträume die uns bekannten Feuersteinknollen. Feuersteine können sehr fossilreich sein. Vor allem sind Seeigel, Muscheln, Schwämme, Moostierchen und Korallen zu finden.
Aber nicht nur Feuersteine fand ich in dem alten Keltischen Areal, nein auch noch etwas, was mein Mann zuerst als „Schlacken“ bezeichnete, aber wie sollte Schlacke zu hundertfach in die Erde und außerhalb der Wegenetze kommen?! 
Ich war gleich  fasziniert von den unterschiedlichsten Formen und der Struktur, fasst sich gut an, so nahm ich ein paar Stücke mit.  Was verdammt ist das? Ich setzte mich vor die seltsamen Steine und fragte nochmals: „ was seit ihr“…und dann schaute ich im Netz nach.

Ich musste lange suchen.Nur über die Bild Funktion konnte ich dann sehen, was ich da gesammelt hatte:
Limonit-Brauneisenerz- Volksmund; Hexenstein /Hexentöpfchen .Wie passend, oder?

1 Kommentar:

  1. Ich bin auch fasziniert von Feuersteinen. Auf Rügen habe ich die berühmten schwarzweißen "Lochsteine" gesammelt wo die Kreide ausgewaschen ist und hier bei mir in der Nähe gibt es die Hohenloher Feuersteine in verschiedenen Farben, Formen und Größen.
    Es grüßt Dich
    Marie

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