Montag, 21. Mai 2012

Magischer Montag: Der Poorling

Der Zunderschwamm wird auch Poorling,Wundschwamm, Blutschwamm oder Feuerschwamm genannt. Es ist ein Ständerpilz, der vor allem Buche und Birke befällt und an ihnen Weißfäule erzeugt. Er befällt als Parasit alte und kranke Bäume, kann aber auf umgestürzten und abgestorbenen Bäumen noch jahrelang weiterwachsen.
Die Oberseite ist hart und meist von hellgrauer, olivgrüner oder brauner Farbe. Im Innern des Pilzes befindet sich das weiche Pilzgeflecht  zur Unterseite hin ist der Pilz flach mit einer dicken Röhrenschicht. Schon im Neolithikum wurde die locker-filzige Mittelschicht des Pilzes, zu Zunder verarbeitet, Ötzi hatte mehrere Zunderschwämme dabei.

In der Moderne wurde in einem aufwändigen Verfahren diese Schicht eingeweicht, gekocht, geklopft, in Salpeterlösung oder Urin eingelegt und getrocknet. Man erhielt eine
braune filzartige Masse, die durch auftreffende Funken sofort zu glimmen anfing.

Chemisch unbehandelten Zunder verarbeitete man im Mittelalter und der Neuzeit auch zu Westen und Kappen. 
Außerdem wurde er bis ins 19. Jahrhundert in Apotheken als blutstillende Wundauflage verkauft. 

Die Nachfrage nach den Zunderschwämmen war in dieser Zeit so hoch, dass der Pilz zeitweise aus Skandinavien,
Böhmen und Ungarn importiert wurde und in einigen Gebieten Deutschlands zur Rarität wurde.
Heute ist das wirtschaftliche Interesse am Zunderschwamm gering.. In Rumänien werden für den Touristenmarkt noch Kappen, Hüte, Taschen, Untersetz-Deckchen und sonstige Objekte hergestellt. Der Zunderschwamm wächst in
Mitteleuropa bevorzugt als Parasit an der Rotbuche. 
Noch heute werden in manchen Ländern Gegenstände aus Zunder hergestellt. Wir  verwenden noch Zunder in unserem Wortschatz: "Zunder geben…“
Aus dem  Pilz wird  das weichste, lockerste Gewebe herausgeschnitten, gekocht oder in heißem Wasser aufgeweicht und dann  geklopft und mit den Händen gerieben, bis es ganz locker und weich wie feines Leder geworden ist. 
Es bildet den Wundschlamm und ist bei kleinen Verletzungen immer noch in Gebrauch.

Kommentare:

  1. Hallo Elster,

    ich lese so gern deinen Blog, du weißt so viel und schreibst so wunderbar. Auch liebe ich deinen magischen Montag, wenn ich mich sonst nicht auf Montage freue so ist dein Blog ein schöner Lichtblick an diesem Tag.
    Jedoch habe ich das Gefühl, dass du bald oder in Naher Zukunft nicht mehr schreiben wirst, ist das wahr? Es kommt mir so vor als ob du dich langsam verabschiedest. Du wirst doch hoffentlich nicht freiwillig aus dieser Welt austretten, und von einer Reise nicht mehr zurück kommen wollen. Gerade weil ich dich nicht kenne betrübt mich das, was hast du vor?

    Alles Liebe und Gute Bianca

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  2. hallo liebe bianca,
    ersteinmal kann ich dich sehr beruhigen, muss leider ein wenig lächeln über deine sorge..nein, ich werde weiterhin der welt mit meinem geschreibsel auf die nerven gehen, wie ich es schon seit dem jahre 2004 tue. damals in meinem hexen tagebuch, heute in einem modernen blog. seit ich vor etwa 20 jahren einen spirituellen weg eingeschlagen habe, stehe ich immer an wegkreuzungen, die mein leben verändern und das meiner familie. wir verändern uns gerade weil die götter es so wollen. bleibe weiterhin leserin, das würde mich freuen und nimm an den veränderungen teil. du wirst sehen.....
    wir sind auf einem weg, den schamanismus viel intensiver zu leben und das zu verwirklichen, was wir schon seit der eröffnung des hexenladens eigentlich vor hatten....
    liebe grüße an dich!
    minerva die schwarze elster

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  3. Hallo Schwarze Elster,

    danke für deine Antwort. Ich werde weiterhin deine Leserin bleiben und bin schon sehr gespannt auf Weiters von dir, hört sich ja sehr spannend an...

    Falls du auch gerne etwas über mich erfahren möchtest, ich habe auch einen Blog, wenn du auf meinen Avatar gehst, wirst du ihn glaub ich sehen. Ich habe ihn jetzt mit Absicht nicht verlinkt, da ich hoffe weitere Leser über die Qualität und nicht über Werbung zu bekommen. Aber deine Meinung zu "meinem Geschreibsel" würde mich schon interessieren. Vielleicht hinterläst du mir ja mal einen Kommentar.

    Wir lesen uns, Bianca

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