Montag, 14. Mai 2012

Die Wasserweihe....

Unsere Germanische Sitten und Bräuche versuchte man  Jahrhundertelang durch Zwangsumsiedelungen, Gesetze, Verbote und strengste Strafandrohungen, bis meistens hin zur vollzogenen Todesstrafe, auszurotten. Viele unserer heidnischen Gebräuche waren tief verwurzelt mit der Seele des germanischen Menschen und konnten deshalb selbst durch Gewalt kaum vernichtet werden. Die christlichen Missionare haben dann die germanischen Bräuche umgewertet und teilweise  sogar übernommen.

In heidnischer Zeit war es  üblich, den Namen erst später zu vergeben. Man beobachtete das Kind erst und versuchte, aus seinem Verhalten, einen passenden Namen zu bekommen. Ähnlich finden wir es heute noch bei vielen Naturvölkern wie den Amerikanischen Ureinwohnern

In unserer modernen Gesellschaft ist das leider aus bürokratischen Gründen nicht mehr möglich. Also sucht man  vor und kurz nach der Geburt den Namen. Schön finde ich es auch, Namen verstorbener Familienmitglieder zu vergeben. Damit lebt ein  wertvolles Sippenmitglied in dem Kind und in der Familie weiter , siehe auch dazu meinen Blogeintrag von Leben und Tod am 05. Mai.

Da ursprünglich die ganze Sippe hinter einem Neugeborenen stand, war so etwas wie „Taufpaten“ in vorchristlicher Zeit nicht wichtig. Die Christlichen Paten wurden wohl eher eingeführt um die den „heidnischen“ Rest der Familie zu unterwandern und das Kind im christlichen Sinne zu erziehen. 

Schon in vorchristlicher Zeit war die zeremonielle Reinigung von Säuglingen im Zuge der Namensvergabe bei vielen europäischen und außereuropäischen Völkern üblich. Der christliche Tauf-Ritus entwickelte sich aus den rituellen Waschungen, die im Gesetzbuch Moses vorgeschrieben sind (Hebräer 9,10).Auch der Isis und der Mithras Kult kannten soetwas wie eine Taufe.

Diese Taufe wurde noch bei den Ur Christen, als eine Art Wiedergeburt verstanden. Auch bei Paulus kommt der Gedanke der Wiedergeburt in seinen Lehr-Briefen zum Ausdruck.Petrus spricht ebenso von einer Wiedergeburt und versteht diese anfangs wie Paulus als Verwandlung, als Wiedergeburt zum ewigen Leben.

Interessantes am Rande:
Viele Priester kannten die Wirkung des reinen, aber auch des verunreinigten Wassers. Sie wussten u. a., dass verunreinigtes Wasser zu schweren Magenbeschwerden führen kann  Dieses Wissen wendeten sie bei  häufig Frauen an, die im Verdacht standen Ehebruch begangen zu haben.

Sie gaben ihnen verunreinigtes Wasser zu trinken. Klagte die Frau daraufhin über Magenschmerzen, betrachtete man dies als Gottesurteil. Dem Gläubigen gegenüber spielten sie dann ein "Gottesurteil" vor. Aber der Priester schüttete nicht nur den Staub in das Wasser. Er verfluchte es zusätzlich und, um die Wirkung dieser Flüche zu erhöhen, schrieb er vorher diese Flüche in den Staub des Fußbodens. Je mehr Flüche er aufschrieb, umso größer die Menge an Staub, die er in das Wasser schüttete. Er übte damit massive schwarze Magie aus.

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