Mittwoch, 11. April 2012

Ein Abendlicher Besucher...

Heute habe ich kein Foto…wüsste auch Symbolisch keines dafür..

Mir geht es im Moment ziemlich beschissen, die rechte Schulter und der rechte Arm tun höllisch weh, habe mir wohl gestern Abend was eingefangen, was wohl bei uns bleiben wollte…aber eins nach dem anderen….

Um etwa zweiundzwanzig Uhr klopfte es etwas gestern Abend zaghaft an unserer Haustüre. Ich schaute fragend meinen  Mann an und er mich. Dann wurde die Klingel betätigt und mein Mann ging zur Haustüre. Ich hörte flüstern, er holte unsere Tochter.  Sie fragte wenig später, ob ein Freund kurz noch mit in ihr Zimmer dürfte und ging dann mit einem etwa 12 Jährigen Jungen nach oben. Ich schaute auf die Uhr…nach zehn. Was, zur Göttin, macht um diese Zeit ein Kind  in diesem Alter noch draußen?!

Ich ließ die beiden ein paar Minuten alleine, dann klopfte ich an. Ich sah einen  leicht dunkelhäutigen Jungen mit verweinten Augen.  Ich fragte vorsichtig was los sei und meine Tochter nickte ihm zu, ein Zeichen, er sollte mir  erzählen.  Ich erfuhr, dass er aus der Psychiatrischen Kinderklinik, einen Ortsteil weiter, abgehauen war, weil er sich mit den Erziehern und einigen älteren Kinds gestritten hatte. Er erzählte mir auch von seiner Familien Geschichte, warum er dort war. 

Alpträume plagten ihn, und er wäre auf das schlimmste von seinen Eltern misshandelt worden. Erst einmal war ich schockiert, auch das er schon einen Selbstmordversuch hinter sich hatte, mit zwölf Jahren!!! 

Nach dem ersten Erschrecken, schaute ich mir das Kind ein wenig näher an, sah ein extremes Ungleichgewicht seiner Energien und einige alte Geister. Seine Augen erinnerten mich an einige Erwachsene Psychisch Kranke Menschen, mit denen ich gearbeitet hatte. Dann bohrte vorsichtig  weiter  nach und Widersprüche taten sich auf. 

Als er sich durch unserer Gespräch ein wenig beruhigt hatte, auch meine Tochter sehr erwachsen und unglaublich redegewandt ihn immer wieder ermutigte, gut zuredete, teilte ich ihm mit, das er leider nicht bei uns bleiben könne, auch nicht über nacht, schließlich wurde er sicherlich schon gesucht.

Ich sagte ihm, ich werde das Krankenhaus anrufen und er solle sich was überlegen und ich werde mit denen reden. Er würde nicht zurückgehen, aber ich dürfte anrufen. Ich stellte meinen großen Sohn ab, auf der Treppe zu warten, damit der junge Mann nicht auf den Gedanken kam, auch von uns abzuhauen. Das hätte ich mir nicht verziehen, wenn ihm etwas passiert wäre. 

Ich suchte die Telefonnummer der Kinderpsychiatrie und rief an. Die Dame am anderen Ende klang sehr nett, sie machten sich Sorgen und die Polizei war auch schon informiert.  Ich erfuhr ein wenig Hintergründiges, auch das er innerhalb von 4 Wochen nun schon das dritte Mal unterwegs war. 

Sie teilte mir mit, entweder wir könnten ihn bringen, oder ich müsste die Polizei benachrichtigen. Ich bat um Zeit, sagte, dass er bei uns sei und dass er bald zurückkäme.  Im Zimmer meiner Tochter berichtete ich von dem Gespräch, das er die Wahl habe und noch ein wenig Zeit, sich das zu überlegen, aber  das es keinerlei Alternative, als seine  Rückkehr geben würde.  
 Ich erzählte ihm noch Dinge, wie sich den Problemen und Menschen  zu stellen, das er mal überlegen sollte, was er später einmal werden möchte, was seine Träume sind und mehr…ich legte viel Wissen und Energie in das Gespräch, versuchte es Kindgerecht zu verpacken......er hörte zu uns schien etwas klarer und ruhiger zu werden.

Dann gab ich ihm fünf Minuten, um zu überlegen; Polizei oder wir. Glücklicherweise hatte in der Zeit mein Mann noch eine andere Eingebung. Eine Nachbarin kannte ein paar Leute aus der Klinik und auch den Jungen, allerdings nur flüchtig. Er holte sie rüber und auch sie sprach mit ihm. Kumpelhaft und ohne jeden Vorwurf. 

Dann war es soweit, er war bereit sich von ihr zurück bringen zu lassen. Auf dem Weg nach draußen viel mir eine meiner Lederamulette ins Auge.( Ich hatte davon am Sonntag geschrieben). Kurzerhand schenkte ich ihm eines, zum Schutz und das er ganz viel Mut und Kraft findet, alles zu meistern.   
Als ich später erfuhr, er sei wieder in der Klinik und alles ist gut, war ich sehr froh. Auch erzählte man uns, das er gerade deswegen in der Kinder Psychiatrie sein, weil er so viel erzählte, das nicht der Wahrheit entspreche, war ich schon ein klein wenig erleichtert.

Dann bemerkte ich, wie angespannt ich gewesen war.
In der Nacht räucherte ich noch das Haus aus, denn ich hatte das Gefühl, der Kleine hatte etwas bei uns gelassen und verspürte einen leichten Schmerz in der Schulter.  Und so schließt sich der Kreis, heute kann ich mich ohne Schmerz kaum bewegen, aber ich habe mir dann sogleich Hilfe geholt.  Eine arglistige Energie, die aber wenigstens von dem Jungen entwichen ist und somit wird es ihm sicherlich bald besser gehen.  Und ich arbeite daran, sie jetzt loszuwerden….
immerhin weis ich nun, wie sich mehrfache Flüche anfühlen.. **..AUTSCH!**


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen