Donnerstag, 16. Februar 2012

Über Naturgeister

Wir begegnen ihnen wie zufällig an entlegenen Orten. In der christlichen Mythologie ist die Natur trickreich und hat viele Gesichter, ihr ist nicht zu trauen.

Im Nebel, im Zwielicht des Morgens oder der Abend Dämmerung, in Mooren und an stillen Orten finden Menschen und Naturwesen einen Weg zueinander. Mit der Seele nehmen wir sie war, ein Schatten, ein Geruch ein Huschen…. Wir können Sie nicht unterwerfen oder dienstbar machen, das ist auch immer noch die Kernaussage der Märchen. Wir können nur hoffen, dass sie unsere Gaben wie Kupfer, Gold oder andere Metalle annehmen, damit sie uns einen Gefallen tun.

Aber auch die sogenannten „kleinen Völker“ waren immer wieder Wandlungen unterworfen. Elfen und Feen haben eine wechselvolle Geschichte hinter sich.  In der Moderne werden sie meistens gut , hilfreich und fast schon „ätherisch“ dargestellt.
Das Wort Fee leitet sich von dem Lateinischen Ursprung Fata ab.“ Fatua“ war die Weissagerin/Wahrsagerin und „Fatum „das Schicksal. Es bezeichnete die Launenhaftigkeit der Naturgeister und die Schicksalshaftigkeit der Wesen, die an Quellen, Bächen in Höhlen oder Bäumen hausten.

Bei den Griechen wurden sie Moiren genannt „ Schicksalsgöttinnen“ , die Menschen Anteile ihres Schicksals schenken.  Die Germanen bezeichneten sie als Nornen mit dem Spinnrad und dem Lebensfaden in den Händen.

Unsere Märchen bewahrten das Andenken der Drei Naturgöttinnen.
Aber ansonsten verschwand ihr Andenken komplett aus dem Denken der Modernen Bevölkerungsschichten. Island mit seinen Vulkanen und die Nähe zu den Elementen hat bis heute das Erbe der Völvas, der Seherinnen bewahrt. Im hiesigen Parlament gibt es, man höre und staune, eine Elfenbeauftragte. Sie markiert auf der Landkarte alle Plätze, an dem nicht gebaut werden darf, sorgt dafür das Land und Bundesstraße, ja sogar Autobahnen, um eine sogenannte „Elfenburg“ herum geleitet werden.
Bei uns sind diese Wesen fast komplett aus dem Bewusstsein verschwunden, zu starkt ist unsere Orientierung auf die Technisierung, als auf die Stimme von Wind und Wasser zu hören.
Die ehemaligen heiligen Quellen, Seen und Hügel wurden mehr und mehr entheiligt, bebaut oder verfüllt. Naturgeister wie Rübezahl, Pan, die Selkies, die Hollen , Sylfen oder die Salinge Frauen werden in die Welt der Märchen verbannt. 

Das Christliche Weltbild tat sein Übriges; es teilte ein in Gut und Böse. Devas , die Naturgeister wurden kurzerhand zu Dämonen, Elfen wurden verniedlicht, Feen verharmlost.  Pan wurde im Mittelalter von der Kirche zum Oberdämon , dem Teufel umgestaltet und die freie Jagdgöttin Diana , Artemis, die für die Tiere und den freien Willen der Frau stand, wurde zur Anführerin der Hexen degradiert. 

Auch Odin blieb nicht verschont, der bei uns eher als Wodan bekannte, Seher, Zauberer und Schamanengott erleidet ähnliches Schicksal.  Er wurde zum Gott der Unterwelt, der aufsteigt wenn das Weltenende naht. Seither ist er der Dämonische Anführer der Wilden Jagd.  Das Problem ist nur, das die so gedeutete Götterdämmerung keine ist ( Chr. Rätsch) sondern einer falschen Übersetzung obligt.  Das alles löste das zyklische Denken unserer Heidnischen Vorfahren auf. 

Immer wieder wird in Dokumentationen gesagt, unsere Vorfahren hätten Angst vor den Geistern der Natur gehabt. Aber wer indigene Völker kennt,stellt fest, dass das nie so hätte sein können und auch bis heute bei den verbliebenden Urvölkern nicht so ist.  Die Unsichtbaren Mächte der Geister, naturwesen und Götter sind ein Teil des Lebens und des Geistes.  Sie sind Bestandteil des täglichen Lebens. Sicherlich war das bei den Germanischen Sippen vergleichbar.


Bei uns gibt es einen Stadtteil der heißt  „Salingen.“ Wer sich regional auf die Fährte der Naturgeister machen will, sollte sich auf den Weg der Teufel, Dämonen und Hexen begeben. Bei uns gibt es die nahe der Syburg die  Teufelsklippe. Es gibt Hollenlöcher, Teufelsschluchten, Hexenlöcher, Hexensteine, Teufelssteine und ,und, und. Diese Orte verweisen auf Naturgeister und alte Rieten.  Dort brachten oft Christliche Missionare ihre Botschaft an, zu mahnen vor der Boshaftigkeit der Natur und diese nicht als heilig zu verehrten, sondern eher zu verachten, um Gott näher zu sein.
 Aber trotz Jahrhunderter Nichtachtung, Verbannung und Verfolgung sind sie nie ganz verschwunden, durchleben in der modernen Zeit einen Neuanfang. Mit dem Herrn der Ringe , Avatar oder auch der magische Kompass, durchlaufen sie einen Neuanfang.  Die Frage „ was ist falsch an dem Glauben, das die Natur beseelt ist“ kommt zwangsweise vielen wieder  in den Sinn.

 …es gibt neue Hoffnung, den Geist in der Natur neu zu entdecken....

Kommentare:

  1. Liebe Rosi Sanchez Garcia
    so jetzt habe ich auch noch Deinen Blog gefunden, eine Sehr schöne Seite hast Du da.Auch wenn Hexenkult wenig mit Zen zu tun hat finde ich Du hast interessante Themen und ich schaue gerne mal wieder vorbei
    liebe Grüsse zentao

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  2. hallo,
    wer ist Rosi Sanchez Garcia? da musst du mich wohl verwechseln.
    sorry, wenn dann nenne mich minerva.
    aber danke für das besuchen meines blogs!

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