Freitag, 10. Februar 2012

Der Altar


Für praktizierende Heiler/innen, Hexen oder Schamanen ist ein Altar unverzichtbar.  Er besteht aus persönlichen Symbolen und aufgeladenen Ritualgegenständen.  Der Altar der Hexen symbolisiert die kosmische Ordnung, er spiegelt das Universum wieder. Er dient zudem als Plattform der Kommunikation zwischen den Göttern/ der Göttin  und Dir. Er bietet zudem Schutz , Kraft und Orientierung.

Altäre waren den Germanischen Sippen eher unbekannt, sie verehrten die Götter in heiligen Hainen, an Quellen und auf Hügeln. Sehr oft trifft man auf „Opfersteine oder Opfertische“ die man evtl . mit einem Altar im weitesten Sinne vergleichen könnte.  Auch die Kelten kannten den Altar in der heutigen Sichtweise nicht, er wurde aber wahrscheinlich mit Einzug der Römer in das Keltische Gebiet von den Stämmen übernommen.
Die heutigen Altäre der Neo Paganen Szene, der Schamanen und Hexen sind vielmehr eine Tradition der Hinduistischen, Buddhistischen Traditionen aus Nepal und Peru. 

Was macht einen Altar aus? Wir sollten uns vielmehr darauf konzentrieren, wozu der Altar dienen sollte. Schutz, Heilung, Ruhe oder Kraft ? Wissen wir, was wir wollen, ist es leichter die geeigneten Objekte zu suchen.  Meine Meinung ist dazu, weniger ist sehr oft mehr, damit wir uns nicht im Wirrwarr der Symbolik verirren.  Und der Sinn nach dem Zweck des Altars kann verloren gehen.

Dann kommt die Frage nach dem „Wohin mit dem Altar“. Nun, in einigen Büchern lese ich immer wieder von speziellen Himmelsrichtungen. Ich denke das der geeignete Ort immer der ist, an dem der Altar geschützt und sicher ist. Wo kann ich mich am besten darauf konzentrieren, meditieren ohne das Gefühl zu haben, beobachtet zu werden.  Ein Altar ist ein Kraft Ort, der uns von dem Chaos des Alltages abschirmen sollte.  Das kann ein Tisch mit einem schönen Tuch sein, eine besondere Decke in einer Ecke im Raum, eine Kommode u.s.w
Wichtig ist zudem das das „Drum herum“ ( für DICH) harmonisch gestaltet ist. Sehr häufig sind klare Strukturen, Symmetrie  sehr förderlich für die Entspannung. (Das Auge dürfen wie nie unterschätzen).  Jeder Altar sollte einen Vordergrund, einen Mittelpunkt und einen Hintergrund haben. Der Altar Mittelpunkt bündelt das Thema unserer Aufmerksamkeit. 

Auch sollten wir für die Ausgeglichenheit der Elemente und die der Kräfte auf dem Altar sorgen.
Konzentrieren wir uns auf den Altar, zünden wir Kerzen an, räuchern oder beten, so aktivieren wir ihn und laden ihn immer wieder neu auf. Wir öffnen damit die Kanäle zur Geistigen Welt, der Welt der Götter und ermöglichen somit eine Kommunikation.

Das Tuch, eine Schüssel mit Reis, Getreide oder Blumen geben uns persönlichen Halt und Schutz. Meist sind diese Dinge Kulturell bedingt. In der heutigen eher Globalen Weltsicht, werden dann im hiesigen Raum auch gerne mal Objekte aus Afrika oder Amerika verwendet.  Unsere Intention und der Zweck den wir damit verbinden , können jeden Stein oder anderen Gegenstand zu einem Ritual Gegenstand werden lassen. Denn ansonsten wäre ein Stein nur ein Stein, eine Muschel nur eine Muschel, erst unsere ritueller Umgang mit diesen Gegenständen, macht es zu etwas „Besonderem“. 
Viele Dinge  eignen sich für unseren Altar: Kerzen, Bilder, Statuen, Steine, Kristalle, Knochen, Geweihe, Federn, Wurzeln, Schale, Kelche, Kessel….
Eigentlich EGAL, denn entscheidend dabei ist:  Wenn Du ein „DING“ zu einem Ritualgegenstand machst, solltest DU seine Natur und seine symbolische Bedeutung genau kennen! Ansonsten aktivierst du genau das Gegenteil von dem, was du eigentlich wolltest.  Du solltest Dein Objekt kennen und gut platzieren, sein natürliches Wesen hervorheben.  

Nur wer das natürliche Wesen eines Gegenstandes kennt und beachtet, kann dazu beitragen, das es seinen magisch-symbolischen Charakter auch entfalten kann. Ich meine, wir stellen ja wohl kaum eine Statue so, das sie mit den Rücken zu uns zeigt, oder eine Kerze falsch herum in den Kerzenständer , also mit dem Docht nach unten.  Mit Geweihen wird es schon komplizierter. Stelle ich ein Geweih mit der Spitze nach oben auf, dient es als Verteidigung, stelle ich es auf die gegabelten Enden, so unterwerfe ich meine Kraft.
Es kommt immer auf die „Ausstrahlung „ des Altares an, was will ich bezwecken und wie wirkt dieser Ort auf mich?!

In seiner Mitte sollte ein Objekt stehen, was den Ureigenen Sinn dienlich ist. Dazu kommen die ausgewogenen Rituellen Gegenstände für Erde, Wasser, Feuer und Luft. 

Beispiel der Altar für Schutz:
Fühlst DU Dich immer angegriffen oder benötigst Kraft und Hilfe, so sollte ein Gegenstand , der Deine eigene Stärke symbolisiert im Mittelpunkt stehen oder liegen.
Beispielsweise eine Kerze mit Deinem Lieblings Duft, ein schöner Kristall u.s.w eingefriedet von den Gegenständen der Kraft die Dir helfen, Dich zu schützen.


Möchten wir Dinge klären, gibt es Spannungen in der Familie oder Beziehungsstress könnte eine Glas Schale mit Quellwasser (beides trägt Beispielsweis zur Klärung bei- Symbolik: klares Glas, klares Wasser) im Zentrum des Altares stehen.

Kommentare:

  1. Lange Zeit habe ich auch gedacht, dass ein Altar unabdingbar ist. Heute sehe ich das allerdings ein weinig anders und brauche kein grosses „Drumherum“ mehr, trotzdem ein toller Beitrag! Danke fürs Teilen. Macht immer wieder Spass bei dir zu lesen.

    Liebe Grüsse
    Joanna

    AntwortenLöschen
  2. hallo meine liebe,
    ist eben ansichts- und glaubens sache.
    hatte dir übrigens auch etwas geschrieben zu deinem beitrag " vertrauen" leider ist der kommentag wohl nicht angekommen.

    AntwortenLöschen
  3. Ju da hast du recht, es ist für jede Person anders, das ist es wohl auch was uns alle einzigartig macht. ;)

    Beim Them Bewertung un Vertrauen habe ich tatsächlich nichts bekommen. :( Vielleiht hast du mal Zeit und Lust den Kommi nochmals zu verfassen? Würde mich freuen. :)

    Liebe Grüsse
    Joanna

    AntwortenLöschen