Mittwoch, 4. Januar 2012

Die weiße Göttin...

Die „weiße Göttin“ ist nicht zu verwechseln mit der, in vielen deutschen Sagen und Mythen beschriebenen "Weißen Frau". Die weiße Göttin, wie sie vereinfacht bezeichnet wird, erhält ihren Namen durch die ihr zugeordnete, symbolische Mondfarbe; Weiß ist die dem Sichelmond zugeordnete Farbe.

Die weiße Phase ist ein Aspekt der Göttin. Sie symbolisiert die heranwachsende und ungestüme Frau bzw. das junge Mädchen und geht in zeitlicher Abfolge der roten und schwarzen Phase voran. Entsprechend ist ihre Jahreszeit die des Frühjahres, des Erwachens und Werdens. Ein prägendes Merkmal ist ihre (symbolische) Jungfräulichkeit. Diese Jungfräulichkeit wurde von den nachfolgenden patriarchalen Gesellschaften umgeformt.

Natürlich müssen wir in dabei an Marias unbefleckte Empfängnis denken. Die Jungfräulichkeit der weißen Göttin hat allerdings nichts mit der christlichen – patriarchalen Lustfeindlichkeit zu tun, sondern ist einfach Ausdruck des Beginns eines zyklisch wiederkehrenden Prozesses.

Neben der Jungfräulichkeit finden wir bei der weißen Göttin als stärkstes Merkmal ihre Freiheit und  Wildheit, die sich in der Herrschaft über die Jagd und Kampf äußert. Sie ist ungestüm, fordernd, vorwärts drängend, treibend, ungeduldig und vor allem Unabhängig. Also verstanden unsere Vorfahren unter „Jungfräulichkeit“ etwas völlig anderes, wie die heutigen Patriachalen Religionen.

Dem Charakter der jungen Göttin entsprechen die ihr zuzuordnenden Symbole: Da sind die Attribute der Jagd wie Pfeil und Bogen (Beispielsweise: Diana und Artemis), sowie in diesem Zusammenhang jagdbare Tiere. Auch setht sie für den Heilungsaspekt, Reinigung und die "Lichte Zeit" , den Frühling, in dem alles wieder erblüht.

Teilen wir, wie die Autorin Heide Götter-Abendroth , die Matriarchate Welt  in drei Ebenen ein, so beherrscht hier die weiße Göttin die oberste Ebene, den Himmel. Verbunden damit ist zum einen die Herrschaft über die atmosphärischen Gewalten, aber auch die Kontrolle über die strahlend lichte, astrale Welt. Dort finden wir in der Matriarchaten Vorstellung die göttlichen Gestirne, die Mondhäuser und aber auch in den einzelnen Sternen die Seelen aller verstorbenen oder noch inkarnierenden Menschen. Das Prinzip der Hoffnung und Erwartung.
 
Mein (Küchen) Ritual der Weißen Göttin:
Du benötigst: 2 weiße Kerzen
Reis/Milchreis oder Mehl
Weißen Topf
Eine Göttinnen Figur oder sonst ein Symbol, was dem Aspekt der Göttin repräsentiert.
Wahlweise Räucherwerk und Rassel oder Trommel

Nimm Dir Zeit und lege alles so hin, wie du es willst, räuchere und rufe eine der Weißen Göttinnen herbei, das kann Brigit sein oder auch Diana , ganz gleich. Ich benenne meine Göttinnen meist gar nicht mit Namen, so kann ich jeden Aspekt hinnehmen, der zu mir kommen will.

Zünde die Kerzen an und lege das Symbol der Göttin zwischen ihnen. Mit dem Reis oder dem Mehl schreibst Du, was du für einen Aspekt hervorrufen willst, wie beispielsweise Heilung oder Kraft, Freiheit oder Selbstbestimmung. Nur ein Wort! Das reicht. Trommel, tanze oder rassle, so lange bis Du  Dich tief  verbunden fühlst.

Dann füllst Du den Reis/Mehl in einen Topf und legst das Symbol Deiner Göttin oben drauf. Stelle alles auf Deinen Altar für 4 Wochen. Danach streust Du das Mehl oder den Reis in die Vier Himmelsrichtungen….

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