Donnerstag, 29. Dezember 2011

Silvester Brauch und Gegenwart


Der 31. Dezember ist der Namenstag von "Silvester" - ein Name, der bei uns doch  eher unüblich ist. Der Vorname Silvester stammt aus dem Lateinischen - von dem Wort "silva" (Wald). Er bedeutet übersetzt "Waldmensch". Es könnte sich hier um ein Fest des „ Grünen Mannes“ gehandelt haben, das ist aber nur meine Vermutung und hat keinerlei Beweise.

Im Jahr 1582 wurde der letzte Tag des Jahres vom 24. Dezember auf den Todestag des Papstes Silvester I. verlegt, dem 31. Dezember des Jahres 335. Nun an galt der gregorianische Kalender (nach Papst Gregor XIII. benannt), nach dem heute in den meisten Ländern der Welt gezählt wird. 

Silvester ist aber kein christliches Fest:
Die Silvesterfeiern gehen auf heidnische Bräuche zurück. Als "heidnisch" bezeichneten die Christen viele Jahrhunderte lang die Religionen der Nicht-Christen. Also alle " nicht an Christus und Gott" Gläubigen, egal ob Moslems oder Kelten und Germanen.

Die Germanen glaubten, dass ihr Gott Wotan vor allem in der dunkelsten Jahreszeit sein Unwesen treibe. Der 31. Dezember liegt genau in der Mitte der so genannten "Rauhnächte", die besonders lang und dunkel sind. 


Also wurde schon Lange vor dem Mittelalter wurde  in diesem Zeitraum um den 31.12 Lärm gemacht. Damals nahm man noch Rasseln, Töpfe und andere Gegenstände um Lärm zu erzeugen. Der Grund für das laute Treiben war die Abwehr böser Geister. Im Vorchristlichen Brauch ging es zum Ende der Raunächte so zu. Die sogenannten Perchtenläufe sind ein Relikt aus dieser Zeit.

Ungefähr ab dem 10. Jahrhundert kam dann das Läuten der Kirchenglocken und das Spielen von Pauken und Trompeten hinzu, später dann auch das Abfeuern von Gewehren und Kanonen. Dieses „Vergnügen“ war aber nur Jägern und anderen privilegierten Leuten vorbehalten. Erst zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es dann durch die Massenproduktion ermöglicht, für Jedermann Feuerwerkskörpern käuflich zu machen.
Auch Aberglaube spielt an diesem Tag selbst in unserer modernen Gesellschaft noch eine große Rolle und viele Bräuche werden seit Jahrhunderten praktiziert. So fürchteten schon die Germanen das Böse, das in der Dunkelheit sein Unwesen treibt und versuchten es nach den zwölf Raunächten mit viel Lärm zu vertreiben.

Wenn ich so die Feuerwerksindustrie sehe und was in den letzten Jahren alles noch dazu gekommen ist, so stehe ich kopfschüttelnd davor und kann es einfach nicht glauben. Noch mehr Bum und Peng, noch mehr Glitter und Glimmer und sie können immer länger und lauter!

Und was die Leute für Geld  ausgeben!!!! Das ist für mich so skuriel und nicht verständlich.

Wer denkt da noch an die Katzen und Vögel , die jetzt draußen sind, wer an Fuchs, Hase und Reh wenn die Raketen mit lautem Geheule über uns hin weck schießen und wer an den vielen Müll am anderen Tag??!!!
Ich finde die Knallerei absolut irrsinnig und Tier und Naturfeindlich.

MUSS das soooo viel sein???!!!!

An der Nordseeküste gibt es einen schönen alten Brauch, dort ziehen in der Nacht vom 31.12 auf den 01.01 die Kinder und Jugendlichen mit viel Getrommel, Gerassel und selbstgemachtem Getöse von Haus zu Haus, sie werden belohnt mit Süßigkeiten. 

Wir sollten uns auf das Ursprüngliche Silvester besinnen und unser Geld lieber anderweitig ausgeben. 

Unsere  Ausgabe für den 31.12 betrug 5,55 Euro!

Mein Elstertipp: Mit Räucherkessel und Trommel bewaffnet das alte Jahr verabschieden!!!!

Wie steht Ihr dazu???!

Kommentare:

  1. Mein Räucherkessel wird glühen :)

    lg Brigitte...und danke im Namen der Tiere..

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  2. Ich finde dieses unkontrollierte Verschmutzen auch äußerst ärgerlich. Danke für die Idee mit der Trommel und dem Räucherzeug. Ich werde meine Wohnung so säubern. Vielleicht ein Fenster auflassen, damit sie irgendwo abhauen können?
    Liebe Grüße und alles Gute
    Eihekse

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  3. Recht haste, Minerva!!! Auch wir räuchern seit Jahren unsere Wohnung aus und reinigen sie so energetisch, damit die Energien des neuen Jahre Platz haben. Für Knallerei geben wir nicht einen Cent aus, zum einen werden Haus- und Waldtiere verschreckt, dann der ganze Dreck der überall verteilt liegt...und ich denke auch an die vielen hungernden Menschen auf unserer Erde und die reichen Länder lassen mal so eben in einer einzigen Nacht Milliarden in die Luft gehen...Trotzdem ganz liebe Grüße und ein gesundes und zauberhaftes Jahr 2012, Kerstin

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