Donnerstag, 29. Dezember 2011

Silvester Brauch und Gegenwart


Der 31. Dezember ist der Namenstag von "Silvester" - ein Name, der bei uns doch  eher unüblich ist. Der Vorname Silvester stammt aus dem Lateinischen - von dem Wort "silva" (Wald). Er bedeutet übersetzt "Waldmensch". Es könnte sich hier um ein Fest des „ Grünen Mannes“ gehandelt haben, das ist aber nur meine Vermutung und hat keinerlei Beweise.

Im Jahr 1582 wurde der letzte Tag des Jahres vom 24. Dezember auf den Todestag des Papstes Silvester I. verlegt, dem 31. Dezember des Jahres 335. Nun an galt der gregorianische Kalender (nach Papst Gregor XIII. benannt), nach dem heute in den meisten Ländern der Welt gezählt wird. 

Silvester ist aber kein christliches Fest:
Die Silvesterfeiern gehen auf heidnische Bräuche zurück. Als "heidnisch" bezeichneten die Christen viele Jahrhunderte lang die Religionen der Nicht-Christen. Also alle " nicht an Christus und Gott" Gläubigen, egal ob Moslems oder Kelten und Germanen.

Die Germanen glaubten, dass ihr Gott Wotan vor allem in der dunkelsten Jahreszeit sein Unwesen treibe. Der 31. Dezember liegt genau in der Mitte der so genannten "Rauhnächte", die besonders lang und dunkel sind. 


Also wurde schon Lange vor dem Mittelalter wurde  in diesem Zeitraum um den 31.12 Lärm gemacht. Damals nahm man noch Rasseln, Töpfe und andere Gegenstände um Lärm zu erzeugen. Der Grund für das laute Treiben war die Abwehr böser Geister. Im Vorchristlichen Brauch ging es zum Ende der Raunächte so zu. Die sogenannten Perchtenläufe sind ein Relikt aus dieser Zeit.

Ungefähr ab dem 10. Jahrhundert kam dann das Läuten der Kirchenglocken und das Spielen von Pauken und Trompeten hinzu, später dann auch das Abfeuern von Gewehren und Kanonen. Dieses „Vergnügen“ war aber nur Jägern und anderen privilegierten Leuten vorbehalten. Erst zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es dann durch die Massenproduktion ermöglicht, für Jedermann Feuerwerkskörpern käuflich zu machen.
Auch Aberglaube spielt an diesem Tag selbst in unserer modernen Gesellschaft noch eine große Rolle und viele Bräuche werden seit Jahrhunderten praktiziert. So fürchteten schon die Germanen das Böse, das in der Dunkelheit sein Unwesen treibt und versuchten es nach den zwölf Raunächten mit viel Lärm zu vertreiben.

Wenn ich so die Feuerwerksindustrie sehe und was in den letzten Jahren alles noch dazu gekommen ist, so stehe ich kopfschüttelnd davor und kann es einfach nicht glauben. Noch mehr Bum und Peng, noch mehr Glitter und Glimmer und sie können immer länger und lauter!

Und was die Leute für Geld  ausgeben!!!! Das ist für mich so skuriel und nicht verständlich.

Wer denkt da noch an die Katzen und Vögel , die jetzt draußen sind, wer an Fuchs, Hase und Reh wenn die Raketen mit lautem Geheule über uns hin weck schießen und wer an den vielen Müll am anderen Tag??!!!
Ich finde die Knallerei absolut irrsinnig und Tier und Naturfeindlich.

MUSS das soooo viel sein???!!!!

An der Nordseeküste gibt es einen schönen alten Brauch, dort ziehen in der Nacht vom 31.12 auf den 01.01 die Kinder und Jugendlichen mit viel Getrommel, Gerassel und selbstgemachtem Getöse von Haus zu Haus, sie werden belohnt mit Süßigkeiten. 

Wir sollten uns auf das Ursprüngliche Silvester besinnen und unser Geld lieber anderweitig ausgeben. 

Unsere  Ausgabe für den 31.12 betrug 5,55 Euro!

Mein Elstertipp: Mit Räucherkessel und Trommel bewaffnet das alte Jahr verabschieden!!!!

Wie steht Ihr dazu???!

Dienstag, 27. Dezember 2011

2011

Meistens lasse ich mir Zeit noch einmal das Jahr 2011 anzuschauen.
Ich schaue und blättere den Terminplaner von hinten nach vorne um....

All die Monate, Wochen und Stunden ziehen in Notizen an mir vorbei. Termine von Klienten, wie auch private Termine. 

Wieder ein Jahr mehr gelebt, wieder einmal mehr gelacht, geweint, geflucht ( ich ver-fluche nicht) , gestolpert, weitergegangen, kreiert, entdeckt, gesponnen, ersonnen, gerannt , geliebt,gewandert, geträumt….


Der erste Termin der meine Aufmerksamkeit auf sich zieht, war im Januar der Tatoo Termin, mein Zeichen auf dem Nacken, der immer Probleme machte, Jahrelang. Nun nicht mehr, dank den Spirits die mit hinein kamen. Raben, Bussard verbunden durch Zauber Medicin….dann das Erwachen das manche Träume nicht zu realisieren waren, dennoch nicht ausgeträumt sind.

 Der Januar brachte Bosheiten zu tage aber das ist der Lauf der Dinge, Gutes bleibt und Schlechtes geht….jeder bekommt immer, was er /sie verdient. Ich bilde da keine Ausnahme!
Aber wenn man weis was man will , für andere, für sich, dann das ein wichtiger Schritt im inneren Zyklus.Lachend gehe ich weiter, denn mein Enkel wurde geboren. Ein toller Tag! 
Conner, der der große Hunde liebt, ein alter Keltischer Name.  
Der März brachte eine zauberhafte Hochzeit zu Ostara in den Ruinen der Syburg mit sich. Zu Vollmond, unvergesslich! Ein Konzert meiner Lieblingsband und meine erste Einweihung in den die schamanische arbeit von Morganas Stern.


Der April bringt jedes Jahr viele nette und liebgewonnene Menschen zurück, wir treffen uns im Dortmunder Zoo zum Mittelalterlichen Markt, er brachte ein weiteres Handfasting und Frühlingserwachen. Neue Kreative Anschübe.Viel Sonne und positive Energien. Nächstes Jahr wieder, ich freue mich drauf!

Der Mai nahm mir eine Freundschaft und brachte viel Sonnenenergie für Kräuterwanderungen und private Unternehmungen .

Dann  im Juni der Umbau des Geschäftes, neue Struktur, neue Wege und  viele Anschübe.
Der Sommer war voller Motorrad Unternehmungen und vielen Geo-Wanderungen...herrlich!

 Herbst hies , einfach nur „ draussen sein“ ich war viel unterwegs. Diese Monate schenkten  mir neue Kontakte und brachten einen sehr alten zurück.


Der Spätherbst zog die Seeluft mit sich, Moor und Marschlandschaften und eine tiefe Erkenntnis, die ich seit dem  in mir trage und tragen werde. Neue spirituelle Menschen kreuzten meine Wege und einige Beziehungen vertieften sich, im milden Klima des Spätherbstes. 

Nie war ich so oft und so lange in den Wäldern unterwegs wie im Oktober und November....


Was bewahre ich davon, was nicht? Was will ich ins kommende Jahr mitnehmen, was nicht? Wie waren die Botschaften  des Jahres? Ich begegnete der Salamander Medizin im Schnee, der Fuchsmedizin im Hochsommer und der Büffelkraft im Herbst…

Was habe ich gehütet, was losgelassen, was getrennt? Was habe ich erhalten aber noch besser, was habe ich gegeben? Und was ist zurückgekommen?


Ich habe angefangen mich lehren zu lassen, zum ersten Mal eine Rückführungstherapie gemacht, Trance Trommel gelernt, meine eigenen Medicin Walks, Einweihungen und neue Sichtweisen.
 Dankbarkeit für Familie und meine fast fünfzehn Jahre Arbeit als Schamanin und Hexe.

Dankbarkeit für Begegnungen , bewusste Lehrgänge und Andersweltliches. 


Dankbarkeit für Freundschaften, Liebe und Zuverlässigkeit, für Treue und Gesundheit.

Dankbarkeit für das Bewusstsein jetzt  "Oma "zu sein, ein Schritt hin zur weisen Alten....aber bis dahin ist es wohl noch ein weiter Weg....

den ich gehe , um weiter, 
Woche für Woche, Tag um Tag,
Monat um Monat, Jahr für Jahr, 
 Erfahrungen und Wissen sammeln werde.....

Alles in allem bin ich froh das das Jahr nun um ist, es war ein turbulentes unruhiges Jahr. 
Was  und Wer wird kommen?!
Wir werden sehen....
*Gesegente Geister Nächte*

Elsters Weihe-Nacht

Gestern Nacht zog der Wind ums Haus, durch das leise Klingeln meiner Windspiele wurde ich daran erinnnert, das nun die Raunächte beginnen, eine gesegnete mystische Zeit.

Wir haben die Feiertage in diesem Jahr wirklich schön mit der Familie verbracht, am Heiligen Abend in der Dunkelheit mit den Kindern eine Lichterspirale aufgabaut und jeder durfte das neue Licht in die Welt holen, wie in jedem Jahr, seit fünfzehn Jahren. Ein wenig bedauere ich nun, das meine älteste Tochter nicht mehr dabei ist, hat sie doch selbst eine eigene Familie. In solchen Momenten vermisst die Mutter ihre Tochter....

Danach gab es kleine Geschenke und dann wurde im Kerzenlicht gegessen, erzählt und gelacht und  zusammen gespielt. Ohne Trubel, Gedudel oder Stress...

Am ersten Weihnachtstag kam die gesammte Familie bei uns zusammen , was etwas Besonderes ist, da Oma und Uroma nebst Opa aus dem Hochsauerland anreisten. Fünf Generationen in unserem Haus! Das erste Weihnachten für unsere Enkelkind!

Danach durften meine Eltern noch Weihnachtswichtel bei der lieben Sianna spielen, so kam ihr Gewinn auch heil an.

Ich selbst hatte schon ein sehr schönes Geschenk von einer lieben Drudemunde Schwester am Wintersonnenwendtag erhalten und noch ein paar Kleinigkeiten von Kunden unter dem Baum auszupacken.*Vielen Dank* Euch allen dafür!

Ich verteilte in diesem Jahr meine Kampfer Salben an dieVerwandschaf. Kleine Selbstgemachte Gaben.
Trotz  der Familie war es nicht anstrengend und so wurde Weihnachten , was es eigentlich sein soll; ein Fest der Familie.

Heute waren wir wieder unterwegs in den Wäldern, den zweite Weihnachtstag nutzen wir seit über zehn Jahren um Apfel und Selbstgebackenes in den Wald zu bringen, den Geistern dort ihren Anteil zu bringen.

Es war wirklich ein schönes Fest!

Freitag, 23. Dezember 2011

Indianische Pfade....


Ich bin das Land.
Meine Augen sind der Himmel, meine Glieder die Bäume.
Ich bin der Fels, die Wassertiefe. Ich bin nicht hier, um die Natur zu beherrschen,
oder sie auszubeuten, Ich bin selbst Natur!

(Hopi ) 



Sonnenaufgang…
Mit leichtem Gepäck wandern wir los, irgendwo haben wir einfach angehalten und das Auto geparkt. Gutes Schuhwerk und mindestens zwei Flaschen Wasser, ein wenig Obst, so hatte mich mein Begleiter angewiesen. 

Diesmal bin ich Schülerin in neuer Position, für einen Tag. Es ist wirklich kalt am frühen Morgen, der Atem wirft kleine Wölkchen, während wir nebeneinander den breiten Wanderweg folgen.

Ich bin unsicher mit jemandem an meiner Seite, den ich nicht kenne. Wieso ich hier wandere  und warum?! Das würde zu weit führen, gerechnet hätte ich damit im Leben nicht, gehofft lange schon....

Sonst bin ich diejenige die führt und lehrt, nun werde ich geführt und gelehrt. Nach Minuten des Schweigens fragt mich mein Begleiter, ob ich hier schon mal gewesen sei und ob ich mich auskennen würde. 
Ich antworte, dass ich in dieser Gegend schon mal war, aber ich mich nicht gut auskenne. Ich mag diesen Ort, aber die Wälder sind zu groß, als das ich mich zu Recht finden würde. 
Meine Antwort scheint ihm zu genügen, denn schweigend geht er weiter. Mir wird nach meiner Antwort erst  bewusst, dass ich mich nicht auskenne, der Wald ist fremd, wir haben weder Navi noch Kompass dabei. Wie gut, das ich zumindest meinen inneren Kompass und meine innere Uhr lange geschult habe.      


Der Weg führt uns auf einen Tannenwald zu und ich denke so bei mir, das es vielleicht langsam Zeit wird, diesen Weg zu verlassen, um nicht auf früh morgendliche Hundebesitzer oder Jogger zu treffen ,denn man kann die Straße noch in der Entfernung hören.
Kurz vor der Wald Schonung ,biegt mein Begleiter plötzlich nach links ab, diesen kleinen Pfad hatte ich kurz vorher auch gesehen und freue mich, dass wir dort entlang wandern, trotz erheblicher  Schlamm Menge.
Ohne ein Wort, geht es weiter über den Weg, der immer schmaler zu werden scheint. Zwischenzeitlich muss ich aufpassen, nicht auszurutschen, trotz guter Schuhe. Dann stehen wir in einer kleinen Fichtenschonung auf Moos. Kein Laut der Straße dringt mehr  an unsere Ohren und selbst die Schritte werden vom dicken Moos abgefedert.  
....Ruhe- pause. .....

Mein Begleiter fasst mit seinen Händen ins Moos und erzählt mir  von den Heilwirkungen des „ Green Pillow“ ( grünen Kissens)  und von der Vielfältigkeit der Anwendungsgebiete bis zum Speiseplan der Ureinwohner.    
Einiges kenne ich, einiges ist mir neu und ich höre fasziniert dem Deutsch mit Amerikanischem Einschlag, zu. Danach erzähle ich ,über die einheimische Verwendung des Mooses, der Harze und Bäume und wir tauschen uns aus darüber aus, endecken ähnliches.
Eine warme Energie entsteht zwischen uns und mein Unwohlsein lässt langsam nach. Die Kommunikation stimmt.
Ich spüre, wie ich entspannter werde. Wieder gehen wir lange schweigend weiter und treffen auf einen breiteren Pfad. Ich weiß nicht mehr, wie lange wir so schweigsam gingen,  da hörte ich den Schrei des Bussards über mir und bleibe spontan stehen, um „meinen“ Vogel am Himmel zu suchen. 

Mein Begleiter zeigt mit der Hand nach oben, während er mir mit seinen dunklen  Augen in die meinen sieht. Ich habe das Gefühl diesen Blick nicht ausweichen zu können. „Das da, das ist Deine Seele, die sucht …. ..that is  your  courier….“

Als ich nicht antworte, sagt er ;“ der da oben, das bist Du“. Dann dreht er sich um und geht langsam wieder weiter. Ich folge ihm. 

Nachdenkliche Stille. Schweigen.

Die Sonne erwärmt langsam meine Haut, es muss  früher Mittag sein. Mein Begleiter geht, mit dem Gesicht  zu Sonne gerichtet, durch das tiefgrüne Moos , bleibt vor einem Baumstumpf stehen, der wie ein Tisch zwischen den Fichten und Tannen hervorragt und nimmt seinen Rucksack ab. 

Die Sonnenstrahlen erleuchten die Lichtung in deren Mitte der Baumstrumpf wie ein Tisch steht. Ich sehe Federn, Kräuter, Schale, Feuer. Der Indianer deutet mir mit einer Geste an, das ich mich auf den Boden setzten soll und ich folge unmittelbar.

Die Erde ist kalt und feucht ,aber  das ist mir aber egal. Er begrüßt die Himmelsrichtungen in meiner Sprache  und dann in seiner. „Sing dein Lied für den Bussard“ meint er und er fängt an, im Sonnenlauf um mich herum zu gehen. Woher er das weiß,das ich ein Bussard Lied habe, kommt mir in den Sinn, aber ich frage nicht nach.


Ja, ich habe ein Bussard Lied. Ich schaue wohl doch etwas erstaunt, denn er fügt hinzu; „ summe es, singe es oder denke es, it does not matter. “ Gut, wenn  das Egal ist…. 
So singe ich leise vor mich hin, erst in Deutsch, dann in Englisch.” Und schaue  dabei in den Himmel nach oben.
Ich atme den Rauch von Wacholder, Salbei und Beifuss ein und noch etwas, was ich nicht zuordnen kann. Schon nach kurzer Zeit habe ich das Gefühl, der Bussard schreit wieder ganz nahe und mein Geist wird frei. Habe das Gefühl das mein Geist schwebt….         

Dann unterbricht mich eine leise Stimme:                                                                                                            
„ Du bist hier auf deinem Medicin Walk, gehe in Dich und konzentriere Dich auf die Fragen die Du im Leben  hast“ (Hier kann ich mich nicht genau erinnern, was im speziellen gesagt wurde, aber es kommt dem nahe) . 

...Pause- Rauch- Atmen-Summen....
Ein Arm hilft mir hoch und nun gehen wir hintereinander her, der Indianer vor mir und ich kann es kaum glauben, dass das hier so real ist. Er dreht sich um zu mir und sagt: „That's not important. Here or in your spirit..” ( Es ist nicht wichtig ob in der Realität oder im Geist) Mir läuft es wie eine Kältwelle den Rücken hinunter.  …


 
Während ich in einem gleichmäßigen Schritt verfalle , verschwimmen die Welten, ich habe das Gefühl alleine zu sein. 

…..gehen-atmen- gehen….. 
Ich stelle im Geiste meine erste Frage an meine Spirits und werde im Laufe der Wanderung auf mehrere Symbolische  Bilder in der Natur gestoßen. 

(*Meine Fragen sind sehr persönlich, es sei mir verziehen, wenn ich auf einiges nicht eingehen werde, wie ich auch nicht jedes Detail der Wanderung hier mitteile. *)

Immer wenn ein Pfad sich kreuzt oder gabelt, bleibt mein Begleiter kurz vor mir stehen und wartet auf mich. Dann geht es weiter. 
Gehen…atmen ….gehen….
Alles scheint mir unbekannt zu sein und fremd. Ich konzentrier mich auf meine Innere Frage und dann auf meine unmittelbare Umgebung und erhalte im Lauf des Weges meine Antworten darauf. 
Das Gefühl der Zeit löst sich auf und ich meine nicht mehr unterscheiden zu können, zwischen Traum und Wirklichkeit...

..gehen…atmen ….gehen. ...Stille…
Ich stelle meine Frage und finde die  Symbolische Antwort in der Natur. Einen in sich gedrehten Baum, als Einziger unter allen anderen. Mein Begleiter sagt nichts, nickt nur.
Eine Feder auf einer vertrockneten Engelwurz, wobei mein Begleiter sagt, dass die Pflanze in Kombination mit der Feder eine Rolle in der Antwort  spielt. 
Wir meinen beide, dass es sich bei der Feder um eine Eulenfeder handeln müsste. Ich fand mit seiner Hilfe die konkreten Botschaften beider Fragen….

Irgendwann kommen wir in einen Buchenwald und der Weg wird steiniger. Auf einmal habe ich das Gefühl das hinter mir etwas ist. Ein Gedanke von toten Menschen schießt wie ein Blitz in meine, bis dahin meditative entspannte Stimmung . Ich bin unmittelbar im Hier und Jetzt.

Wie erschrocken schaue ich aus meinem Inneren auf und mein Begleiter reagiert auf meinen Blick , bleibt stehen und sagt “ hier sind Menschen gestorben“ und ich bekomme  in diesem Moment eine  Gänsehaut, er hat das genauso gefühlt wie ich! 


Während ich neben ihm stehe, drehe ich mich nach links und sehe Mauerreste zwischen Bäumen. Er folgt meinem Blick und geht emotionslos darauf zu. Aus seiner Hosentasche krümelte  er ein wenig Tabak auf die Steine. Es benötigt keine Erklärung...
 
Seine Schritte verfallen dann aber wieder schnell  in den gleichmäßigen Rhythmus und ich folge ihm ohne Worte weiter. 

Nach einer Weile macht der Weg eine Biegung und wir stehen auf einer Ebene. Wie eine Steppen oder Graslandschaft. Wie an einem ganz  anderen Ort...das ist mein Gedanke.

Der Mann vor mir atmet mehrfach ein und aus und stemmt dann seine Hände in die Hüfte während er anfängt mit mir zu reden schaut er zum Horizont...

Dann erzählt er und stellt  Fragen. Aus der Stille heraus kommen mir meine Antworten erst einmal schwer über die Lippen…aber dieser Ort hat etwas erhabenes an sich, wie eine Zwischenwelt. ..

„Du hast  mich gut geführt. Nicht jeder kann das…“
Ich ihn?!  Das erstaunt mich.
Spontan frage ich nach. 


"Du gehst die Seelenwege... Deine und die der anderen. Du bist eine „Guardian of the spirit ways”. Dieses Land ist deine Seelen Heimat und du bist eine Guadian dieser Medicin Wege.....  der Heilwege. Die wirst du überall auf der Welt finden, aber in diesem Land bist du ganz besonders damit in Verbindung....”
Mir wird  ein wenig schwindelig und ich greife zu meinem  Getränk im  Rucksack, gebe der Erde was und trinke selbst ein Schluck, während ich ihm weiter zu höre oder eher lausche. 
(Gut das ein Baum da ist, um mich kurz anzulehnen, den ich habe weiche Knie. Vieleicht auch nur vom ganzen gehen....)

..."Auf zwei Botschaften für Dich werden wir gleich noch stoßen.." teilt mir der Indianer mit ,wärend er mir mit einer Geste bedeutet, nun weiter zu gehen. Die Sonne steht  schon merklich tief und ich hab keine Ahnung wo wir sind. Seine Worte hallen in meinem Geist auch heute noch nach, wo ich das hier schreibe und hinterlassen ein warmes und tiefes Gefühl zurück. 


Nun treffen wir auf einen breiten  Wanderweg und vor uns liegt eine Koppel. Pferdegeruch macht sich breit. “ Das da ist Deine Botschaft” sagt mein Begleiter, ohne auch nur zu wissen, was da auf der Wiese zu finden ist. Sie hätte auch leer sein können....und ich sehe es, ein Pferd. Ein indianisches Pferd!? 
Mein Begleiter streckt seine Hand aus und der Vierbeiner kommt auf ihn zu. Einen klitzekleinen Moment denke ich an “Versteckte  Kamera” aber verwerfe den Gedanken sofort wieder. “ Ein Indiansches Pferd ..?!..

"Die Botschaft aus diesem Symbol  muss Du für Dich und Dein Leben finden” . Ich bewege meine Hand ganz leicht über den Kopf des Tieres und weis was damit gemeint ist…
Das hier, das ist echt abgefahren...

Wir führen unseren Weg langsam fort. Kurz darauf sehe ich etwas mir bekanntes, ja jetzt gehen wir auf gegangenen Wegen! Ich weis, wo unserer  Ausgangspunkt ist. Ich drehe mich zum Hügel, auf dem Vier alte Eichen stehen in deren Mitte ein großer Findling zu sehen ist.Hier war ich ein vor Jahren schon einmal. Die Sicht ins Tal ist von dort aus super schön.
“ Die zweite Botschaft für Dich” sagt mein Nebenmann und erläutert: “ Das Bild der Eichen, alleine auf dem Hügel dort”.

Ich nicke und wir gehen weiter. Nicht mehr lange und wir sind  am Parkplatz, teile ich meinem Begleiter mit. 
Er bleibt stehen und dreht sich zur untergehenden Sonne. 

" Du folgst den Medicin Pfaden , deinen Roots, deinem tiefen Instinkt, der tief mit diesem Land verbunden ist. Das ist gut."  
...ein Augenblick für mich zum heulen....
Wir unterhalten uns noch eine Weile und ich genieße einfach noch die Aussicht und diese magische  Situation. 

Die Sicht ist zauberhaft , den das Abendlicht taucht alles in ein magisches Ambiente. Wärend wir unseren Weg dann fortsetzten ,überlege ich, wie ich ihn nun frage, was ich ihm zu bezahlen habe.

Nichts ist umsonst und ich weis, das er für seine spirituelle arbeit eine Bezahlung nimmt, genau wie ich für die meine. Ein wenig unsicher stelle ich ihm diese Frage dann und er schüttelt den Kopf. 

“Nein, ich will nichts, das hier, das war es wert, du hast mich geführt, nicht ich dich, wir haben heute beide was gelernt daraus. 
Ich nehme nichts von einer Spirit Woman.” 

Verlegen umarme ich ihn und weis nicht, was ich antworten soll.  Es ist der erste und einzigste Moment, an dem ich mich an diesem Tag richtig unwohl fühle. …

 Am Ende bin ich total erledigt...

Am Parkplatz angekommen,packe ich meinen Rucksack aus und schenke ihm mein gesammeltes Harz von diesem Tag und vier Poorlinge , außerdem findet sich noch ein Lochstein ( Hühnergott) in den Weiten meiner Tasche....

Wochen später halte ich einen Büffel aus Holz in meinen Händen.
  ( Blog Beitrag Büffel Medicin)....


Donnerstag, 22. Dezember 2011

Die geweihten Nächte

Nun erfüllt sich das Versprechen der Widergeburt, die längste Nacht liegt hinter uns. Die Dunkelheit ist gebannt und die Nächte werden nun wieder kürzer. Was tot schien und verloren, wird wieder erwachen.



In früheren Zeiten, als die uns umgebene Natur noch viel unmittelbarer erlebt wurde, hatten die verschiedensten Julrituale große lebenspraktische Bedeutung für die Menschen. Davon zeugt noch heute ein reichhaltiges Weihnachtsbrauchtum.



Es ist das Fest des Lichtes, der Hoffnung und der Versöhnung untereinander. Eigentlich hat sich an diesem Thema auch im Christentum nichts geändert. Den wilden Tieren wurde in Feld und Wald Futter gestreut und die Stämmeskämpfe wurden ausgesetzte. Kein Thing wurde einberufen, keine Spindel durfte sich drehen.

Das Herdfeuer, das eigentliche Heiligtum des Hauses wurde gelöscht, wie beim Tode des Sippenoberhauptes. Jeder wartete still, bis kein Feuer mehr brannte, erst dann wurde es neu entfacht.

Ein schöner Brauch ist bis heute erhalten gelblieben; das Familienessen zu den Feiertagen.

Der sogenannte Julschmaus. Das Julgelage geht zurück auf das altgermanische Opferfest, dessen Kerzen das heilige, den Sippenfrieden bestätigende und erdende  Mahl der Gemeinschaft bildete. Noch heute kommt zu diesem Anlass der Julhahn auf den Tisch.



Das Julessen bot außerdem eine  tiefe und ruhige  Besinnung in der Gemeinschaft und bildete den Mittelpunkt des Ahnengedenkens. Auch das Julbier galt als Ritueller Bestandteil des Essens und man trank auf das Gedächnis der Toten. Auch das Wildschein spielt dabei eine bedeutende Rolle. Der sogeannte Juleber, deshalb schenkt man sich heute noch zur Neujahr kleine "Glücksschweinchen" .


Es wurde dann für die Geister mitgedeckt, denn diese kamen mitten in der Nacht um sich ihren Anteil daran zu holen und segneten gleichermaßen das Haus und dessen Bewohner. Heute ist das im Brauch des Weihnachtsmannes ersichtlich, der mitten in der Nacht durch den Schornstein kommt ( Mittelpunkt des Hauses) um Geschenke zu bringen , aber auch um Milch und Plätzchen zu naschen. 
Der Jultisch blieb während der gesamten Feiertage gedeckt und die Zubereitung des Julschmauses folgte nach alten Regeln.

Dann folgt die Zeit zwischen den Jahren, der Zeit, in der alles stillsteht. Dies ist die Zeit der Übergänge, oft auch die Stille Zeit genannt oder aber die Zwölften. 


Das fruchtbare und schöpferische Chaos regiert und die Percht zieht um die Häuser. Es sind die Los Tage, eine Zeit voller Orakel und Mystik...


Ich wünsche Euch besinnlich-schöne Tage im Kreise Eurer Familie.


Montag, 19. Dezember 2011

Ritual der Winterwende...

Es war kalt und ein wenig windig, als wir uns am Sonntag Abend auf den Weg in den Wald machten.
Das Keuzchen begrüßte uns mit seinem magischen Rufen erneut. Niemand war hier mehr unterwegs....
Mit Freude stellen wir unsere Lichterspirale auf, in deren Mitte die Erdenmutter wartete und das Feuer der Kraft, welches wir neu entzünden wollen.
So luden wir die Kräfte der Himmelsrichtungen und die Götter ein, teilzuhaben an unserem Ritual.

Ein jeder Schritt , begleitet mit der Last des Jahres, in die Spirale hinein, bereichert  durch Rassel , Trommel und Gesang. Ließen wir los und ein jeder spann seine Magie, für das neue kommende Sonnenjahr. Und wir gebaren das neue Licht aus der Mitte heraus....
Wir baten um Segen der Götter  für die Raunächte und ehrten die kommenden Mutternächte.

Und als der Kreis sich wieder öffnete , da schneite es ganz leicht vom Himmel....
Wie eine andere Welt kam uns dann die Begegnung mit der Strasse vor und wir spürten die Schwelle, die wir soeben hinter uns gelassen hatten....

Leise rieselt der Schnee
still und starr ruht der See
festlich glänzet der Wald
freuet Euch
Julnacht ist heut!(bald)

Heut ist Sonnenwend Nacht
Chor der Elfen erwacht
horcht nur wie lieblich es schallt
freuet euch
Julnacht ist heut! (bald)

In den Herzen wirds warm
still schweigt Kummer und Harm
horcht nur wie Lieblich es schallt
Freuet Euch
Julnacht ist heut ( bald)
( Musik: Leise Rieselt der Schnee/ Text: Minerva )


Danke an die zauberhaften und kraftvollen Frauen!!!!!!!!!!

Samstag, 17. Dezember 2011

In Vorbereitung...

stehe ich jetzt, am Sonntag Abend begehen  wir das Sonnenwend Ritual. Wir werden im Wald unsere Last nach Innen tragen um im Außen etwas neu zu orden um neue Sichtweisen zu erhalten. Das neue Licht und die neue Lebensenergie wird aus der Mitte heraus geboren und jeder von uns trägt es in sich....


Es ist mir in diesem Jahr ein Anliegen alle Steine die ich angesammelt habe, jegliche Lasten loszulassen. Es ist ein wichtiger Schritt. Es ist schön, das wir in diesem Jahr die genau datierte Winterwende am 21. 12 im Hexenladen begehen, das ist ein gutes Ohmen für das kommende Jahr und ein guter Abschluss.

Einiges ist mir bewusst geworden, vorallen Dinge und Wege , die ich für mich einfach so nicht weiter gehen werde! Bzw nicht mit-gehen werde! Es gibt Entwicklungen die nicht mehr die meinen sind ....mein Glaube an die Göttin und den Gott werden weiter ein großer Teil meines Wege sein, ich wäre nicht hier, wenn das nicht so wäre.

Ich bin  niemand, der alles zusammen in einen Topf des Glaubens schmeist, nur damit ich mich nicht festlegen muss. Ich bin kein bequemer Vogel! Das wiederstrebt mir. Ich versuche mit dem lebendigen Schamanismus zu arbeiten und nichts einfach zu übernehmen. Ich will "bei mir bleiben"....

Mir bleibt Resümee zu ziehen...und ich muss sagen, trotz all den zauberhaften Dingen, die in diesem Jahr mir persönlich begegnet sind, bin ich froh das dies Jahr dem ende zu geht. Es  hatte nicht positiv angefangen aber der Göttin sei dank ist es gerannt und hat mich mitgezogen in seinem Sog und ich bin froh darum....

Einige sehr starke Erkenntnisse hat das Jahr gebracht, die weh getan haben und gleichzeitig sehr befreiend gewesen sind. Und ich bin nun mittendrin Türen zu schließen die nicht geöffnet bleiben sollten, wenn ich gehe. Und das fühlt sich ganz gut an. Manchmal muss man das einfach.

Ich habe vieles erlebt und mir sind neue Menschen begenet von denen ich lernen durfte und ich selbst durfte einges erkennen. Menschen haben von mir gelernt, ein Geben und Nehmen. Es ist ein gutes Gefühl helfen zu können aber auch selbst hilfe zu bekommen. Beides durfte ich erleben.

Es geht weiter und es geht so weiter, wie die Göttin es für mich vorgesehen hat...
Die Nornen haben ihre Fäden längst gesponnen!

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Hexensalben...

Nach langer Zeit habe ich heute einmal wieder Hexenwerk getan und Salben hergestellt. Bei Sauwetter , Sturm und der tollen neuen Kraft des Büffels fiel es mir leicht, mich Energetisch und Heilerisch zu betätigen.

Herausgekommen sind zum einen eine Fichtenharz-Honig Salbe die man als Wund und Heilsalbe wunderbar einsetzten kann und die die heutigen Nordamerikanischen Ureinwohner immer noch nutzen, wie unsere Vorfahren auch.

Dann eine Süß Duftende Freya Salbe, Erotisierend und zart zur Haut. Sie ist eher für liebliche Schwingungen und Liebesanziehung und duftet nachhaltig nach Rose, Vanille und einem leichten Minzaroma.

Dann noch eine Salbe mit Jahanniskrautöl, Drachenblutharz und Salbei. Als Schutzsalbe sozusagen, wobei sie für die Haut und Wunden durch ihre antiseptische Wirkung sicherlich nicht übel ist....

Wie kann man eine Salbe selbst herstellen?

Eigentlich ganz einfach. Ihr nehmt Olivenöl oder Mandel, Jojoba oder Johanniskrautöl, gutes Bienenwachs und evtl. Fichtenharz. Das wird im Wasserbad geschmolzen, ein wenig Experimentieren muss man schon, da die Salbe ja nicht zu fest aber auch nicht zu dünn sein soll.

Ich habe keine genauen Mengenangaben für Euch, da ich immer nur intuitiv arbeite und durch meine lange Erfahrung  weis, was ich  benötige. Man sollte aber immer ein Teil mehr Öl als Bienenwachs nehmen. 
Dazu gibt es aber auch im Internet  einige Rezepte  zum nachmachen.

Ich nehme immer gutes und sauberes, selbst gesammeltes ,frisches Harz ( Fichte, Tanne Kiefer) hinzu, es hat eine sehr starke Heilwirkung auf die Haut. Einen Teelöffel Bienenhonig hinzu...

Ich konzentriere mich solange auf die Energie und das Ziel der Sache, bis alle Teile komplett flüssig sind. Dann werden sie abgefüllt und müssen abkühlen. Danach werden die Salbentöpfe abgeraäuchert und rituell gesegnet....
Als Grundlage für Salben verwende ich Öl und Bienenwachs . Dazu kommen dann noch die entsprechenden ätherische Öle. 

Beispielsweise:
Jojobaöl: Es wird nicht ranzig und daher ist es sehr lange haltbar. Es wird sehr gut von der Haut aufgenommen.
Mandelöl: Es wirkt pflegend und riecht auch sehr angenehm.
Olivenöl: Am besten kaltgepresstes ist sehr gut geeignet für Kräuterauszüge und lange haltbar.
Sonnenblumenöl: Ist eine günstige Variante und kann auch verwendet werden.

Bienenwachs: Ist sehr hautfreundlich und duftet gut
Kakaobutter: Ist eine gute Zusatzfettung
Sheabutter:  Ist ein mildes Fett.
Lanolin/Wollwachs: Ist sehr weich und hat eine gute Emulgator Wirkung.

Hinzu kommen jetzt noch entweder die ätherischen Öle oder aber getrocknete Kräuter.
Salben Grundrezept:

100 ml Öl und ca 20 g Bienenwachs und ca. 1 Handvoll Kräuter und/oder tropfenweise Öle bis der Duft angenehm ist.

 Hier ein Rezept für eine magische Salbe:
Minervas Freya Hexensalbe:
Wenn jemand das Herz eines anderen erobern möchte so sollte er sich mit der Salbe einreiben. Oder eine Erotische Anziehung benötigt.

Grundlage auf ca 50 g Salbe ( wie oben)
Vanille 4 Tropfen
Rose 2 Tropfen
Minze 1 Tropfen 

Wund und Heilsalbe:
etwas weniger Bienenwachs, dazu etwa ein Haselnuss Großes Stück frisches Fichtenharz. 
1 Tl Manuka Honig ( Wundheilend) und evtl noch 2 Tropfen Salbeiöl.
Wer mag, kann im Hexenladen danach fragen. 

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Büffel Medicin

Ich kam vor ein paar Tagen zu ihm , wie die Jungfrau zum Kinde...tataa!!  

Ein kleines Geschenk mit großer Wirkung, das ich annehmen musste.  Ich hätte es nicht ablehnen können!

Ich gestehe, ich habe eine Weile gebraucht um zu begreifen, das er für mich war. Was habe ich mit einem Büffel zu tun?! 
ICH??!!! Ich gebe zu, er sieht nicht mehr neu aus, alt ist er, Uralt! 
Das hat man mir gesagt. Beide Hörner sind ganz leicht ramponiert, nicht mehr so spitz. Er scheint schon ein Alter Haudegen zu sein, ein altes Tier. Aber gerade das macht ihn sympathisch, finde ich. Mitlerweile habe ich mich mit ihm angefreundet. Ich muss zugeben, seine Energie war mir erst sehr fremd...

Was sollte er mir genau sagen bzw. was wollte der Büffel von mir?! Ich alte Nordfrau. Warum bekomme ich einen Büffel geschenkt?!
Soll das heissen, das ich stark sein soll? Oder das ich zu schwach bin?!
Oder das ich nichts erzwingen sollte, oder nicht mit dem Kopf durch die Wand brechen...?? 

Ich meine ,er hat seinen Kopf nach unten gerichtet, gleichzeitig wirkt er aber nicht sehr gefährlich, eher erhaben....
Will er mir sagen, das beständige Kraft eine Gute ist...?? 

Nun, es wurde mir geraten; "verbinde Dich mit der Büffelmedizin, mit seinem Geist. " 
Gut. Aber wie?! Heute  habe ich es gewagt...
für ihn geräuchert und getrommelt, gesungen und gebeten ,der Spirit möge in ihm Platz nehmen... 
Irgendwann im laufe des Rituals veränderte sich mein trommeln und ich wusste, er war da!


Ich darf nun die Büffelkraft, die ja eher eine Männliche ist, begrüßen ,in meinem Umfeld der Geister. 

Ein Spirit nahm Platz in der Büffelstatue aus Holz, wobei ich mir eigentlich nicht sicher bin, ob da nicht schon ein Geist drin war, der nur wartete das ich ihn neu aktivierte...warum sonst hat er mich gewählt?!


Nun hat er Platz genommen ,im Zauberzimmer, bei den anderen Geistern von Reh, Fuchs oder Bussard...
Wer weis, was er mir noch erzählen kann.