Mittwoch, 2. November 2011

Samhain mitten im Wald...




Stockdunkel lag der Wald vor uns, wie ein gerader Strich führte uns der Weg hinein in den Wald, abseits der Straße, deren Lärm uns noch lange verfolgte.


Acht Menschen, darunter sechs Frauen und zwei Männer, wir  Frauen in langen Mänteln, die Männer fast schon wie Gevatter Odin gekleidet, beide mit Hut und Stock. So schritten wir auf unsere Ahnenverehrung zu. Im letzten Jahr war es kalt, windig und still gewesen, in diesem Jahr war es mild und wohl auch deswegen gelassener die allgemeine Stimmung.


Irgendwann erwähnte Claudia, sie habe das Gefühl jemand begleite uns und nicht mal drei Minuten später gab es einen gewaltigen „PLOP“ und aus dem mitgenommenen Met zum Anstoßen, flossen die ersten Tropfen auf den Weg. Wir waren uns alle einig, das hatte nur ein ungeduldiger Geist machen  können, der es einfach nicht erwarten konnte davon zu kosten, was zur allgemeinen Heiterkeit führte.



Wie schön war es, als wir alle, umrahmt von Kerzen unter einer alten Buche im Kreis standen.  Noch ganz angetan von diesem Moment,da schrie plötzlich ein Käuzchen und  als wäre es nicht schon genug, ertönte ein UHU mit lauter Stimme aus dem Winkel des Waldes…habt ihr schon einmal einen Uhu rufen gehört? 
Mitten in der Dunkelheit?! 
Ihr könnt hören, wie er sich bewegt, wie er fliegt um dann wieder zu rufen. Es war wirklich magisch!

Ahnenvogel ist er. Und so nahmen wir seinen Ruf zum Anlass anzufangen. Und als die Elemente gerufen, die Alten Geister beschworen und der Kreis der Ahnen vollzählig war, da wurde es ganz still um uns her. Kein Wind, kein Rascheln, kein Uhu….

Jeder vernahm die Botschaft seiner Ahnen und seiner Tierischen Begleiter. Als ich meine Karte zog und die meines Mannes später lesen durfte musste ich nur leise lächeln, so klar und deutlich war es. Wer über unsere Situation weiß und mit welchen Gedanken wir spielen, der versteht die Botschaft der Tierkarten. Sie ist eindeutig. Ich bekam den Lachs, wärend mein Mann den Fuchs zog.


Als wir dann unsere Ahnen entließen, den Kreis aufhoben und auf das neue Jahr anstießen, da ertönte der Uhu und gleichzeitig lachte das Käuzchen. Ich scherze hier nicht, es lachte. Und wer es nicht glaubt, ich habe sieben Zeugen…

alles in allem eine kraftvolle Nacht , voller Magie ,mitten im Wald, die keiner der Anwesenden, mich eingeschlossen so leicht vergessen wird....

Ach, zur weiteren Belustigung der Anwesenden gestaltete sich die Suche nach dem Korken, der nach dem "PLOP",nicht mehr aufzufinden war. Nachdem der Met getrunken, der Wein geopfert, das Brot gebrochen war, tauchte in dem  Beutel, den ich mit kleinen Kürbissen für die Teilnehmer gefüllt hatte, der Korken wieder auf. Das Erstaunen war groß, war der Beutel doch zugezogen....

So gesellte sich zwischen Käutzchen und Uhu noch ein sehr ungeduldiger, frecher Ahnengeist, der für unsere Belustigung sorgte...

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