Freitag, 7. Oktober 2011

Wege der Natur II...

 Wie kann ich Bäumen, Quellen und Pflanzen gegenüber treten?

Ganz einfach; durch Ver-ehrung und Ehr-erbietend an das Sein. Eine Pflanze ist Bewusst, sie lebt und atmet. Eine Quelle hat einen Geist, ein Innerstes, einen Ursprung, sie ist der Ursprung!

Wie rede ich mit ihnen? Das ist nicht ganz so einfach, denn um zu kommunizieren, muss ich eins mit ihnen werden, eins mit der Natur um mich herum. Ich muss mich öffnen, reinigen und von meinem inneren ins äußere schauen. Die Kraft dahinter wahr-nehmen, für Wahr finden! Muss mich seherisch auf sie einlassen und das eigene Ego verlassen.

Ich habe in meiner langjährigen Erfahrung festgestellt, dass Aufenthalte in der Natur (umso einsamer, um so kraftvoller) eine Reinigung des Geistes bewirken. Sachverhalte klären sich, deren Wichtigkeit nimmt ab. Wir reinigen uns von Unwichtigkeiten, von Wünschen und eingefahrenen Vorstellungen. In der Konzentration auf unsere Ur -sein. Und wenn ich zulasse- dann verändere ich meinen Blickwinkel, stelle fest; Natur und das Ich sind vom selben „SEIN“. Dann findet eine Initiation statt….

Unsere Moderne hat die Natur vergessen. Viel von dem  überlieferten Heilwissen der Urvölker ist unabdingbar verloren. Die Westlichen modernen Völker haben die Wege zur Unterwelt hermetisch abgeschlossen. Der Mensch redet nur mit Menschen, nicht mehr mit Steinen, Pflanzen oder dem Meer. Was ist nur passiert?!

 Viele fühlen sich nur noch im Innern wohl, im Innern des Selbst oder im Innern ihrer vier Wände. Heilung findet in sterilen Zimmern statt, anstatt dort, wo die Seele zu Haus ist; tief in der Natur in uns selbst und im Ur Wald.

Aber in den aufsteigenen Nebelschwaden, im Sturm der Wellen oder den herabfallenden Blattwerk liegt so viel Heil für die geschundene Seele. Aber erst einmal muss der Moderne Mensch wieder lernen Mitgefühl zu entwickeln, Mitgefühl für die Meere, die Winde und die Pflanzen. Die Tiere sind als Lebewesen schon im Gefühl enthalten, viele jedenfalls.


Die Natur ist unser Sein- wir müssen wieder lernen Natur zu sein!

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