Donnerstag, 6. Oktober 2011

Natur Wege....

Es gibt immer zwei Welten, die eine des magischen Augenblicks und eine andere, die des rationalen und zu getexteten Bewusst-seins. Wichtig für mich ist, sich in beiden Welten zu bewegen.

Das "Schamanentum" ist keine Religion, eigentlich ist es neutral und basiert einzig und allein auf dem Wissen der Verbindung der Natur, mit allem was lebt und lebendig ist. Ob man dort zusätzlich noch Keltische Götter oder Gemanische Ansichten verehrt, ist ganz uns selbst überlassen. Ich persönlich benötige diese  Religiöse Struktur der Göttin, die mich begleitet und so oft schon geleitet hat. Sie trägt mich und gibt mir Halt.

Habe ich noch in den Neunzigern in einem Wicca Zirkel gelernt, bin ich heute weit davon entfernt mit Silberschüsselchen und „Güldenen „Kelch in Ritualgewandung durch den Wald zu schweben. Magische Rituale spiegeln sich für  nicht in vorgegebenen Sprüchen und Anrufungen, sondern eher in der Leere des Kreis Inneren  und in stillen Gebeten und der Harmonie der Verbindung zur Mutter Erde wieder. Magie ist die Stille dazwischen...meiner Meinung nach. Nur ein leerer Kessel, kann gefüllt werden.

Meine Meinung nach hat Kompetenz weder etwas mit Kleidung, Schmuck noch mit Hilfsmitteln zu tun. Wobei ich kraftvolle Rituelle Begleiter wie Trommel, Rassel oder Stab nicht missen möchte und die Gegenstände des  „Schamanisch Arbeitenden „Seminarleiters  sehr beeindruckenden Energien aussendeten. Diese Ritualgegenstände bedeuten für mich, eine Verbindung zur Urkraft  und zu den Göttern, die Trommel ist mein Telefon, mein Kommunikationsmittel sozusagen.

Schamanentum ist eine Lebenseinstellung und das ewige Zyklische Denken und Handeln. „Hexentum“ heist dann für mich weiter, zusätzlich noch das aktive magische Eingreifen in die eigenen Lebenssituationen, in Verantwortlichkeit mit seinem Umfeld.( Bedenke was du dir wünscht…)  Das Leben ist steuerbar, nicht alles zwar, aber sehr viel davon.

Ich habe für mich gelernt, wenn man eine positive Lebenseinstellung hat und eine Struktur des Vertrauens in seinen Glauben, gepaart mit der Magie des Alltags geht einiges einfach leichter. ( Luisa Francia; Zaubergarn/ Die Magie des Ankommens)


Schamane oder Hexe wird man nicht in einem Seminar oder durch ein Zertifikat XL, auch eine Begleitende Ausbildung macht noch keine Hexe aus einem. Das Leben selbst ist es, die Erfahrungen und die Höhen und die Tiefen. Die Arbeit mit den Naturgeistern, das Erleben von Energien und das fühlen des Urinstinktes. Nicht umsonst erfuhren die Druiden Schüler eine zwanzig Jährige Ausbildung. Wichtig ist das " tun" und die Erfahungen mit dem Naturritual, die wir machen. Nur aus den Kontakten mit der Anderswelt und ihren Ebenen , wird die Hexe oder  der Schamane geboren....

Das  Weltbild, eingebetten in die Mutter Erde, nicht auf einem Sockel darüber , sondern Teil der allesumfassenden Magie der Natur, ist das Weltbild der Schamanen. Das Böse schlechthin, in Form eines Dämons oder Teufel gibt es nicht. Genausowenig ist alles nur reine Liebe.

Das Böse oder negative schlechthin, existiert in tausend Kleinigkeiten um uns herum. Um jeden von uns. Aber das wahrhaft Böse ist gar nicht so böse, sondern nur eine Entwicklung.
Das Böse ist so gut, wie das Gute und das Gute so schlecht ,wie das Schlechte. Es kommt immer darauf an, was wir selbst aus dieser Energie machen. Sich in einer schlechten Situation, als leidendes Menschlein zu ergeben, hilft da nicht weiter und macht die Ausgangslage nicht besser. Ein Unfall, eine Krankheit ist nicht einfach nur schlecht, sondern nur schlecht, damit wir uns anders besinnen.

Tun wir etwas schlechtes, neiden wir, reden verwerflich, sind ungerecht, so werden wir von einer anderen Perspektive daraufhin gestraft. Oder wir werden dahingebend getrieben, uns durch eine Krankheit wieder auf die eigene Mitte zu besinnen, statt anderen hinterherzulaufen. Helfen wir, sind wir da, reichen wir die Hand, so wird uns auch geholfen und wir erfahren Gutes wieder an anderer Stelle.


Das Böse zu erkennen, als das eigentlich  Gute, gelingt nur dem, der sich zutiefst in ihr fallen lässt und  seinen Maßstab von " das ist  gut "und  " das ist schlecht"  schlichtweck auflöst. Begegne deiner Angst, so kannst du sie lösen!



Ich sehne mich selbst zurück in die Urnatur. Unsere Moderne Kultur ist einengend und krankmachend. Ich selbst sehe mich in diesem Sinne deswegen nicht als Heilerin oder Heilbringerin. Ich bin eher diejenige, die einem anderen Menschen  schwimmen lehrt, aber du  schwimmst dann aus eingener Kraft weiter. Den Urinstinken lauschen, vertrauen und daraus lernen, das kann man aber nur in der Stille der eigenen Seele!

Natur selbst ist Heilung, wer zur Natur wird, heilt von selbst. Wer den Herzschlag der Mutter Erde fühlt, weis von den Pfaden des Unbewussten.
Ich bin lediglich Begleiterin aber keine Heilerin, denn die Menschen, die ich unterstütze heilen sich eigentlich selbst. …

PS:
Wer mag, kann mal auf die Fotos klicken und diese somit vergrößern. Was lösen die Begrifflichkeiten bei Dir aus??! Wenn Du magst, kannst Du es mir mitteilen!

1 Kommentar:

  1. Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Sehr schön geschrieben. es ist ein langer Lernprozess dahin zu kommen, dass Magie nur aus einem selber kommt und nicht aus Anleitungen und streng angeortneten Ritualgegenständen...Die Magie des Augenblicks zu erkennen und für z.B.wenn man an einem Fluss vorbeikommt, einem spontanen Wasserritual zu nutzen, nur mit den "Hilfsmitteln" die einem auch dort vor Ort zur Verfügung stehen..... :-)

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