Montag, 26. September 2011

Pan,,. oder der Herr der Wälder...


Der Gott oder der wilde Mann des Waldes

Er ist ein zärtlicher Gott der Liebe und der Sexualität, zugleich symbolisiert er jedoch auch die Macht des Verstandes und die ungebändigte sowie wilde Kraft des Jägers. Er stellt den gleichwertigen Gegenpol zur Göttin dar und ist ihr Gefährte. Zu dem ist er die Verkörperung des männlichen Prinzips, welches jedoch nicht mit den Werten unserer Gesellschaft vergleichbar ist.

Wir Naturreligiösen Menschen bezeichnen ihn auch als den „Gehörnten“. Diese Aussage bezieht sich auf seine Hörner, welche ein Ausdruck seiner Verbindung zur Natur und zum allumfassenden Sein sind. Meist ist es ein Hirschgeweih.

Der Gehörnte repräsentiert, so wie die Göttin den Mond darstellt, die wärmende sowie Licht spendende Sonne. Zu dem wird ihm die Zeit des Schwarzmondes zugeordnet, in welcher die Kraft der Sonne jene des Mondes überschattet.

Er ist der Reisende, der  auf den Pfaden des Jahresrades wandelt. Er ist die Macht aus allem, was geboren und dann doch wieder  zerstört wird, damit neues entstehen kann. Er ist der sterbende, hingebende Gott, der sein Leben opfert, damit sein Tod der allumfassenden Lebenskraft dienen kann. 

Er ist der Jäger, der tötet aber auch getötet wird. Seine ungezähmte Kraft, steht immer im Dienste des Lebens. Als Jäger steht der Gehörnte zu dem für die Suche, die Suche nach allem was ist, unabhängig davon, ob sie körperlich, geistig, spirituell, künstlerisch, wissenschaftlich oder gesellschaftlich bedingt ist.

Der gehörnte Gott ist frei von männlichen Verhaltensdogmen des Patriarchats, welche von dem Erlangen von Macht und Ruhm sowie dem Einnehmen der Vaterrolle geprägt sind. Er ist zugleich Kind und Vater in einem Wesen, vereint diese Kräfte und ist daher frei von den diktierten gesellschaftlichen Normen.

Der Gott der Heiden ist die heilige, tiefgründige Kraft, sowie die unbändige, jedoch nicht gewalttätige, Form der Sexualität. Dies geschieht jedoch immer im einvernehmen beider Polaritäten, denn der Akt sowie der Körper ist heilig. Das Ziel ist nie die Beherrschung des anderen, sondern immer die gemeinsame Verschmelzung. Die Sehnsucht und Begierde des Gottes besteht darin sich mit der ursprünglichen nährenden Kraft der Muttergöttin zu vereinen, nicht sich diese Macht Untertan zu machen.

Obwohl der Gehörnte die unbändige sowie animalische Kraft der Sexualität repräsentiert, steht er ebenfalls für die Macht des Verstandes und des Geistes. Diese gegensätzlichen Kräfte werden hier nicht als Widerspruch wahrgenommen. Der wärmende Gott ist in der Lage sein körperliches Verlangen nach Vereinigung in intellektuelle Neu- sowie Wissbegier umzuwandeln. 


Er ist frei, ungezügelt und wild. Zu gleich ist er jedoch sanft, zärtlich, einfühlsam und wissensbegierig. Er ist die Vereinigung von patriarchalischen Gegensätzen, welche jedoch keine sein müssen.




Offenbarung des gehörnten Gottes
 Höret die Worte des gehörnten Gottes,
die Musik dessen, der mit seinem Lachen den Wind rührt,
er dessen Stimme die Jahreszeiten ruft:

Ich bin der Herr der Jagd, die Kraft des Lichts
die leuchtende Sonne zwischen den Wolken,
das Geheimnis der Flamme.

Ich rufe eure Körper sich zu erheben und zu mir zu kommen,
denn ich bin das Fleisch der Erde und all ihrer Wesen.
Durch mich müssen alle Dinge sterben und
mit mir werden sie wiedergeboren.

Lass meine Verehrung im singenden und tanzenden Körper sein,
denn sieh, alle Handlungen der Feiern sind meine Rituale.

So  seien Mut und Zweifel,
Freude und Trauer,
Liebe und Wut,
Leidenschaft und Friede  mit dir.

Denn auch sie sind Teil des Geheimnisses im Innern.
In  mir sind die Endungen aller Anfänge,
und die Anfänge aller Endungen.

Von Doreen Valiente



Gebet des Gottes: 
Feuriger Gott,
König der Götter,
Herrscher des Lichtes,
Bewahrer der Freien und Wilden Tiere.
Vater von Frau und Mann,
Geliebter der Mondgöttin.
Du gibst Deine Kraft der Erde, damit Frucht und Korn alle nähren kann.
Du bist Wächter der Wälder und Wilden Gefilde.
Die Vögel der Lüfte singen Deine Lieder.
Durch Deine Liebe dreht sich das Rad von Tod und Wiedergeburt
denn durch Deinen immer wieder kehrenden Tod,
entsteht wieder neues Leben
Du bist in uns, denn wir sind Deine Kinder.
Sei gesegnet!

Kommentare:

  1. was für schöne Texte, da fühl ich mich zuhause.

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  2. Ich hab ja öfter mal meine Probleme mit dem männlichen Prinzip, dem gehörnten Gott, aber das bringt mir den Gott etwas nähr. Danke <3 LG Atorka

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