Dienstag, 2. August 2011

Lammas am Hexenstein

Ziel meines Ernterituals, war der sagenumwobene Hexenstein, der  auch als  Opferstein bekannt ist.
Zahlreiche Sagen und Spukgeschichten in unterschiedlichen Versionen sind vom Hexenstein überliefert.

Es ist nicht zu sagen, welche Variante der Wahrheit am nächsten kommt, aber spannend sind sie alle. 
Immer wieder werde ich auf solche „ einsamen Kultplätze „ gestoßen, vielleicht um sie wieder zu aktivieren, wie meine Freundin glaubt. Dieser hier liegt ,wie immer, in dem Fluggebiet der Elster;



Mystische Vertiefungen sollen von Hufen und sogar von Kinderfüßen stammen und Kratzspuren von Hühnern sollten es gewesen sein, die die kleinen Schalen in den Stein gehauen haben. Ja klar!

Natürlich ist das nicht so, unsere christlichen Vorfahren konnten es eben nicht anders erklären. So entstand unter anderem eine  Sage von einem Bauern, der den Stein als Stufe vor seinem Stall missbrauchen wollte und bitter dafür bestraft wurde: Sein Vieh veränderte und auch die Kinder wurden krank, so das er den Stein wieder an den Ort brachte, wo er her kam. 

Später dann wurden Predigten auf demSchalen Stein abgehalten, was üblich ist, um einen Heidenplatz zu bannen ( wir sind ja sooo gefährlich!) bis der Stein in Vergessenheit geriet….



Unterschiedliches ist über die Herkunft des Steins bekannt. Eine Datierung fehlt gänzlich. 
Trotz ausgiebiger Untersuchung wurde das Rätsel des Hexensteins jedoch nicht gelöst.
Wahrscheinlich ist es aber, das er heidnischen Ursprungs ist und eine alte Kultstätte als Markung gedient hat.  
Häufige Deutungen von sogenannten Näpfchen oder Schalensteinen sind:
  • Fruchtbarkeitssymbole
  • Kalender, astronomische Zeichen
  • Mörser zum Zerstoßen von Mahlgut
  • Spuren von Feuerbohrstellen
  • Sternbilddarstellungen
  • Wegweiser, Wegzeichen
Am häufigsten findet sich in der Fachliteratur aber  eine Deutung als Opfergefäße.
Nach anderen Berichten waren Schalensteine Naturaltäre, auf denen verschiedenen Gottheiten, die mit Fruchtbarkeitskulten in Verbindung standen, Nahrungsmittel, Blumen oder Räucherpflanzen dargeboten wurden. 


Und so habe ich es auch gehalten. Ich bin dreimal im Sonnensinn um den Stein, als Ehrerbietung an die Ahnengeister. Dann habe ich Frau Holles Blut, Mehl und Honig in die Schälchen gefüllt. Merkwürdigerweise habe ich bei  zwei der Schälchen eine rote Färbung war genommen, sie war sehr deutlich für mich und meinem Mann zu erkennen. Dann habe ich geräuchert und meine Lammas Gaben dargebracht. Als Schutz  Segenswunsch, für die vielen Neuerungen die auf uns zu kommen. Dazu hatte ich  zustäzlich ein Hexenbeutel angefertigt, den ich an diesem zauberhaften Ort gelassen habe.


Als ich mich dann auf den Stein, mit dem Gesicht gen Osten, setzte , war das ein sehr Erdiges Gefühl und die Energie durchzog meinen ganzen Körper! Auch war sie danach noch sehr lange fühlbar. ….eine sehr schöne kraftvolle Erfahrung! 

Auf dem Rückweg machten wir noch Halt bei lieben Freunden, wo ein Lugnasadh Grill Essen auf uns wartete...und auch heute Abend werden wir mit Freunden zusammen sitzen und den Sonnengott und das Hochfest des Sommers feiern!...

*Gesegnetes Lammas *




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen