Samstag, 2. Juli 2011

Heimatkunde der Elster ...



Meine Heimatort  gehört landschaftlich zum Ardeygebirge im östlichen Ruhrgebiet. Im Süden wird das Gebiet durch die Ruhr, im Norden vom Emschertal begrenzt. Weiter in Richtung Dortmund Stadtmitte folgt der so genannte Dortmunder Rücken. Auf diesem Hügel befinden sich die Westfalenhalle, das Westfalenstadion und der Westfalenpark. Die heutige  Dortmunder Innenstadt  selbst  befand sich vor Jahrtausenden in einer Senke mit einem hohen Anteil an Quellen und Sumpfland.


Nördlich der Dortmunder Innenstadt beginnt bereits die norddeutsche Tiefebene mit dem Münsterland. Die Grundform der Landschaft bildete die Steinkohlenzeit.





Im Süden meiner Heimat, dort wo ich wohne, verlief die sogenannte Kohlengrenze, zwischen einem gewaltigen Gebirge und einer riesigen Mulde, die sich bis in die heutige Nordsee erstreckt. In vielen Millionen Jahren füllte das Geröll dieses Gebirges die Mulde langsam wieder zu.



Dabei wurden mehr als hundert Mal die hier befindlichen Waldmoore mit ihren riesigen Bäumen überdeckt. Aus diesem Holz der Wälder entstanden die Kohlenflöze..  



Das so entstandene  Steinkohlengebirge erreichte bei uns eine Höhe vom 1000 Metern. Wind und Wetter trugen dieses Gebirge wieder ab. Heute wird es  „Ardeygebirge“ genannt und  ist nur noch ein winziger Rest. 


In der Nähe der  Hohensyburg ist das Gebirge  noch 254 Meter hoch. Das ist  Dortmunds höchste Erhebung. Die Hohensy (ff)burg. Ehemals Kult und Opferstätte  der Germanischen Göttin Syff, wie der Name schon verrät. Später dann von Karl dem Großen erobert und mit einer Kirche versehen worden. Heute eher durch das Spielcasino bekannt.



Vor 600 000 Jahren schob sich das Eis von Norden in Richtung Süden. Norddeutschland wurde vom Eis bedeckt. Die Gletscher stießen bis in den Dortmunder Süden. Das Ardeygebirge stoppte es und Riesenhafte  Mengen von Geröll aus Skandinavien und Sand aus der Ostsee wurden bis hierher befördert.

 

Nach der Eisschmelze glich  ganz Norddeutschland  einer Sand- und Geröllwüste ohne Baum und Strauch. Gewaltige Stürme konnten ungehindert darüber hinwegbrausen. Die leichten Staubteilchen wurden hochgewirbelt und lagerten sich an den Hängen der Mittelgebirge ab. So wurde auch das Ardeygebirge mit einer viele Meter dicken tonig-kalkigen Schicht bedeckt.



Das wurde  ein sehr fruchtbarer Boden. Durch die vorherrschenden Winde aus Westen wurde dieser aber wieder  im Ardeygebirge abgetragen und lagerte  sich  dann in  der Soester Börde ab.


Auch durch Regen wurde die fruchtbare Schicht abgeschwemmt. An vielen Stellen tritt deshalb das Grundgestein aus der Steinkohlenzeit wieder zutage.  



Besiedlung meiner Heimat begann schon in der Steinzeit
Wann das Ardeygebirge besiedelt wurde, ist unklar. Vor einer regelrechten Seßhaftmachung durch Kelten und Germanen müssen aber bereits Menschen hier gelebt haben.

Beweis dafür ist ein Beil aus Feuerstein aus der Steinzeit. Es wurde 1938 im heutigen Rombergpark gefunden. Ein Findling aus dieser Zeit ist noch im heutigen Westfalenpark zu sehen.




Die  Drachenwege…

Auch eine frühere Bezeichnung der heute noch bekannten Hellwege,  die jedoch nicht unbedingt zu Handelswegen ausgebaut worden sein mussten . Unter den Hellwegen laufen sogenannte Drachenlinien.Diese Linien werden heute gerne a auch Leylines genannt. 

Viele sagen zu diesen Linien   heute "Wachstumslinien", denn sie sind keine Erfindung des Menschen zum Zwecke  der Verbindung von Nachrichtenstationen untereinander, sondern ein natürliches irdisches Phänomen,  das in der  Radiästhesie auch unter dem Begriff "Drittes Gitter" bekannt ist. 


Die Betreiber  des Nachrichtennetzes wussten jedoch anscheinend schon damals,  um verschiedene Phänomene, die dem  "Dritten Gitter" eigen sind, und  nutzten diese geschickt.

Die Sichtlinien zwischen den Stationen sind virtuelle  Linien, die nur manchmal in Form von gut sichtbaren  Hell-wegen manifestiert wurden, beispielsweise im Leistruper Wald bei  Detmold.
Die Bezeichnung Drachenlinie ist angelehnt an den Drachen, der erst  in christlicher Zeit zu einem  Ungeheuer gemacht wurde. Vorher war ein Drache keinesfalls so gefährlich, wie er hinterher  dargestellt wurde.


In Europa  ist  das Wort Lei häufig in Ortsnamen manifestiert .Beispiele finden wir genügend: Leistrup = Lei-Dorf; Lay, Leyhe, Schley, Ardey, Loreley usw. Die Lei-Punkte waren früher Steinmale, ( Findlinge, Steinkreise, Hünensteine ect.) die zur  Kennzeichnung von Fernwegen  gesetzt / genutzt  wurden. Im Chinesischen heißen diese Steinhaufen heute noch Lêí.


Bei der  Bezeichnung Hellweg lese ich oftmals die Erklährung es werde als  Heer- oder Salzhandelsweg  gedeutet. Diese Deutung geht jedoch völlig am Sinn  der  Bezeichnung vorbei, auch wenn einige dieser Hellwege (in späterer Zeit) zu Fernhandelswegen bzw. -straßen ausgebaut worden sind  und im Konfliktfall durchaus auch als Heerweg fungiert haben können.  Fakt ist, diese Wege sind Uralt.

Es könnte Weihe Wege der Göttin Hel gewesen sein, Totenwege. Die dann, später, auch zu Handelszwecken umgerüstet wurden.

Fliegen   wir über  den bekanntesten Hellweg - die heutige B 1 - , so finden wir eine Reihe von  Lichttürmen oder Hellewarten entlang der alten Straße, und sie waren ausschlaggebend für die  Bezeichnung  dieser Straße.  Wenn die Elster über der alten B1 Richtung Soest und weiter reist, stellt sie fest, dass der alte Verlauf der Straße immer von Kirchturm zu Kirchturm gewesen sein muss. 

Auch sogeannte „Warten“ spielen eine große Rolle dabei. Ein Beispiel ist die Haxter Warte (südöstlich  von Paderborn) mit ihrem ursprünglichen Namen „Lichten Turm“.


Die Straßen der Hel führten  ursprünglich einmal von  Steinmal zu Steinmal. Es ist belegt, dass es damals üblich  war, Steinhaufen als Marksteine zu verwenden. Diese waren Wegweiser und gleichzeitig Erkennungsmerkmal.  Mit fortschreitender  Zivilisation aber entwickelten sich diese  Steinhaufen zu kleinen Tempel Gebäuden, später dann zu Kirchen.


Als Karl der Große dann an jeder „Markung“ eine Soldaten Garnison gründete, um die letzten Heiden zu bekehren, wurden dort aus Tempeln Kirchen und Kathedralen.
Obenauf befanden sich goldene Kugeln, die als Kennzeichen dienten. So wurden die Kirchtürme zu den Signalstationen.
Ab und an kann man heute noch diese goldenen Kugeln auf Kirchtürmen entdecken. Diese Kugeln sind wahrscheinlich ganz einfach das ehemalige  "Zunftzeichen"  der  Lichtsignal-Leute, das der Einfachheit halber übernommen wurde, und dessen Ursprung  in Vergessenheit geriet.

Viele der alten Kirchen zeigen zudem noch  den "gallischen Hahn" auf der Turmspitze. Auch das ist ein altes heidnisches Symbol. Nach dem Hahn (= gallo= Gallier) wurden ehemals die  Kelten  von den "Römern" benannt  . 


Angeblich wohl wegen ihrer rostroten Haare, die an das Federkleid eines Hahnes  erinnern sollen. Vielleicht aber eher wegen ihrer sprichwörtlichen „Starrsinnigkeit“ und ihres Stolzes. Die  ältesten Kirchen am Hel-lweg  sind jedenfalls offenbar okkupierte Signalstationen. 

 Und so fliegt die Elster immer gerne über das Uralte Land rechts und links des alten Helweges Richtung Soest und ergötzt sich an der Natur und dem alten Zauber, der dort noch zu fühlen, zu richen und zu sehen ist....


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