Mittwoch, 29. Juni 2011

Ein Elstern Flug

Die Nacht war heis und die Luft stickig. Erst am frühen morgen grollte es in der Entfernung.
Es ist die Zeit, in der die Elster, getrieben aus einer tiefen Sehnsucht heraus , wieder auf Reisen geht...
Diese Nächte sind für sie Nächte der Anderweltlichen Berührungen...

Plötzlich steht sie da, mitten auf einem Hügel. Der Wind spielt mit ihrem Feder-Kleid. Hier kann man es aushalten, denkt die Elster. Hier oben ist es Elemtar.
Sie dreht sich einmal im Kreis, um sich selbst, von jeder Seite des Hügels kann sie  hinunter sehen, "weit sichtig "werden, fällt ihr als Stichwort dazu ein.
Und mit einam male hat sie das Gefühl nicht mehr alleine hier oben zu sein...

Sie schaut sich um und endeckt einen alten Bekannten, ihren Spirit der am Rande des Feldes sitzt und sie anlächelt. " Schau dich um, es ist schön hier" sagt der Geist, nein seine Lippen bewegen sich nicht, aber die Elster hört seine Stimme dennoch.

Auf dieser Anhöhe, mitten in den Feldern liegt ein kleines Bauernhaus, sehr verwunschen. Die Elster hätte es beinahe übersehen, hätte der Spirit nicht die Hand erhoben um darauf zu weisen. Fast steht sie daneben. Dahinter beginnt ein Wald.

"Uraltes Land am Wege der Frau Holle" krächts eine Stimme neben ihr. Wo kommt die denn jetzt her? Und schon erkennt die Elster einen Raben, der sich lautlos neben sie gesetzt hat.

Hier oben gibt es keine Zäune und keine Mauern, stellt die Elster wieder fest. " Genau" greift der Rabe auf, der die  Gedanken der Elster zu verstehen scheint. " Hier oben kannst du frei fliegen und überall landen , wo du willst. Keine Beschränkung! Alles ist möglich. Für Vögel wie uns ,ein Paradies."


Die Elster wird fast von einem plötzlichen Windstoss davon geweht und ein leichtes grollen ertönt in der Ferne. " Mein Herr naht, wir sehen uns sicher wieder....ich bin Munin:" krächtzt es nochmals neben ihr, wärend Flügelschläge den schwarzen Gesellen davon tragen. Sehnsüchtig schaut die Elster ihm nach...

" Es heilt, du musst kämpfen" sagte eine warme Stimme neben ihr und die Elster schaut in die dunklen Augen ihres Begleitest, der gerade noch am Feldrand sass.  Da weint die Elster füchterlich und die Tränen werden zu einem kleinem Bach der Tal abwärs läuft, wärend ein Blitz das Dorft am Rande des Hügels in ein bläuliches Licht taucht. " Du musst wieder gehen" sagt ihr Spirit, der sie liebevoll anschaut.  "Die Erde hier hat Deine Tränen, etwas von Dir bleibt hier...warte , lerne und wachse...."

Wärend Donner die Luft erfüllt und ein starker Wind aufkommt , kehrt die Elster diesem zauberhaften Hügel den Rücken ....vieleicht kommt sie wieder....und sie hofft, das sie dann ein wenig länger bleiben darf!

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