Sonntag, 29. Mai 2011

Wilde Verbundenheit

Vor Monaten wollte ich mich eigentlich  für den heutigen Sonntag bei einerm Workshop in der hiesigen DASA anmelden, angepriesen wurde ein "Nepalesischer Schamane". Aha...klingt ja toll!

Ich überlegte hin und her und beschloss dann doch, meine Zeit anderweitig zu verbringen. Nicht das mich das nicht interessiert hätte, aber so irgentwie stimmte das "Bauchgefühl" dazu einfach nicht.

Denn jedes mal, wenn wieder so ein Vortrag oder Seminar mit einem Schamanen von XY angeboten wird, frage ich mich, warum die Menschen immer das suchen, was so schrecklich weit entfernt scheint, nur um von den dortigen Schamanen und Medicin Frauen und Männern  ( wenn sie kompetend sind) wieder zurück geschickt zu werden, zurück zu den eigenen Wurzeln...

Natürlich können wir von Völkern lernen, die ihre Rituale und Zauberpraktiken nicht vergessen haben und sie hüten. Aber diese Dinge werden SICHERLICH NICHT einfach so in einem Seminar weitergegeben. Das wäre naiv, soetwas zu glauben.

So vergass ich das Seminar in der DASA ganz schnell wieder, bis ich wieder davon las. Heute wäre es gewesen....ohne mich!

Und wisst Ihr was?!
Vor nicht mal vier Tagen ,  lernte ich einen Schamanen kennen, nicht aus Nepal, nein , der sprach eine Sprache, die ich verstehen konnte. Und dieser Mensch, kennt so viele andere Medizin Männer und Frauen aus aller Welt... Ich wurde eingeladen, teil zu haben...

Und plötzlich brauche ich kein Seminar mehr ,um Europäischen und Amerikanischen Schamanismus kennen zu lernen.....alles hat seine Zeit, das Heilige teilt sich nicht einfach so mit!


Und nach meinem  heutigen Ausflug in die Wälder bin ich meinen Spirits dankbar und  froh ,nicht den ganzen Tag in einem Raum  der DASA verbracht zu haben. Wieder einmal lernte ich lieber aus der Natur meiner Heimat heraus und lausche der Windin in den Bäumen und dem Rauschen der Quellen...
Immer wieder bin ich faziniert von so vielen kleinen Dingen und gerade heute habe ich gespürt, wie wohl und heimisch ich mich im Wald fühle.  Er kräftigt, gibt der Seele Heilung und Halt und ist wie ein Freund....
Wann haben wir nur verlernt zuzuhören und gehen stattdessen lieber in Parks mit Asphaltwegen oder versuchen selbst Pflanzen zu zwingen, sich bei uns im Garten anzusiedeln.?!
Warum suchen wir unser Seelenheil lieber in der Ferne, als in und und um uns und der Natur zu unseren Füßen?!

Ich freue mich jedesmal wie ein Kind, wenn ich meine Freundin, die Tollkirsche in den Wäldern treffe, den Adlerfarn begrüßen darf oder der Angelikawurzel begegne. Es sind Geschenke!

Die Sprache der Heimat zu sprechen, die Ursprache dieser Spirits, das kann kein Schamane ,aus wer weis wo ,mir beibringen, das muss ich schon selbst lernen!


Und Heilung?! Heilung passiert dann, wenn ich es selbst zulasse, das es auch bei uns eine Natürlich Schamanische Kraft gibt...tief verschüttet in dem flüstern des Windes, den Zeichen im Stein und dem Rauschen der Flüsse...

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