Donnerstag, 5. Mai 2011

Von Wasserfrauen und Männern...

Kennt ihr das?

Ihr steht am Ufer eines Meeres, Sees oder Flusses und plötzlich ist es da, 
dieses Gefühl nicht allein zu sein.
Unerklärbar zieht es einen in die Tiefen des Wassers
in das Blau des Sees ?
Manchmal mag man das Gefühl haben Stimmen oder gar Gesänge zu hören, eine Gänsehaut jagt die nächste....
Ja, das Wasser lebt, es ist beseelt von der Unendlichkeit des Lebens, Wasser ist Leben, aus dem Wasser entstanden wir!
Im Wasser leben sie :die Wasserwesen. 

Ein Meer hat eine andere Ausstrahlung, als ein See, eine Quelle eine andere als ein Bach und ein Bach fühlt sich anders an, als ein Fluss...
Fühlt selbst und macht Euch einmal auf die Reise zu den Unterschiedlichkeiten dieses einen Elementes, am besten an einem Tag!  





Kappa
Diese Japanischen Wasserdämonen sehen aus wie kleine, nackte Männchen mit einem Schildkrötenpanzer und einer wasser-gefüllten Vertiefung auf dem Kopf. Sie lauern im Wasser ahnungslosen Menschen auf, die sie in die Tiefe zerren und verspeisen. Es gibt zwei seltsame Arten, um diesem Schicksal zu entgehen. Die eine ist, seinen Namen in eine Gurke zu ritzen und diese ins Wasser zu werfen. Da Kappa's Gurken über alles lieben, besteht die Hoffnung, dass sie dadurch abgelenkt werden. Der andere Weg ist, sich im Fall einer Begegnung vor dem Dämon zu verbeugen. Dieser ist verpflichtet, sich ebenfalls zu verbeugen, so dass das Wasser aus der Vertiefung seines Kopfes fliesst. Solange kein Wasser darin ist, ist der Kappa hilflos, und während er es wieder auffüllt kann der Mensch fliehen. 


Wasserfrauen:
Charakteristisches Merkmal ist ihre positive Einstellung zum Menschen. In der Form der Wassermutter spendet sie Leben, Schutz und Segen, in der der Wasserbraut vermählt sie sich mit einem menschlichen Bräutigam und schenkt ihm ihre Liebe. Abzugrenzen ist die Wasserfrau von anderen weiblichen Wasserwesen, insbesondere von
Nichts zu tun hat die Wasserfrau mit dem Wassermann, der als schädliches Wesen eher das Gegenstück zur Nixe darstellt.Wie Nixen und Seejungfrauen werden viele Wasserfrauen als Mischwesen mit menschlichem Oberkörper und einem mit Schuppen bedeckten Fischschwanz beschrieben. Häufig haben sie aber auch menschliche Gestalt oder die von Fröschen, Schwänen und anderen Wassertieren.


Bekannte Wasserfrauen
In großer Zahl tauchen Wasserfrauen bereits in den Mythologien antiker Völker auf. So wurde in Vorderasien etwa die fischschwänzige Mondgöttin Derceto verehrt. Auch die indische Gottheit Vishnu, der „Welterhalter“ wurde bisweilen als vierarmige Frau mit dem Unterleib eines Fisches dargestellt. Im chinesischen Kulturkreis pries man das segensreiche Wirken heilkundiger, auf dem Grunde von Flüssen und Seen lebender „Drachenfrauen“.


Im weiteren Sinne gehören auch die Meeresgöttinnen sämtlicher Kulturen hierher, allen voran die stets in menschlicher Gestalt dargestellte Liebesgöttin Aphrodite (römisch: Venus), die „Schaumgeborene“, die den mütterlichen wie bräutlichen Aspekt der Wasserfrau in sich vereint. Zu nennen sind ferner die diversen chinesischen Meeresgöttinnen wie Tin Hau oder Matsu, die mit tausend Augen und Armen den Seeleuten den Weg übers Meer weisen, die javanische Seegöttin Ratu Kidul, die Inuit-Gottheit Sedna oder auch die brasilianische Yemanjá oder baltische Göttin Jūratė.


Auch die auf einem Delphin reitende "Mermaid", die Oberon in Shakespeares Komödie Ein Sommernachtstraum von einem Vorgebirge aus gesehen hat, trägt alle Züge der gütig-wohlwollenden Wasserfrau, lassen ihre "süßen Harmonie" doch "die empörte See gehorsam" werden und sogar die Sterne andächtig lauschen.


In neueren Sagen und Märchen wird von Wasserfrauen berichtet, die als Patin einem Waisenkind Schutz vor den Widrigkeiten des Lebens bieten („Die junge Gräfin und die Wasserfrau“, Schwaben), heimlich im Hause der Menschen weben, spinnen und backen („Das Bleilot“, Schwarzwald; „Das Waschweibchen“, Österreich), oder sich ihren menschlichen Geliebten in Gestalt von Fröschen oder Schwänen nähern („Die Schwanenprinzessin“, Polen; „Die Perlenschnur“, Österreich; „Zarin Frosch“, Russland).


Im Motiv der Wasserfrau vereinigen sich kulturgeschichtlich zwei klassische Lebensmotive: Einerseits das der Frau als Spenderin und Erhalterin des Lebens.  Zum anderen das Motiv des Wassers, aus dem nicht nur evolutionsgeschichtlich jegliches Leben stammt, sondern das auch als Nahrung für Pflanzen, Tiere und Menschen unabdingbare Lebensvoraussetzung ist.


Gegenstück ist die Vereinigung von Wasser und Tod im Motiv der Nixe - übrigens ebenfalls eine Ausprägung im Sinne der tötenden, der verschlingenden Mutter.



Wassermänner
Der Nöck, auch Nix, Neck, Wasserneck oder Flussmann bezeichnet, bewacht die Furten an Flüssen und lebt in Seen, Teichen, Quellen oder Brunnen. Der Name kommt vom althochdeutschen nihhus, niccus oder nichessa und bedeutet Wassergeist. Eine andere etymologische Ableitung geht auf das lateinische necare (= „töten“) zurück. Ihnen wird nachgesagt, dass sie junge Mädchen mit Harfenklängen verführen und in ihr Unterwasserreich locken. Ältere Sagen schildern den Neck nicht nur als grausam oder mit eher bösem Charakter, sondern lediglich als launisch und wechselhaft, wie das Element Wasser. Flussmännern wird nachgesagt, dass sie Stürme entfesseln können, aber auch Menschen vor der Gefahr des Ertrinkens warnen. Menschen können sie das „Elbenköniglied“ beibringen. In einigen Regionen lockt der Wassermann die Menschen durch Geschenke an, zieht sie dann ins Wasser (meist in Teiche oder Tümpel) und hält dort ihre Seelen gefangen . Oft sind es junge Mädchen, die er raubt. Angebliche Schutzmittel gegen den Nöck sollen Stahl oder vor dem Bad in einem Gewässer ein Spruch sein, den man aufsagen muss:


„Neck, Neck, Nadeldieb, du bist im Wasser, ich bin am Land.
Neck, Neck, Nadeldieb, ich bin im Wasser, du bist am Land.“


An Land sollen sie meist an den nassen Zipfeln ihrer Kleidung erkennbar sein, aber auch an ihren Zähnen, die entweder grün sind oder aussehen wie Fischzähne.In der nordischen Mythologie lebt der Nöck in Seen, Flüssen und Quellen.In Schottland zieht der Shellycoat unvorsichtige Wanderer in den nassen Tod. Auch der Urisk kann zu den Wassermännern gezählt werden.Der schwedische Strömkarl kennzeichnet sich durch rote Strümpfe und Kaputzenmantel, sowie blauen Kniebundhosen.
Er soll sehr schön singen und auf der Harfe oder Fidel spielen können.Der norwegische Fossegrim soll graue Kleidung bevorzugen. Sein Name ist von schwedischen „Fos“ oder norwegischen „Fors“ (Wasserfall) abgeleitet.In Deutschland sind der Nix, die Seemännlein, Wassermännlein, Häckelmänner und Nickelmänner bekannt, sie sollen sich als hübsche junge Männer mit goldenen Locken und einer roten Mütze zeigen. 

Der Meermann :


An der Küste sollen die Meermänner leben, wie zum Beispiel der friesische Ekke Nekkepenn, der den dem Wort „Neck“ zugrundeliegenden Wortstamm auch im Namen trägt. Sie sollen meist als uralte Wassergeister erscheinen, mit langen Bärten und grünen Fischzähnen. Sie können viele Gestalten annehmen. Auch ihnen wird nachgesagt, dass sie Ertrunkene verschleppen und in ihren Palästen auf dem Meeresgrund gefangen halten.
(Quelle; Wikipedia)


Ritual der Meerfrauen:
Begib Dich an einem Sonnentag zum Wasser.
Nimm Blumen mit, Edelsteine und Räucherwerk
Setzte Dich an das Wasser , räuchere und meditiere. Schön ist, wenn Du für die Wasserbewohner trommelst oder singst...wirf Edelsteine und die Blumen in das Element und warte ob Du darauf eine Antwort erhällst...



Du kannst auch zu Vollmond eine Kerze, ein Teelicht ( ohne Alu) oder eine Schwimmkerze auf einer Sonnenblumenblüte schwimmen lassen...das erfreut die Wasserwesen!


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