Freitag, 20. Mai 2011

Die Würde eines Menschen...Teil II


Internet-Stalking/ Mobbing  ist ein kriminelles Phänomen, das den Ruf eines Menschen aufs Übelste beschädigen kann. Wie ich schon einmal in meinem Bericht über die „Menschenrechte „ erwähnte. Der Begriff Stalking kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie Heranpirschen oder Belauern. 

Die Motive für diese Form  sind vielfältig: unerwiderte Liebe zählt ebenso dazu wie Rache, Hass, verletzte Ehre, oder auch eine psychische Störung des Täters. In der Mehrzahl sind oder waren Täter(in) und Opfer vor Beginn des Stalkings persönlich einander bekannt. 

Internet Stalking bezeichnet ein Verhalten, bei dem das Stalking oder aber auch Mobbing auf den Bereich des Internets übertragen wird. Das Internet wird  genutzt, um das Opfer psychisch unter Druck zu setzen oder ihm in anderer Form zu schaden. Sehr häufig in Form von „übler Nachrede“.

Auch für das Internet Mobbing  gibt es verschiedene Motive - von unerfüllter Liebe bis zum Hass.  In jüngster Zeit ist  allerdings auch eine gewisse Professionalisierung festzustellen.
Eine neuere Gruppe der Internet-Stalker sind Täter, die aus finanziellen und/oder geschäftlichen Gründen entsprechende Straftaten begehen. Ihre Zahl dürfte in Zukunft weiter zunehmen, wenn Politik und Gesetzgeber nicht schnellstmöglich  Gegenmaßnahmen einleiten. 

Diese Täter betreiben ihr sozialschädliches Handwerk, um Menschen aus rein geschäftlichen Interessen heraus zu schaden - oder werden von Dritten dafür bezahlt, um Konkurrenten oder andere unliebsame Menschen einzuschüchtern.

Aber immer noch sind viele von ihnen  enttäuschte Liebhaber, Geschäftspartner oder Freunde, die solcherlei Menschenverachtendes Handwerk treiben. 

Die Verbreitung von Lügen, Gerüchten oder Verleumdungen über das (Geschäftliche) Opfer, auf Internetseiten, in Diskussionsforen, Blogs, Newsgroups,  oder per Mail werden immer häufiger und gezielter. Selbst Verleumdungen über Gästebuchfunktionen werden genutzt.

Viele der Täter besitzen ein nur „vorgetäuschtes „ schlechtes Gewissen.  Auf Nachfrage argumentieren sie beispielsweise  mit:
„ …wie, mein Forum / Group/ Account etc. ist doch privat, da kann ich schreiben was ich will…“….es werden doch keine Namen bekannt..“ oder….“ Was die Leute in mein Gästebuch schreiben ist mir doch egal…“

Sie sind sich einer „Schuld“ oder „Mit-Schuld“ nicht unbedingt bewusst.  Aber als Forenbetreiber/ Group Leiter und Homepage Besitzer muss man sich dieser Verantwortung stellen und gegebenenfalls Berichte oder Einträge mit übler Nachrede löschen. Es wird Zeit dort die Gesetzgebung zu ändern.

Merke: Im Netz ist NICHTS privat und genauso sollte der Gesetzgeber handeln.
Natürlich birgt der Trend, sich in den verschiedensten Formen öffentlich im Web zu präsentieren,  das Risiko, dass diese Daten von Dritten gesammelt und missbraucht werden oder eben bei einer bestimmten Personengruppierung  „ anstößig“ wirkt.  Machen wir uns da nichts vor , der Trend zu einem „  schön gefärbten Leben“ im Netz wird sich weiter fortführen.

Nun, eine Homepage auf dessen Gästebuch andere verleumdet werden oder böswillig beschimpft,  ein Forum in dem die Menschenwürde mit Füßen getreten wird ,sollte man eh tunlichst außer Acht lassen.

Auch die vermeintlich „ privaten Gruppen“ gehören dazu. Was in den eigenen privaten 4 Wänden über jemanden erzählt wird, ob Lüge oder nicht, steht auf einem anderen Blatt, aber eben nicht im Netz der hundert tausend Augen….

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