Samstag, 8. Dezember 2018

Es beginnt....

Heute ist ein guter Tag, um mit den ersten Vorbereitungen für mein Buch zu beginnen....endlich kann ich anfangen! 

Natürlich habe ich vorher einen kleinen Zauber gesprochen und Räucherwerk und  eine gesegnete Kerze entzündet. 
Wünscht mir Glück und gutes Gelingen, damit alles gut läuft und ich meine Termine einhalten kann. 
Ich freue mich riesig auf diese neue Herausvorderung.

Und wenn ihr in der nächsten Zeit nicht so viel von mir hören solltet, so entschuldige ich mich schon einmal. 
Ich wünsche euch eine gute Zeit.....

Donnerstag, 29. November 2018

Die Yulezeit beginnt....


Die  letzten Novembertage habe ich damit verbracht , meinen Altar von der Ahnenzeit in die Yulezeit umzuwandeln. Ich begehe dieser Übergänge von der Toten-, in die Yule -Zeit nicht abrupt, sondern langsam und fließend. 

Meist sind es die letzten drei Tage im November, wenn ich durchs Haus wusele, ein bisschen sauber mache und die Ahnen verabschiede. Ich liebe diese Zeit vor den Geweihten Nächten und krame meine Dekorationen aus dem Keller hervor.
Ich besorge Zweige, sammel Moos im Garten und Nüsse. In froher Erwartung auf Weihnachten, wenn die ganze Familie sich trifft, um das Yulefest zu begehen. Kinder, Enkel und Großeltern. 
Die Hausgeister sind jetzt sehr present.  Ich spreche mit ihnen, singe für sie , wenn ich wusele und bastelnd am Tisch sitze.
In der nächsten Woche, werde ich mich zurück ziehen, um an meinem Buch zu arbeiten. Denn jetzt fängt die stille Zeit an und es ist ein guter Moment, sich auf eine Arbeit zu fokossieren. Bis das Jahresrad zwischen den Jahren still steht....




Mittwoch, 28. November 2018

Moorwege....

Gestern wanderte ich durchs Moor.
Kalt war es und still. Kein Wind, keine Kraniche, kein Laut weit und breit.
Richtig still. 
Unheimlich still.
Winterstarre überall, selbst das Moor ist wie erstarrt....
Und wie ich so durchs Moor streifte, durch meine Kamera war der Blick nur auf die Feinheiten des Augenblicks gerichtet...
Dann huschte ein Schatten vor mir auf den Weg.
Eine schwarze Gestalt.
Dann schien sie über mir.
Und schon ist sie nur wieder ein Hauch in meinen Gedanken...
Im schwarzen Torf, durch das Eis , starren mich ihre Augen wie dunkle Kohlestücke an und ich erstarre vor Schreck...

" Du bist nicht achtsam, sei froh das der Boden eisig ist, sonst hätte ich dich hier im Moor festgehalten..." 
Ist diese Stimme echt, oder nur ein flüstern im Wind? 
In meinen Gedanken?!...
Weiter wispert sie:
"Aber ich lasse dich gehen, denn ich bin viel zu müde, um dich hier zu behalten..."

Wie aus einem Tagtraum erwache ich und blicke um mich herum,  auf die kleinen aber sehr tiefen Löcher im Boden . Ach, Herje! Ich bin doch tatsächlich ein wenig abseits des Weges gelaufen. Zum Glück, das der Moorboden gefrohren ist.  Ja , das war unachtsam!

Und wie zum Gruß erhebt dann Frau Percht ihren Atem, der mir eiskalt ins Gesicht bläst....und ich wandere zwischen Farnen und Moosen sicher auf dem kleinen Pfad zum Auto zurück.....






Montag, 26. November 2018

Die Zauberwerkstatt wandelt sich….



Seit einiger Zeit war ich mit  der Zauberwerkstatt nicht mehr ganz zufrieden. Ich stellte fest, das alte Schränke zwar schön anzusehen sind, aber mächtig unübersichtlich werden können, wenn man bestimmte Dinge sortiert haben möchte. Ganz zu schweigen von der Übersicht, was ich denn noch so an Materialen im Bestand habe.  

Manchmal sprechen Dinge mit mir….das klingt vielleicht seltsam für jemanden, der das nicht versteht, aber ich weis, das es vielen Künstlern ,so wie mir geht. Du wanderst an einem Stein vorbei, einem Ast in der Natur oder an  Glitzersteinen, Farben ect..  in einem Geschäft und du hast sofort ein Bild dazu, was daraus werden könnte, was du daraus „zauberst“…
vielleicht kennt der ein oder andere von Euch das ja?! 

Und da ich leider nicht immer sofort auf diverse Botschaften reagieren kann, nehme ich diesen Gegenstand erst einmal mit nach Hause. 

Wenn der aber dann erst mal in den Tiefen von  meinen Schublanden oder Schränken verschwunden ist, wird es ab einem gewissen Zeitpunkt schwer sich zu erinnern. Es wäre besser, alles auf einem Blick zu sehen, nicht nur Zeit und Platz würde ich sparen.....


Es gibt auch Situationen, da weiß ich gar nicht genau, warum ich jetzt ein Kästchen, ein Tuch, ein Ast oder eine Muschel mitgenommen habe und erst viel später, fällt mir dazu etwas ein. Auch das kommt vor. 
Hexenschränke sehen mystisch aus, sind aber nur bedingt praktisch. Ich habe mich dann  für die moderne Regal Variante entschieden mit durchsichtigen Kästen.

So erkenne ich mit einem Blick was in den Durchsichtigen Boxen ist und kann sehen, was ich noch an Vorrat habe. 


Oder ich lasse mich inspirieren, von den Dingen, die mich daraus dann „anlachen“.Jetzt ist alles Moderner und Zeckmäßiger.

Dennoch :
Gemütlich ist es aber dann aber immernoch im Atelier,  wenn der Kamin prasselt und es draussen kalt wird....

Mittwoch, 14. November 2018

Mein Buch.....




Vor einigen Monaten erhielt ich einen Anruf , einer Vertreternin, eines großen Deutschen Buchverlages. Sie hatte nach kreativen und künsterlisch begabten Hexen gesucht und ist dabei auf meine Hompage gestoßen. 

Es gab die Überlegung des Verlages, ein kreatives Hexen Buch herauszubringenund dazu benötigten sie jemandem , die auch künstlerisch - kreativ arbeitet und fanden MICH!


Die junge Frau, stellte mir dann am Telefon, das Konzept des Buches vor, und formulierte ihre Ideen dazu. Hörte sich gut und stimmig an. Mein Interesse war geweckt. So bekam ich eine Mail mit Bildern und Beschreibungen zugesandt, die sollte ich mir mal ansehen. Ich überlegte und besprach das mit meiner Familie, Freunden und den engsten Hexenschwestern. 

Ich muss gestehen, ich musste gar nicht so lange überlegen, denn das Konzept gefällt mir gut und ist für mich in sich stimmig und modern. Ich willigte zu, musste aber auf das OK des Verlages warten, denn es war erst einmal nur ein Konzept da.

Pünktlich, als Geburtstagsgeschenk erhielt ich eine Mail, das die Idee angenommen wurde und somit das Buch geschrieben werden soll und ich als Autorin fungieren werde. Ich habe mich riesig gefreut. Auch, weil ich das erste Mal überhaupt, ein richtiges Autoren Honorar erhalte und natürlich zusätzlich ein paar Prozente von jedem verkauften Exemplar. 


Ich darf euch natürlich nicht zu viel verraten, nur so viel, dass es kein normales Hexenbuch werden wird. Und ich kann euch mitteilen, dass der Erscheinungstermin auf Herbst 2019 festgelegt wurde. 
Da ich das Manuskript aber bis Ende Mai abzugeben habe, werde ich in der nächsten Zeit, also bis zum Mai, ziemlich viel zu tun haben. Aber im Winter ist ja eh nicht so viel los und Termine für Workshops habe ich nicht gemacht. 

Ich war natürlich auch schon in der Örtlichen Buchhandlung, um mir einige Bücher des Verlages genauer anzuschauen, auch was die Fotos betrifft, die mein Mann machen wird. Ich werde euch den Verlag aber nicht mitteilen, da ihr euch sonst schon denken könnt, um was es gehen wird. Ich hab da so meine Gründe.

Ach, es ist ein riesiges Geschenk! Aber auch eine Aufgabe, die viel Diziplin von mir verlangen wird……ich werde euch immer mal wieder berichten…..

Donnerstag, 8. November 2018

Auf den Spuren der alten Götter....


Wie in jedem Jahr zur Ahnenzeit wandern wir auf den alten Pfaden der alten Stämme, suchen ihre Plätze auf. Dort wo sie begraben sind, dort wo sie gebetet haben. Plätze, die schon bei unseren Vorfahren heilige Orte waren. Denn dort kann man den Geist der alten Götter spüren. An diesen Orten kann es leicht sein, mit ihnen in Verbindung zu treten, ihnen zu danken aber auch zu bitten oder einfach nur zuzuhören….






Eine Kundin erzählte mir von diesem Ort zwischen Bockhorn und Wilhelmshaven. Nicht ganz eine Stunde von uns entfernt. Ein uralter heiliger Ort der alten Friesischen Stämme, der später einem Kloster weichen musste, das etwa im 10. Jhr. dort entstand, aber nur bis zum 14.jhr gehalten werden konnte. Dann löste sich der Orden auf und das Kloster wurde verlassen. Die Steine verschleppt und der Wald und das Moor verschlang den Rest des Klosters.



Heute findet man keine Steine mehr, nur Gräben und Wälle. Aber die alten Findlinge sind noch dort, Reste von Hünengräbern. Die Mitte dieses alten Platzes markieren mehrere aufeinander gestapelte große Findlinge, teilweise mit Runen und Ritzzeichen versehen.

Die Junge Frau in meinem Laden beschrieb mir den Ort, verriet auch, das sich dort die Anhänger der alten Götter, ab und an treffen und alte Rituale dort abgehalten werden. 


Man findet sehr häufig Opfergaben auf den Steinen, Bänder an den Bäumen, Figuren und Beutelchen, Edelsteinchen, die dort hinterlegt werden.  Das machte mich neugierig. Wir beschlossen an unserem freien Tag, diesen alten Platz zu suchen….



Wir wanderten in einem sonnendurchfluteten Herbstwald, voller Farben und Gerüche, der bald zu einem Moorwald wurde. Kleine tiefe Tümpel tauchten immer wieder am Wegesrand auf und die Blätter raschelten zu unseren Füßen. 


Was für ein zauberhafter Tag! Mild und fast windstill. Ich sog die Farben in mich auf, denn schon bald wird es Winter werden. Riesengroße Fliegenpilze säumten den Pfadt. Ich freute mich sehr, fotografierte sie und lies sie aber stehen. Ich habe noch genug getrocknete von ihnen und erfreue mich lieber so an dem satten Rot. Zwischen her sammelten wir ein wenig Moose und Harz. 
Und fanden den mystischen Platz aus den Berichten der Kundin. Inmitten eines verzauberten Waldes, tauchten Findlinge auf und in ihrer Mitte der Steinhaufen, als markanter Punkt. Eine Uralte Eiche, verdreht und leider tot liegt an diesem Ort, der zusätzlich voller Hollerbüsche ist. 


Verwunschen könnte man sagen, er strahlte eine Ruhe aus, ich hätte einfach stundenlang dasitzen können. Ähnlich meines Platzes damals in Dortmund. 


Natürlich ehrte ich die Ahnen und Götter dort, in dem ich räucherte, dreimal um die Steine schritt. Rosenblätter, Korn streute und Schnaps vergoss. Eine meiner Göttinnen Figuren dort hinterließ. 


Danach wanderten wir weiter und hatten 8 km hinter uns, als wir dann wieder am Auto waren. Solche Tage sind einfach wundervoll und bereichern meine Kreativität enorm. Der Herbst kann momentan nicht schöner sein! Danke an die Götter, das ich diesen Ort besuchen durfte….


Foto: Was ich da wohl für ein "Wesen " erwischt habe??! Es zeigt, das diese Ort sehr aktiv ist....