Freitag, 12. Januar 2018

Das Orakel der Weberinnen....



In meinem „Hexenverkaufsleben“, habe ich schon viele, nein, etliche Orakel, Zigeuner, Lemond und Tarot Karten in meinen Händen gehabt. Viele Göttinnen Decks, Schamanen Karten und so weiter und so weiter. Ich selbst besitze auch ein Paar, im Laufe der Jahre fast unvermeidbar, wenn man gut beraten möchte, muss man natürlich auch wissen, was man da verkauft und für welchen Kunden evtl. welche Sorte von Kartendecks in Frage kommt…
Ich muss gestehen, ich arbeite eher wenig mit ihnen. Ich liebe die Göttinnen Karten von Luisa Francia, die ziehe ich und lese ihre Botschaft. Meist zu den Jahreskreisfesten in dreier Kombination. Dann lege ich sie auf meinem Altar. Sie haben eine gute Energie und Kraft.


Ab und an lege ich sie als Helfer in meinen Magischen Kreis, entweder alleine oder als Helfer zu anderen Karten, die mich unterschützen mich zu konzentrieren. Mit Tarot Karten habe ich es versucht, sie sind nichts für mich. Das Keltische Orakel der Tiere wende ich seit fast zwanzig Jahren zu den Jahreskreisfesten Beltain und Samhain an. Passt halt gut.

Von großen Legungen nehme ich schon lange Abstand, die sind mir viel zu umständlich. Mit den Jahren habe ich mir mein eigenes Orakel zusammengestellt, aus Muscheln, Steinen, alten Münzen, Figuren, Bernstein, Schlüsseln, vielen gefundenen Dingen, die zu mir sprechen. Das ist das Urtümlichste und Älteste Mittel. Damit arbeite ich. Ab und an nehme ich dann noch meine Zigeuner Karten mit dazu. Ich mag die Einfachheit dieser Karten, schön ist was Anderes dabei. 


Aber zurück zum eigentlichen Thema: 
mein neues Orakel der Künstlerin Carolyn Hillyer.
Dazu muss ich erwähnen, das mir Carolyns Werke, vor allem aber ihre Musik, durch eine Zirkelschwester bekannt wurde. Diese hatte für ihr Buch „Hagazussa“ erschienen damals im Aurun Verlag, unter anderem eben Carolyn fotografiert und Interviewt. Damals lebte sie schon im tiefsten Dartmoor , England und die Fotos von ihr und ihre Musik beeindruckten mich. 

Ihre Göttinnen Chants waren ( und sind es noch) tief und kraftvoll. Ich hatte dann Anfang 2000 das Glück, ein paar ihrer CDs über Amazon zu bekommen. 

Unter anderem „Grandmother Turtle,“ „ Haus der Frauen“ ( sogar mit Deutschem Ritualbuch) und „Songs of the Vergotten People.“ Alle Covers und Inletts waren kunstvoll mit Frauen bemalt. Viele meiner Zauberfrauen kennen sie, da ich ihre CDs immer noch gerne abspiele.  ( Homepage Carolyn Hillyer)



 
Bildquelle: http://www.seventhwavemusic.co.uk/


Ich habe diese Künstlerin nie ganz aus den Augen verloren und war traurig, dass es ihre Cds in Deutschland eine ganze Weile nicht mehr zu kaufen gab. Dann änderte sich aber vor wenigen Jahren ihre Homepage und so sah ich nun auch, dass sie ein Orakel Deck aus ihren Schamaninnen gezaubert hatte. Leider sollte es wiederum ein wenig dauern, bis sie es doch tatsächlich in einer deutschen Übersetzung anbot, das war erst im letzten Jahr. (2017)

Dazu muss ich sagen, das dieses Deck und das dazu gehörige Buch nicht mal eben neben her für mich zu kaufen war, ich habe über 60 Euro dafür bezahlt, und das geht nicht mal eben so. Also habe ich ein bisschen gespart und konnte es mir ende letzten Jahres bestellen. 
Quelle: http://www.seventhwavemusic.co.uk/
Ich wusste ja schon, dass es gut sein würde, dass es mir gefallen würde. Viele der Bilder dieser Frauen kannte ich ja schon. Und sie erinnerten mich an meine Anfänge mit der Frauen Magie. 



Nach der Freude des erstens Betrachtens der einzelnen Karten, bemerkte ich schnell, das ich hier etwas ganz tiefes und Kraftvolles in meinen Händen hielt. Und mit jeder Zeile, die ich im Vorwort des Buches las, traf es mich tiefer im Herzen und in meiner Seele.

Dieser Frauen wurden lebendig, zu Schwestern, Schützerinnen und Begleiterinnen. Und tatsächlich, als ich das Buch am Abend zur Seite legte, das Licht ausmachte, begleiteten sie mich in meinen Schlaf. Aber das war nicht alles, bei weitem nicht!

Am frühen Morgen nach dem Gang auf die Toilette, kuschelte ich mich wieder in meine Kissen, war noch gar nicht eingeschlafen, da zog mich etwas nach unten. Es war ein warmes und gutes Gefühl, dem ich nachgab. Plötzlich stand ich in einer Höhle. Unter mir war der Boden lebendig, warm, weich und pulsierte wie ein Herzschlag, ganz leicht unter meinen Füßen. Mir gegenüber saß ein riesengroßer Kreis von älteren und Alten Frauen. In ihrer Mitte eine große Feuerstelle. 
 
Quelle: http://www.seventhwavemusic.co.uk/
Niemand sprach und es war still, nur das knistern des Feuers, was ich jetzt noch im Ohr habe, das war alles. Ich stand nur da und fühlte eine Herzlichkeit, eine wärme, die mich zum Weinen brachte. Tränen voller Dankbarkeit, weil ich hier an diesem Ort sein durfte, während ich mich gleichzeitig auf meinem Kissen weinen fühlen konnte.  ..


http://www.seventhwavemusic.co.uk/

Eine Alte, die genau gegenüber von mir saß, ich stand nur und staunte, machte eine Geste, ich solle mich zu ihnen setzten.  Ich mich hinsetzen!??! In meinem Kopf spielte alles verrückt, ich wusste, ich war in der Realität und nicht in einem Traum, sondern sah, ähnlich einer Trance, ganz klare Szenen vor mir.
Ich sollte mich setzten? Zu ihnen an das Feuer? Ich?? Das habe ich gar nicht verdient, schoss es mir in den Kopf: Warum sollte ich denn? 

Ich habe keine Hexenmutter, stamme nicht aus einer Familie mit nachgewiesenem Schamanischen Wurzeln, nicht mal aus einer Eso oder Hippi Familie…Ich? Warum?!! 


Und schwups…wie an einem Band, aber ganz behutsam, wurde ich von ihnen weggezogen, ganz langsam glitt ich zum Eingang der Höhle und flog hinaus und hinauf. Dabei sah ich, dass die Höhle anscheinend wie ein übergroßer ausgehöhlter Panzer einer Schildkröte glich und ich bereute…wollte wieder zurück an das Feuer und in dieser Vertrautheit. Aber da war mein Geist schon wieder in der hiesigen Welt. 

Ich versuchte nochmals mir das Bild ins Gedächtnis zu rufen, kann es jetzt noch, jede Einzelheit erkenne ich. Aber die Chance war vorbei. Ich muss dazu sagen, das das Ganze vielleicht eine Minute gedauert hat, aber es war so intensiv und klar, das hatte ich bisher sehr, sehr selten. 

Vielleicht waren es die Karten, das Buch, die Energie, die Bilder oder alles zusammen. Ich weiß es nicht. Fest steht, das es zu einer Zeit kommt, wo ich sehr vieles an Erkenntnissen auch über meine Urfamilie, die Slaven, erfahre, über meine Wurzeln und Herkunft. Nichts passiert Zufällig und alles kommt, wenn es kommen soll, also auch das Kartendeck.
 
http://www.seventhwavemusic.co.uk/
Dieses Deck ist mir so persönlich und sympathisch, dass Carolyn ihre Schamaninnen in Clanfrauen einteilt. Das macht es mir sehr nahe, nenne ich seit jeher auch meine Schwestern so. Sie hat es in Stränge aufgeteilt und jede Frau hat ihre eigene Geschichte, ihr Garn, ihren Zopf, ihr Muster. Das Orakel ist in den Weiten der Moore entstanden, in den Ebenen der Winde, der Stürme und des Wassers. Aus diesen Begegnungen stammen diese Bilder der Frauen. Und da ich weiß, wovon sie spricht, ist es mir so nahe.
Ich wohne nicht in Dartmoor, aber schon ziemlich abgelegen und Elementar. 
http://www.seventhwavemusic.co.uk/

Ein Stadtmensch kann zwar verstehen, aber nicht erleben und diese Erfahrungen nur bedingt nachvollziehen, wie es ist, so weit in der Natur zu leben. Davon lebt dieses Orakel auch. Und darauf, sich mit diesen Frauenclans zu verbünden, ihre Schwester zu werden. …


Man wird zur Reisende auf seiner eigenen Suche…..und wen wundert es, das ich genau die Karte der Schamanin als erstes in der Hand hielt, als ich das Deck vorstellte….







Samstag, 30. Dezember 2017

Der letzte Tag des Jahres...


 Am letzten Tag des Jahres ,sitze ich in meiner Zauberwerkstatt, der Kamin prasselt, die Katzen liegen auf den Sesseln davor. Räucherwerk zieht durch das Haus und ich höre meinen Mann in seiner Werkstatt das Holz schleifen. Einen Anhänger hat er für mich gestaltet, eine wunderschöne Göttin aus Eibenholz. Meine heilige Pfeiffe, die er aus Holler gefertigt hat, liegt auf meinem Schoss. Sie erinnert mich an meine Zauberfauen und ich muss fast laut lachen, wenn ich an unsere letzten Rituale zusammen denke. Diese Frauen sind Schwestern geworden, die mir sehr am Herzen liegen. Und für die ich sehr dankbar bin. 


Heute, zum Ende des Jahres, rauche ich das heilige Kraut und räuchere somit mich und meine Umgebung mit dieser Kraftvollen Energie. Ein uralter Brauch, den ich für mich neu entdeckt habe. Das Jahr war ein gutes Jahr. Wir haben uns das auch verdient. Der Kräutergarten ist entstanden und hat mir viel Spaß gebracht. Eine Menge zusätzlicher Arbeit auch, aber das war mit bewusst. Gartenarbeit ist die reinste und urtümlichste Verbindung mit der Mutter Erde. 


Am letzten Tag des Jahres, sitze ich hier und weiß, das sich bald schon etwas bedeutend ändern wird. Eine drastische Änderung in unserem Familien Leben steht uns allen schon zum Anfang des Jahres bevor. Meine Jüngste Tochter, die jetzt 20 Jahre wird, zieht aus. Was nur natürlich ist.  Kinder müssen fliegen lernen, damit sie sich entfalten können. 


Aber sie zieht wirklich sehr weit weg von uns. Nach München geht es. Dort hat sie ein Angebot erhalten, was sie nicht ausschlagen kann. Ihr Traum, bei einer Filmfirma eine Lehre zu machen, geht nun in Erfüllung. Und ich freue mich riesig für sie! Eine riesige Chance. Sie hatte schon immer gute Geister an ihrer Seite!
Dennoch, als Mutter bin ich ein wenig wehmütig, das bald alle meine Kinder ihren eigenen Weg gehen…
Alles hat seine Zeit. 


Der letzte Tag des Jahres…gestern rief eine Freundin an, eine kleine Verbindung noch zur alten Heimat. Und ich bemerkte, das ich kaum noch Emotional an den alten Orten hänge und dass die Zeit rennt und diese Wunden heilen. Ich entfremde mich vom der alten Heimat mehr und mehr und bin ganz im Dasein der Küste.

Am letzten Tag des Jahres… schaue ich mehr nach vorn, als zurück, danke den Götter das ich sein darf, wer ich bin und das ich gefunden habe, wonach ich suchte.

Am letzten Tag des Jahres, rauche ich zufrieden meine heilige Pfeiffe und verabschiede mich vom Alten. Halte Zwiesprache mit den Geistern.
 
Ich wünsche euch einen zauberhaften Jahresstart! Kommt gesund und munter in das neue Jahr!



Sonntag, 17. Dezember 2017

Gesegnete Yulezeit!

 Langsam geht es nun auf die Yulezeit zu. Vorbereitungen werden getroffen, eingekauft. Noch ein paar Kleinigkeiten besorgt. Hier ist das alles ziemlich entspannt. Gleich morgen reist nun meine Schwiegermutter an und kurz vor Weihnachten kommt mein Sohn nebst Freundin. Leider sind in diesem Jahr die Enkelkinder und meine Große Tochter nicht dabei. Dennoch, mit meinen zwei Kindern, meinen Eltern, meiner Schwiegermutter sind es doch wieder ein paar Leute.

 
Der Baum ist gekauft und wartet darauf, am 21. 12 zur Wintersonnenwende im Zimmer aufgestellt und geschmückt zu werden. Und die ersten Weihnachtspostkarten und kleine Überraschungen liegen nun bei uns im Briefkasten. 


Nach den Weihnachtstagen , genauer gesagt, nach der Winterwende und den Mütternächten, beginnen die Raunächte.  Eine besinnliche Zeit, die es für uns Hexen gut zu nutzen gilt. Es ist die Zeit der Ruhe, des Stillstandes. Draußen kann es dabei komplett andersherum sein, und die Winde und Stürme toben….


Heute habe ich mit meiner Schülerin besprochen, wieviel Unsinn sich mittlerweile bei Facebook, unter anderem auch über die Raunächte, verbreitet. 
Wir haben ihre magisch - rituelle Aufgaben in den Raunächten besprochen und sehen uns nun erst im nächsten Jahr wieder. Es ist wichtig, das Chaos, welches in diesen 12 Nächten herrscht, nicht an sich herankommen zu lassen. 

Und es ist manchmal besser, alle Räder wirklich still stehen zu lassen, wie überliefert. Und dabei meine ich das wörtlich. Keine Wäsche waschen, keine Unordnung, keine lauten Geräusche...die Geister sind sehr emfindlich in dieser Zeit....

Ich glaube, es wird heute wichtiger denn je, für  viele Hexen einen guten Lehrer / Lehrerin zu haben, denn was alles an Informationen und falschen Aussagen mittlerweile so floriert, ist schon unfassbar. Das auszufiltern ist schwer und ich bin ehrlich gesagt froh, in einer ganz anderen Zeit angefangen zu haben.  Ich habe meine Informationen gefunden oder sie mich, wenn ich auch damit umgehen konnte. Heute ist das nicht mehr so. 

Zu viel von allem einfach! Wir können nicht mehr von den Geistern gefüllt werden, nein wir füllen uns selbst mit viel zu viel....
Einfach mal zurückzutreten und lauschen....auf sich selbst, auf die welt und schauen, staunen und einfach nicht zu hinterfragen....

Hier wird es um knapp halb fünf dunkel und erst wieder gegen acht am Morgen hell. Hier fällt es immer wieder auf, wie knapp die helle Zeit im Moment ist. Die Dunkelheit bestimmt schon den Tagesablauf sehr.

In der Stadt war mir das nie so bewusst, sowieso kann man da gar nicht so achtsam sein, auch wenn man wollte. Die Zyklen sind dort so abgemildert. Hier draußen ist es leichter, sich in die vorherrschenden Energien einzufinden. Auch die geweihten Nächte sind Elementarer...



Ich habe den Hexenladen zwischen den Jahren geöffnet, wie immer eigentlich. Allerdings nehme ich keine Skype Beratung und Clearings in dieser Zeit an. Diese paar Tage sind nur für mich. Sie sind eine heilige Zeit, in der man nicht für andere arbeiten sollte.


Aber im Moment ist es eh schon ziemlich still hier, außer meiner Schülerin und ganz selten mal ein Verirrter Neugieriger, ist es ruhig. Die Online Aufträge sind in diesem Jahr nicht sehr viel, so dass wir kein Weihnachtsgeschäft hatten. Das kann vorkommen, leider. Aber ich will nicht klagen, dafür bin ich nicht der Mensch. 



Die Geister werden es schon richten und dafür sorgen das es wieder besser wird. Es ist für mich wieder ein Zeichen dafür, mich auf den Hosenboden zu setzten und etwas zu tun. 

Im Moment stöbere ich in meinen alten Aufzeichnungen und Beschreibungen herum, um zu schauen, was ich neu aufarbeite und wieder anbieten kann. So entstanden meine Zaubersets wieder neu in einem anderen Design. Und im Laufe der Zeit werde ich noch das ein oder andere meiner alten Artikel aufarbeiten. 


Aber jetzt freue ich mich erst einmal auf die Weihnachtstage im Kreise der Familie, auf Plätzchen backen mit meinen Kindern, eine alte Tradition von uns. 


Ich wünsche euch eine gute Yulezeit….


Sonntag, 10. Dezember 2017

Wurzeln und Schamanische Traditon..



Man sagt bei den Ureinwohnern, Schamanen werden ausgewählt. Zum einen durch Inspiration, die anderen durch die Vererbung in der Familientradition. Sie werden direkt von den Geistern gerufen oder erlernen ihr Wissen von Verwandten. Manchmal, gerade wenn man seine Familientraditionen verloren hat, kommen aber beide Arten der Berufung gleichsam vor. 


Eine Kombination aus Vererbung und Inspiration finden wir in der nördlichen, wie auch in der westlichen Mongolei, aber auch bei einigen Nordamerikanischen Eingeborenen. Die Menschen dort können noch x Generationen zurückverfolgen, durch Geschichten, Lieder und Überlieferungen. 


Leider kann nicht mehr jeder sechs und mehr Generationen zurück, um zu erfahren, ob es einmal so etwas, wie einen schamanisch arbeitenden ,in der Familie gab, deshalb ist ein Nachweis in unsere Tradition, wenn es denn eine gibt, eher schwer…
Wir nennen uns „modern“ sind aber kaum mehr in der Lage, unsere Ahnen beim Namen zu nennen. 

Dabei zeigt sich nur allzu deutlich, in all den Jahren, die ich nun schon andere Menschen ausbilde und begleite, dass viele ihre eigenen Familien und Ahnen nicht kennen oder nur wenige Generationen zurückverfolgen können. Viele von uns sind froh, überhaupt noch ein paar Namen unsere Groß- und Urgroßeltern zu kennen, von Berufen und Talenten ganz zu schweigen. 

Es werden seit langer Zeit kaum noch Geschichten in den Familien über die Vorfahren erzählt. Traurig eigentlich. Und schwierig für diejenigen unter uns, die, wie auch ich, nach Antworten suchen.


Herauszufinden wer ich bin, aus welcher Traditon ich stamme, hat viele Jahre gedauert. Mein Familien Stammbuch ist da nur eine minimale Hilfe.

Aber zu sagen, das ist „unmöglich“ für mich, da blockiere ich meine eigenen Spirits gewaltig. Aufzugeben, ohne überhaupt angefangen zu haben, war für mich keine Option.


Meine Spirituellen und auch weltlichen Ahnen sind die Slawen, genauer gesagt, das Volk der Wenden. Endlich, nach so langer Zeit, habe ich gefunden, wonach ich seit über fünfzehn Jahren gesucht habe. Tief in der „Walachei“ liegen diese Wurzeln, dazu kommt noch Zigeunerblut. 


Geht man bei mir, von der alt hergebrachten Schamanischen Sichtweise  einer "Berufung " zur Hexe oder Seherin aus:
Bin ich einSonntagskind ( 1.November 1970)
In der Nacht des 31.10 auf den 01.11 geboren ( Ahnennacht)
Mit Glückshaube ( Siehe Wikipedia)  
Dann noch das Zigeunerblut....
..... eine wohl ziemlich explosive Mischung ( Scherz)
Früher habe ich mir eingeredet, es sei nicht wichtig ist, woher man kommt, aber so ganz stimmt das nicht mehr, für mich. Eine Erklärung zu erhalten, warum man das tut, was man tut, das Gefühl ist erstaunlich. Ja, es Erstaunt einen! So vieles ergibt ganz plötzlich Sinn! All die Zeichen und Symbole,  die Handlungen ergeben ein Muster und lassen mich fast ungläubig mit dem Kopf schütteln….


Ich wollte lange schon wissen, warum ich so arbeite, wie ich es tue. Ich bin und war immer ein Mensch der hinterfragen muss, der Neugierig ist. Der aber auch warten kann, denn jeder der Ungeduld beweist, dem entgleiten die Spirits. Da ist das beste Beispiel die Frau mit den Erbsen, die unbedingt die Heinzelmännchen sehen wollte. Wer diese Mär nicht kennt, dem empfehle ich , sie zu lesen und dann gut zu überlegen, ob Ungeduld lohnenswert ist…. 


Warum arbeite ich so? 
Woher kommen diese Eingebungen, die Zeichen, die Muster? 



In meinen Vorträgen und bei Gesprächen ,konnte ich das nie ganz genau beantworten, nie mit Sicherheit sagen, warum ich das tue, wie ich es tue. Das hat mich sehr lange wirklich gestört. Auch für mich selbst wollte ich mehr wissen, wollte Antworten und Erklärungen. Seit ich hier an der Küste lebe, nahe Mutter Meer, hat sich vieles wie von selbst entschlüsselt. Aber auch die Frage nach dem Warum, wurde wesentlicher. Etwas drängte mich immer weiter und weiter, herauszufinden, wo denn meine Wurzeln sind. Wie ein Ahn, der einen ständig in den A..llerwertesten tritt...nie Ruhe gibt.


In meiner Familiengeschichte habe ich schon länger immer wieder  gesucht und gesucht, erst den Baumstamm der Väterlichen Seite erkundet und dann der Mütterlichen Seite. Es ist schwer und dauert und dauert. Bracht Geduld und viel Zeit….


Aber was kommen soll, kommt dann auch…irgendwann. 

Wenn der Vorfahr Interessant für die Stadtgeschichte ist, so ist es leicht etwas herauszufinden. Von meiner Familie mit dem Räuber als Ahn, habe ich viel herausbekommen und erfahre ich auch weiter immer wieder Neues. Es gibt viele Überlieferungen über den Robin Hood von Dortmund. Auf diese Väterliche Seite, bin ich sehr stolz. 


In seinem Wald fühlte ich mich immer sicher und umarmt. Der Räuber war immer präsent für mich. Ein guter Ahn, der mich leitet und schützt. Dort war er greifbar. Er ist derjenige der ganz oft bei mir ist, aber eben nicht nur. 


Die Nordsee, sie hat eine Energie in mir ausgelöst, in Visionen und Träumen, wie es der Wald nicht getan hat. Hat meine Seele erfüllt und meinen Geist. Es hat mich verändert, oder nein, sie hat einen schlafenden Teil von mir hervorgeholt, so ist es eher. 


Seit ich an der Küste wohne, kommt plötzlich immer mehr die Familien Energie meiner Mutter zum Tragen. Oder vielleicht ist es auch mein Alter, oder etwas anders, das da eine Rolle spielt. Das wäre eine andere Sichtweise, schließlich werde ich ganz langsam zur Schwarzen Alten. 

Und so forsche ich und suche… Nicht alles ist schlüssig, aber es kommt. Es gibt eine starke Verbindung zu den Slawen und ihren Ritualen. Durch den Nachnamen meiner Mutter, den Mädchennamen meiner Oma und so einiges andere, verwurzelt es sich immer weiter und weiter. Auf einmal fügt sich das eine, wirft aber gleichzeitig neue Fragen auf….


Die Familie meiner Mutter stammte einmal, aus der tiefen Tschechei, welches mich dann auf die Slawischen Rituale und Götter aufmerksam machte.  Ich kann mich noch an den Kommentar meines Vaters erinnern, als ich noch jünger war: 

„Deine Mutter hat Zigeunerblut und stammt aus Transsilvanien…!“ Damals habe ich dem keine Bedeutung geschenkt, heute schon. Mein Vater hat damit immer meine Mutter aufgezogen, dennoch stimmte es. Ich weiß bis heute nicht, warum ich nicht schon eher , viel eher in diese Richtung geforscht habe.
Das " Zigeunerblut", kommt da von meiner Oma, deren Mädchenname zusätzlich Jüdisch klingt und wo noch ziemlich viele Fragen offen sind, die sie mir glücklicherweise noch beantworten kann. Dazu muss ich sagen, das meine Oma eine ganz dunkelhaarige Frau war, Pechschwarzes Haar, die ich als Kind immer haben wollte. Heute ist sie Weishaarig wie der Schnee.

Das alte Foto ihres Vaters zeigt jemanden, der wie ein Zigeuner ausschaut, mit einem großen Hund an seiner Seite. Ich habe dieses Foto eine Ewigkeit nicht mehr gesehen, aber ich erinnere mich noch sehr gut an den Mann mit den schwarzen Haare und dem stechendem Block auf diesem Foto. 


Ich werde mich irgendwann einmal auf eine Reise zu diesen Wurzeln begeben, das ist mir klar, denn, wenn ich den Mädchen Namen meiner Mutterseite google, dann sehe ich, dass dieser Uralt ist. Ins deutsche übersetzt heißt er Kiebitz. Und der ist ein Schamanenvogel der Wenden.....