Sonntag, 21. Oktober 2018

Hexen Workshop 1: Magische Liebeskerze herstellen








Kerzenmagie ist so alt wie die Menschheit. Das nimmt man jedenfalls an. Ich stelle Euch mit dieser Filmreihe eine sehr einfache aber dennoch effektive Methode vor, eine magische Kerze selbst herzustellen, ohne gleich Wachs schmelzen zu müssen oder große Vorbereitungs- und Wartezeiten. Ideal ist diese Art von Herstellung für Anfänger, Laien oder Menschen die gerne ausprobieren und solche, die eben nicht so viel Zeit und Platz haben, um Magische Kerzen ganz traditionell herzustellen. Wichtig ist aber dabei, das Umfeld magisch und thematisch zu gestalten, mit schöner Musik, Räucherwerk und Dekoration. 

Bienenwachsplatte mit Docht 
Honig 
Pinsel 
Rosenquarzsplitter (fein) 
Rosenblüten Mädesüssblüten oder Pulver 
Gänseblümchen 
Tonkabohnen
Optional: Wachsplatte (dünn) 
Spitzer Gegenstand zum ritzen wie Nagel oder Nadel 
Thematisches magisches Öl (aufgeladen) 
Thematische Räuchermischung (Liebesanziehung)

Donnerstag, 18. Oktober 2018

In Vorbereitung auf Samhain....




Kurz zum Vorgänger Beitrag: Schön ist die Reportage geworden, nicht?! Die zwei jungen Leute waren sehr nett und die junge Journalistin hatte sich auch sehr gut vorbereitet, was nicht selbstverständlich ist. Da kenne ich wirklich andere.

Samhain naht, allerdings fehlt hier immer noch der Regen, aber zumindest wird es am morgen schon ein wenig nebeliger. Auch die Temperaturen sind weit von Samhain entfernt.

Ein großes Möbelhaus in der Nachbarstadt hatte mich für Halloween angefragt. Nein, nicht für den 31.Oktober. denn da würde ich nichts machen, sondern eine Woche früher.  Ein ziemlich großes Spektakel, über 4000 Leute werden erwartet. 

Naja, eigentlich bin ich ja nun keine „Halloween -Verkleide -Hexe“ aber wir können dort unseren Hexenladen vorstellen und meine Arbeit als Hexe. Eine echt gute Werbung. Also habe ich zugesagt.
Natürlich nicht, ohne die Menschen von den echten und modernen Hexen zu erzählen, zusätzlich gibt es gestaltete Infotafeln zu Herkunft der Hexe, des Besens und des Hexenhutes. 
Eben eine neue Herausforderung zwischen Märchen  und der Modernen Hexe. 
Der Spagat. 
Ich hoffe er wird gelingen.  

Ich werde eine Landhausküche zu (m)einer Hexenküche um dekorieren, ziehe Hut und Besen an und mache mit. Einmal wieder die Klischee Hexe. 
Die Landhaus Küche konnte ich mir vorher aussuchen und alleine der Gedanke, ist schon eine spannende Herausforderung. Extra dafür bin ich momentan ganz fleißig, es ist gar nicht so einfach. Schattenbücher, Zauberstäbe, Hexenkräuter, Flaschen mit Zaubertränke, Magische Kerzen und so weiter….

Ich werde bestimmt danach hier berichten und Fotos machen. Wer mag, der kann am 26.10 ab 19 Uhr zum Möbelhaus Nordenham ( Wohncenter) kommen. Mehr dazu in den hiesigen Lokalen Zeitungen.

Montag, 15. Oktober 2018

Moderne Hexen: Zu Gast auf Minervas Hexenhof in Butjadingen









 ( Quelle NWZ Online vom 15.10.2018)

Minerva läuft an einem sonnigen Oktobermorgen mit einem brennenden Bündel Kräuter durch ihren Garten. Sie fächert den Pflanzen Rauch zu, der von dem getrockneten Beifuß in ihrer Hand ausgeht. Um ihre Füße schlängelt sich dabei eine ihrer neun Katzen. Auf den ersten Blick erkennt man es nicht, doch Minerva ist eine Hexe.

Dem typischen Hexenklischee entspricht sie nicht: Sie trägt keine schwarze Kleidung mit einem spitzen Hut auf dem Kopf und auf einem Besen reitend findet man die 47-Jährige auch nicht vor. Eher im Gegenteil: Minerva setzt auf bunte Farben. Sie trägt ein langes Kleid und ein hellblaues Tuch. Ihre roten Haare sind zu zwei Zöpfen geflochten.

Genauso bunt wie sie, ist auch ihr abgelegener Hexenhof in Tossens (Gemeinde Butjadingen), auf dem sie mit ihrem Mann lebt. Klangspiele, bunte Bemalungen an den Bäumen und ein naturbelassener Garten runden das Bild des Hexenhofs ab. Sobald man ihren Laden betritt, steigt einem der Geruch von Räucherstäbchen in die Nase. Seife, Schmuck und Kräuterkerzen: In ihrem Geschäft bietet sie Produkte rund um die Hexerei an. Auch spirituelle Hochzeiten und Auftragszauber gehören zu ihrem Angebot. Doch Minervas Schwerpunkt ist das Hexen-Kunsthandwerk.
Minerva widmet sich dem Kunsthandwerk. (Foto: Claus Hock)
„Zum anderen werde ich auch gerufen, wenn im Haus, in der Wohnung oder im Geschäft etwas nicht stimmt“, erklärt die 47-Jährige. „Manche nennen das Ghostbuster.“ Sie reinigt und segnet die Häuser und hilft bei Geistererscheinungen. „Man muss immer schauen, inwieweit wirklich jemand da ist – manchmal sind es auch ganz andere Dinge.“

Was macht eine Hexe?

Doch was bedeutet es überhaupt, heutzutage eine Hexe zu sein?  „Es bedeutet eine innige Verbindung zu den alten Göttern, zu Naturwesen, den Elementen und dem Geist der Natur zu haben.“ Somit dient die Hexe als Vermittlerin zwischen dieser und der modernen Welt, erläutert Minerva. „Man muss ganz viel wissen, um darin aufzugehen.“
Es gibt freifliegende Hexen und solche, die in einem Hexenzirkel aktiv sind. Minerva bezeichnet sich selbst als frei – sie kann bestimmen wie ihre Rituale aussehen, ohne von anderen beeinflusst zu werden, sagt sie. Doch sie weist darauf hin, dass jede Hexe Freiheit oder die Zugehörigkeit zu einem Zirkel anders definiert. „Es ist immer schwierig, uns unter einen Hut zu bekommen“, sagt die Hexe. „Uns verbindet allerdings alle der Glaube an die große Göttin und den gehörnten Gott – also die Naturgottheiten.“ Minerva repräsentiert somit nur eine Sichtweise in einem breiten Spektrum individueller Hexen und Hexenzirkeln.

Dabei sind Hexen nicht zwingend weiblich, es gibt auch Männer, die sich mit der Hexerei identifizieren. Mehr Männer seien jedoch in der neureligiösen Bewegung Wicca oder im Paganismus zu finden, erklärt die Religionswissenschaftlerin und Coach Marion Mahnke, die sich mit mit neuen Religionen und moderner Spiritualität auseinandergesetzt hat. Da die Delmenhorsterin mit vielen Hexen online und persönlich gesprochen hat, weiß sie, dass Hexen in allen Berufsfeldern und Gehaltsklassen gefunden werden können.

In Deutschland ist die Hexerei zu Beginn der 2000er wieder bekannter geworden. „Ende der 90er Jahre war es noch sehr schwer einen Zugang zu solchen Themen zu finden“, sagt Mahnke. Mediale Darstellungen von Hexen tauchten immer öfter in TV-Serien wie „Buffy“ oder „Charmed“ auf. Doch auch die Buchreihe um den Zauberer Harry Potter spielt in einer ähnlichen Welt. „Diese Sendungen haben womöglich das Interesse vieler geweckt, die sich später ernsthaft mit Hexerei als Lebensstil befasst haben – echte Hexen distanzieren sich aber von der Darstellung von Magie und Hexentum in diesen Serien“, weiß Mahnke. Vielmehr seien sie ein Ausdruck dafür, dass sich das Verständnis des Hexentums von der bösen Hexe im Märchen zu neuen Hexenbildern gewandelt hat.

Seit 25 Jahren Hexe

„Die Medien haben es für die Menschen einfach zugänglicher gemacht“, erklärt auch Minerva. „Aber angefangen hat diese ganze Bewegung eigentlich in den 70er Jahren.“ Vor allem feministische Hexen sollen das alte Wissen wieder nach vorne gebracht haben.
Auf Minervas Hexenhof in Tossens (Butjadingen) gibt
 es viel zu entdecken. (Foto: Claus Hock)
Minerva begann  schon als 13-jähriges Mädchen sich für Hexerei, Ethnologie und Religion zu interessieren. Seit 25 Jahren ist sie als Hexe aktiv. Dabei gehen nicht alle so offen damit um wie sie. Viele seien laut der Religionswissenschaftlerin Mahnke im sozialen Netzwerk Facebook mit Pseudonymen unterwegs. Es habe sich eine größere Facebook-Community aufgebaut, in der sich unter anderem Hexen, Wicca und Druiden austauschen können. Sie benutzen dazu einen anderen Namen, um ihre private Identität von ihrer öffentlichen Identität zu trennen. Gerade bei Facebook könnten sich potenzielle Arbeitgeber das jeweilige Profil anschauen. „Wer noch plant eine Karriere zu machen, der kann Hexerei und Wicca nicht als Hobby vertreten“, sagt Karriere-Coach Mahnke. Zudem seien Religion und Glauben etwas sehr Persönliches und Intimes, das viele für sich behalten wollen.
„Ich möchte einfach zeigen, dass es die Hexe gibt – fernab von dem Hänsel und Gretel Wahn.“
„Die echte Hexen-Philosophie und Lebensart wird sicher noch mehrere Jahre und Jahrzehnte im Verborgenen bleiben – solange bis eine naturreligiös-magische Weltsicht als genauso normal akzeptiert wird wie gelebter Katholizismus oder praktizierende Buddhisten“, erklärt die Religionswissenschaftlerin.
Auch Minerva ist nicht von Anfang an offen mit ihrer Lebensart umgegangen. „Fast jede Hexe hat einen spirituellen Namen“, erklärt die Religionswissenschaftlerin. So auch Minerva. Es ist der Name der römischen Göttin des Kunsthandwerkes, der Autoren und der Krieger. „Diesen Namen habe ich nicht umsonst erhalten“, sagt sie.
„Bei mir war der Name zu Anfang allerdings auch ein Schutz.“ Als Minerva zunehmend begann  sich mit der Hexerei auseinanderzusetzen, lebte sie noch in Nordrhein-Westfalen. Sie lernte zu Beginn in einem Wicca-Zirkel. Im Gegensatz zu vielen anderen Hexen, lebt sie ihre Berufung heute öffentlich aus. „Ich möchte einfach zeigen, dass es die Hexe gibt – fernab von dem Hänsel und Gretel Wahn.“
Auf YouTube präsentieren sich ebenfalls einige Hexen, erklärt Mahnke, meist sind das jedoch die Hexen, die Aufsehen erregen wollen. Dort zeigen sie verschiedene Zaubersprüche, geben ihr Wissen über die Jahreskreisfeste weiter oder legen Tarotkarten. Das spiegele jedoch nicht wider, was „tatsächlich  in deutschen Wohnzimmern, Gärten und Wäldern an naturreligiöser Spiritualität praktiziert wird“, so Mahnke. Die Hexe Claire hat sich mit Themen rund um die Hexerei einen Kanal mit fast 10.000 Abonnenten aufgebaut.

Zu Minervas Arbeit gehören auch Youtube  und Instagram. Sie zeigt dort verschiedene Zauber sowie Kräuter und teilt ihr Wissen mit Interessenten.

Auftragszauber von der Hexe

In Minervas Hexenladen kommen viele Touristen und Neugierige, die erfahren wollen, was es mit der Hexe auf sich hat. Andere suchen bei ihr Hilfe in verschiedenen Lebenslagen. „Es gibt aber auch Menschen, die ihre Vorurteile pflegen“, weiß Minerva. „Die meinen wir wären Satanisten und würden Teufelsanbetung betreiben, wobei wir gar nichts mit dem Teufel zu tun haben, denn der kommt gar nicht in unserem Glauben vor.“
Minerva präsentiert sich offen als Hexe. (Bild: Claus Hock)
Kein böser Zauber: Menschen, die mit Minerva in Kontakt kommen , müssen somit keine Sorge haben, dass sie verflucht werden könnten. „Ich beeinflusse niemanden“, betont die Hexe. „Ich versuche immer, keinem zu schaden.“ Sie konzentriert sich unter anderem auf Zauber für Liebe, Arbeit, Gesundheit sowie zum Schutz. Dabei nimmt sie auch Auftragzauber an, die sie für jemand anderen durchführt.

Während ihrer Rituale arbeitet sie viel mit Klang und magischen Gesängen, die die Zaubersprüche ersetzen. Wie die Rituale ablaufen, kommt ganz auf den Zweck des Zaubers an. Ist es ein Ritual für einen Kinderwunsch – Minervas Spezialgebiet – räuchert sie mit passenden Pflanzen, benutzt Fruchtbarkeitssymbole wie Eier, Frauenfiguren und Granatäpfel. „Und dann wird die Gottheit angerufen“, erklärt sie. „Diese Praktiken sind immer unterschiedlich und sollten eigentlich auch relativ geheim sein.“ Ein Ritual kann so simpel sein, wie einen Wunschzettel zu verbrennen, andere Zauber können sehr vielfältig sein und mehrere Stunden dauern.
Gemeinsam mit ihrem Mann und neun Katzen
 lebt Minerva auf ihrem Hof. (Bild: Claus Hock)
Das Räuchern ihres Gartens mit Beifuß ist ebenfalls ein Ritual. Das Kraut dient dazu ihren Garten von schlechten Geistern zu befreien und um die guten gleichermaßen anzuziehen. Nach dem Sommer will sie den Garten reinigen, denn „viele Menschen geben die unterschiedlichsten Energien ab“, erklärt sie.

Quelle:
https://www.klarnordisch.de/wie-lebt-eine-moderne-hexe/

Sonntag, 14. Oktober 2018

Ahnen Plätze







Ort der Ahnen
Sie stehen stumm
Wo sie sind
Und immer schon waren
Dort wo die Alten Weisen hinkamen
um die Götter zu ehren
und die Jungen zu lehren.
Vom Kreislauf der Natur
Leben
Sterben
Wiedergeboren werden.


Von der Göttin Segen
Und den alten Wegen
Erzählen diese Steinriesen
Seit Jahrtausenden stehen sie
im Wald, auf Feldern und Wiesen

Ich höre das singen der Göttin,
höre den Gott mit Horn und Huf,
es ist wie ein uralter, ewig währender Ruf.


Er zieht mich wieder und wieder dort hin
Zu der alten Kraft dieser Stätten

Als wäre es, als ob die Götter und Ahnen
Mir etwas zu sagen hätten...





Freitag, 5. Oktober 2018

Herbst Sinnigkeiten....


Die Hexe =Hagazussa. Zaunreiterin, 
Vermittlerin zwischen den Welten der Götter,
Vermittlerin zwischen der Elementaren ,Geister und Menschen….
Genauso fühle ich mich,
denn ich lebe in zwei Welten. 


Zwischen der Welt auf dem Hof, meine Welt voller Naturmagie, Mystik und Geister. Und der „modernen“ Welt da draußen, voller Hektik und Menschen, Haus an Haus, Autobahnen, Gedränge, Autoabgasen, Topfblumen, Asphalt, Gesittete Natur in Parks…


Wenn am Morgen die Nebel aufsteigen, oder die Mondin in der Nacht den Hof bescheint und ich  die Eule rufen höre oder die Füchsin mit ihrem heiseren Bellen mich aus dem Schlaf erwachen lässt. …sonst aber Stille ist…richtige Stille, echte Stille: ….


Du nichts hörst, außer dem Rauschen des Windes in den Blättern und die Vögel auf den Feldern, dann ist auch die Möglichkeit viel wahrscheinlicher, deinen Geistern und Göttern zu begegnen. Nicht viele können das, umgeben sich ständig dann mir Geräuschen, anderen Menschen oder ziehen zurück in die Stadt. 

Denn auch die Dunkelheit kommt bald, sie naht schon. Hel steht schon bereit, bereit die Türen zu öffnen. Hier ist es richtig dunkel, keine Beleuchtung der Straßen. Nur ab und zu mal ein kleines Licht von einem Hof oder zwei oder drei Lichter in den Dörfern. Ansonsten: Dunkelheit und das bald schon gegen kurz vor fünf Uhr! Es war für mich ein wahres Erlebnis, zu erkennen, wie viel Lichtverschmutzung es so gibt! Straßenlaternen ? Nein , rund um den Hof gibt es die natürliche Dunkelheit. Da strahlt die Mondin doppelt so hell…..

Der Sternenhimmel ist hier im Winter so klar, natürlich kann man die Lichtverschmutzung hier gut erkennen, schaut man nach Wilhelmshaven oder Bremerhaven herüber. Aber mit viel Glück sehen wir die Polarlichter ab und zu, und das ist faszinierend!
Wie immer schon, lebt die Hexe außerhalb der Gemeinschaft.
Das machte Sinn, damals wie heute. Heute noch mehr.
In diese uralten, magischen Fußstapfen bin ich wissentlich getreten, um meinen Traum zu leben.
Real werden zu lassen…..

Wenn ich hier so sitze, und die Sonne mein Herz erwärmt, so kann ich mich noch sehr gut erinnern, wie anstrengend das Leben in einer ( Vor-, Klein oder Groß)-Stadt sein kann.
Auch wenn man sich noch so abschottet oder schützt, dringen doch die Energien der Menschen auf der Straße, vor dem Haus, der Nachbarschaft, der unangekündigten Besucher, zu dir hinein. Ob du das willst oder nicht. Du hörst den Krankenwagen oder die Feuerwehr und kurz geht dein Geist in Sorge um denjenigen dorthin, du hörst die Musik von nebenan, obwohl du gerade meditieren möchtest und wenn dir zum Trommeln und tanzen ist, musst du erst schauen, ob du keinen störst…

Wenn es im Herbst auf dem Hof leiser wird, die letzten Besucher um kurz vor fünf den Hof verlassen und ich das Tor schließe, dann schließe ich auch die Welt da draußen aus. Wenn ich das will. Ich habe die Wahl.
Ich kann fast alles ausschließen. Wenn ich das will.
Hier fährt kein Krankenwagen, keine Polizei, ist kein Nachbar der nervt oder Sonntags Rasen mäht, mit lauter Musik die Straße beschallt….

Im Sommer hört man ab und an leiser die Musik eines Festivals oder der Party am Strand. Kommt aber darauf an, aus welcher Richtung der Wind weht. Wenn ich da dann mit weit geöffnetem Fenster schlafe, ist das eher etwas Schönes, weil es so selten ist. Die Festivalbesucher sind meist junge Menschen, ihre Energie nehme ich dann gerne an einem lauen Sommerabend mit in meine Träume….


Jetzt im Herbst und Winter, geht es überall hier rund um mich her, in die Stille. Manchen ist das gar nicht so bewusst, weil es ganz normal ist. Wenn die Urlauber sich zurückziehen, wird es auch auf der Halbinsel leiser und stiller.
Das kann man bei uns ganz bewusst erleben. Langsam werden die Urlauber weniger und alles stellt sich auf den Rückzug ein. Nachdem NRW natürlich seine Herbstferien beendet hat, geht es los. ….

Einkaufen, wird entspannt, kaum noch jemand unterwegs auf den Straßen….selbst vor Weihnachten gibt es keinen Stress. Meistens jedenfalls nicht. Hier lässt sich niemand aus der wohlverdienten Ruhe bringen. Das liebe ich so sehr! 
Wenn auf meinem Gesicht die immer noch warmen Strahlen der Sonne fallen, dann bin ich eins mit Allem.
Ich tu was ich tu, bin wie und was ich bin.
Ich kann mich ausleben. Wer kann das schon von sich behaupten?!
Das ist wahrer Reichtum! Zufriedenheit, innerlicher Einklang, in der Mitte sein.
Das ist das, nachdem viele streben. Das zu Erfahren und zu erleben, das ist unbezahlbar!


Zaunreiterin – leben in zwei Welten.
Ich liebe es , jetzt , wenn ich mal Zeit habe,  bewusst in schönen kleinen Städten zu bummeln, ob ich Menschen treffe, mich mit ihnen unterhalte oder nicht, das wähle ich selbst. Naja, meistens jedenfalls. Ab und zu werde ich erkannt und natürlich auch angesprochen. Macht nichts, finde ich nett. Das kannst du immer gerne tun, ich freue mich dich kennenzulernen. Denn eigentlich liebe ich Menschen, aber das kann ich selbst wählen.
Ich wähle das weltliche selbst. Hier kann ich das. 

Die Schatten werden wieder länger und so manch ein Wesen taucht aus den Nebeln auf. Auch schon am Morgen, wenn ich , wie heute, draußen an einer windstillen Ecke die Sonne genieße und die bunten und vielfältigen Farben und Gerüche in mich aufsauge. Es riecht nach warmer Erde, Wasser und Moor. Wenn die Herbststürme wiederkommen, dann riecht es nach Salz und Meer. Die Gischt kommt bis zu uns. Die Weißen Salzkrusten an den Fenstern zum Meer hin, die zeugen jedes Jahr im Herbst davon. …


Mein Hof, ein magischer Ort, mein Ort.
Wenn ich will kann ich mit den Geistern ums Feuer tanzen mit dem Wind weinen oder mit dem Regen singen. Ausleben. Überall.
Die unzähligen Pflanzenwesen, die sich seit diesem Jahr im Kräutergarten breitmachen, so kraftvoll und voller Energie, sind einfach eine Kraftquelle für sich.
Ab und zu streife ich am Morgen mit Nachthemd oder Schlafanzug und einer Tasse Kaffee an ihnen vorbei, singe oder lausche einfach nur. Manchmal folgen mir meine Katzen dabei und ab und zu habe ich das Gefühl, sie belächeln mich. Weil das für mich nie selbstverständlich sein wird. Ich habe mir das hier hart erträumt und von den Göttern geschenkt bekommen um ihre Arbeit zu tun. Ich hoffe, ich mache sie gut.

Ich lerne hier so viel über die Zyklen und Zeiten, über Ahnen und Ahnungen über Elementare und Götter, ganz aus mir und dem Ort heraus. Das kann kein Buch leisten. Ich hätte diese Erfahrungen nie in einer Reihenhaussiedlung machen können. Wie auch?!
Es gibt halt Dinge, dafür muss man vom Sofa aufstehen und auch vom Trampelpfad abweichen…Mut haben den Schritt zu wagen, denn es gibt keinen richtigen Zeitpunkt und keinen falschen. Es gibt nur den einen!

Es ist nicht für jeden und nicht jeder ist dafür geeignet oder wird dazu bestimmt. Deswegen teile ich meinen Ort mit Menschen, die ihn wertschätzen. Mit meinen Zauberfrauen, meinen Clanschwestern und Urlaubsgästen.
Ich bedaure das der Sommer vorbei ist, aber ich liebe den Herbst und habe heute alle Herbstgeister auf dem Hof willkommen geheißen….

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Ausflug nach Leer…

Leer ist eine kleine Stadt an der Ems, etwa eineinhalb Stunden von uns entfernt. Durch einen lieben Tip, einer ehemaligen Zauberfrau aus Oldenburg ( wink Johanna zu ) und einem schönen Bericht in dem Reiseblog von Andrea , machte mich Leer neugierig. 

Eine andere Hexenschwester und Freundin erzählt mir daraufhin, das sie mehrfach Leer besucht hätte und es immer wieder soo schön fand .... ( huhu Kerstin :))

Da wir ja gerne Ausflüge machen ,um uns schöne Dinge anzusehen, beschlossen wir auf dem Geburtstag meines Partners die Stadt zu besuchen. Schließlich schein auch das Wetter nach „Stadtbummel“  , zu schreien,  denn die Sonne wechselte sich rasant schnell mit Wind und Regen ab.
Also, ab nach Leer….

Hier ein paar Eindrücke in Bildern:


 Verwinkelte Gassen in der Altstadt....


 Selbst bei grauen Wetter irgendwie bunt....




Ganz süße kleine und sehr besondere Läden, die allerdings Montags meist geschlossen haben.


 Mal Sprühregen und dann wieder Sonne....


Kaffeetrinken in einer der kleinen Kafee Röstereien in der Stadt...herrlich! Beim nächste Mal gibt es Tee , denn auch den hat Leer durch sein Teemuseum zu bieten.....



Mehr über die Geschichte der Stadt und der Umgebung