Freitag, 3. August 2018

Zwischentöne zum Schnitterfest..


Lange habe ich nicht über meinen Tagesablauf gebloggt, zu viel gibt es zu tun hier auf dem Hof. Momentan ist es selbst an der Küste warm, so dass wir eigentlich nur noch mit offenem Fenster schlafen. Natürlich kein Vergleich mit den damaligen Stadt Verhältnissen. Nein, in einer Stadt möchte ich momentan echt nicht wohnen, mein Mitleid an alle da draußen! 

In diesem Sommer komme ich kaum zum Durchatmen, geschweige denn, mal in Ruhe mein Blogtagebuch zu schreiben. Mittlerweile lesen so viele Menschen meinen Blog, dass ich mir überlegen muss, was ich schreibe, denn das wird schwerer, umso mehr man weiß, dass es viele, sehr viele mitlesen. 

Nicht alle von Euch haben sich als Leser angemeldet, das sind sogar die wenigsten, aber ich schaue auf meine Statistik und denke immer wieder „wow“….

Erst kürzlich erhielt ich einen Anruf von einem Kräuterhandel aus Israel, ! , bezüglich eines alten Eintrages auf diesem Blog und einer Nachfrage ob sie mich als Quellenangabe angeben dürften. Desweitern von einem Journalisten. 

Angefangen hatte es ja schon vor einiger Zeit, als ich eine nette Mail von einem Garten und Pflanzenhandel bekam, ob ich für sie Werbung machen könne. Ich als Kräuterhexe sage da nicht nein und promt erhielt ich ein Pflanzenpaket…

Aber das wichtigste: Eure "private" Post an mich! 

Immer wieder erhalte ich ganz nette Briefe, Postkarten und kleine Geschenke in meiner Post vom Hexenhof!!! Jetzt, da ich die Kommentarfunktion ausgeschaltet habe, bekomme ich immer wieder auch nette Mails von Euch.

In einem Päckchen wurde ich mit Bücher Raritäten bedacht, weil jemand an mich gedacht hat und wie sehr ich alte Hexenbücher liebe…in meiner Post steckte ein Päckchen voller Überraschungen! Nochmals herzlichsten DANK!

 

Und da sind wir auch schon bei meinem Lughnasad Fest, das in diesem Jahr nur eine kleine Abendliche Meditative Reise war, weil es einfach zu viel zu tun gibt und ich am Abend wirklich ziemlich erledigt bin.

Es gibt wieder vieles, wofür ich sehr dankbar bin . Für Gutes und für Schlechtes, denn aus dem Schlechten kann man meist viel mehr lernen. Groß nachdenken kann ich im Moment darüber aber nicht, es ist kaum Zeit dazu. Dafür versuche ich die alten Orte in meiner Umgebung zu besuchen, den Geistern dort zu opfern und natürlich habe ich meine Altäre Erntetauglich gestaltet. 

Aber mal ehrlich; ist der Sommer nicht ne Wucht??!!! Wundervoll oder?! Klar, für den Kräutergarten und für die Pflanzenwelt im Allgemeinen fehlt das Wasser und unsere Wiesen sind schon braun. Aber wir wissen doch alle, das es nicht so bleiben wird und der nächste Sommer wieder ganz anders sein kann. 

Ich genieße das, obwohl ich im Zaubergarten jetzt gar nichts tun kann, weil dort von morgens bis abends die Sonne brennt….somit verwildert er jetzt ein wenig. Ist halt so. Hier haben wir Blätter auf dem Boden,  wie im Herbst, denn selbst bei uns , wo das Grundwasser hoch ist, wir liegen ca 3 m unter dem Meeresspiegel, ringen die Bäume um Wasser. 

 

Wir genießen im Moment unsere Montage, das ist der einzige Tag, an dem wir wirklich frei haben und etwas von dieser wunderschönen Küste sehen können.  Denn meine Kreativität, benötigt auch Inspiration. Nur zuhause zu sitzen, das wäre nichts für mich. Den Alten begegnen, den Ahnen und dem Geist der Natur , darin liegt eine Menge Energie und Kraft, die ich dann an meine Kunstobjekte weitergebe.   

Da passiert so einiges im Moment, schaut einfach mal in den 

 Online Shop unter Neuheiten.



Einige arbeite ich in den Pausen nach, wo kurz mal keiner den Hof besucht oder am Abend noch. Im Atlier mit seinem Glas Dach, ist es momentan ziemlich warm und nicht alles kann ich draussen erarbeiten.


Momentan gibt es auch noch zwei Youtube Filme, die  im Archiv liegen und bearbeitet werden müssen, damit sie online gehen können. Wenn ich mich also etwas rarmache, so verzeiht mir, es ist wirklich viel los an der Nordseeküste und auf dem Hof.

Donnerstag, 2. August 2018

Der Schlangenstein….


Montags ist mein Freier Tag, Tag zum Einkaufen aber manchmal auch Ausflugstag. Ich nutzte diesen Tag immer gerne um meine nähere und weitere Umgebung zu erkunden, mit leiten zu lassen zu Orten, an denen die Alten noch lebendig sind. Denn von solchen Orten erhalte ich meine Kraft und meine Kreativität, in Verbindung zu den alten Geistern. Unsere Ideen sind ja nichts anders, als Eingebungen unsere Ahnen.




Davon schließlich wird auch das „Ahnen oder erahnen“ abgeleitet. Ich empfinde es, als meine wichtigste und elementaste Aufgabe, als praktizierende Hexe, solche heiligen Orte aufzusuchen, mich mit diesen alten Energeien zu verbinden und von diesen zu lernen.

Da Hexen Hüterinnen der Mutter Erde sind, haben wir die Aufgabe, solche heiligen Orte zu bewahren und zu ehren. Sie zu ehren und dort zu opfern, wie es schon vor Urzeiten meine Ahnen taten. 


So machten wir uns, das ist nun schon einige Wochen her, auf eine Radtour von knapp 25 Km auf den Spuren von Sagen und Mythen. Auf dieser Route trafen wir auf den Schlangenstein, ein Ort , nicht groß und unscheinbar, aber kraftvoll und magisch. 



Zu diesem Stein gibt es folgende Überlieferung:


Der Wanderer erblickt nämlich an dem Wege, der vom Dorfe Donnern nach Wedel führt, rechts von der großen Weide ein einzelnes altes Grab, in dessen Nähe ein ansehnlicher Granitblock sich befindet, der kaum aus dem Boden herausragt und auf dem die große Seltenheit zu sehen, eine versteinerte Schlange von 11 Fuß Länge. Die Leute nennen den Stein den „Drakensten“. An den Drachenstein nun knüpft man folgende Sage.


 


Einst kam der Hirte von Donnern, ein beherzter und standfester Mann, der mehrere Kämpfe mit Wölfen siegreich bestanden, bald nachdem er seine Herde ausgetrieben, mit derselben ganz bestürzt ins Dorf und meldete den Einwohnern, es sei in letzter Nacht ein großes Wunder geschehen; denn oberhalb der Weideniederung an der Anhöhe, in der Nähe des altes Grabes, sei ein großer See entstanden und es röche da pestilenzialisch nach Schwefel, weshalb er das Vieh zu Haus getrieben, damit es nicht von dem giftigen Gestank erkranke und verderbe.


Das ganze Dorf, sogar Mütter mit ihren Kindern auf den Armen und hochbetagte Greise und Großmütter gingen hin und besahen, was in ihrer Mark sich ereignet hatte, rochen aber nichts mehr von dem Schwefel. Da nahm eine alte Frau, die wegen ihres hohen Alters und ihrer langen Erfahrung die kluge Frau hieß, das Wort und sprach: „Mir hat meine Großmutter erzählt, dass der Bültensee und der Silbersee früher auch nicht dagewesen, aber durch Erdfälle plötzlich entstanden wären; wir haben also nichts zu befürchten, unser Vieh hat sogar eine Tränke mehr;“ wobei sich die Leute beruhigten und heimkehrten. Der Hirte aber sprach bei sich: „Ich habe nicht geträumt, als ich den Gestank roch, und es will sich wohl bald ausweisen, dass es mit dem See nicht ganz richtig ist.“ 

 Um das zu erspähen, trieb er am Nachmittage das Vieh auf die Weide, auf einem Wege, der weiter ablag von dem alten Grabe und schlich nun hinter das Grab, von wo er, verdeckt, seitwärts auf den See schaute. Zu seinem großen Erstaunen erblickte er bald einen Ungeheuer, einen Drachen, der im Wasser aus Lust sich tummelte und zuletzt aufs Ufer sich im Sonnenschein hinstreckte;

 Muße genug hatte der Hirte, seine Länge auf ungefähr 22 Fuß zu schätzen; gern hätte er mit ihm gekämpft, aber die ungeheure Größe des Drachen war zu unverhältnismäßig gegen seine.


Was er geschaut, erzählte er im Dorfe und den Leuten ward bange; allein die Bangigkeit steigerte sich gar bald zur Angst; als der mutige Hirte am andern Tage sein Vieh in die Nähe des Sees trieb, soffen einige Tiere aus dem See und waren am Abend tot. Schnell ging die Kunde davon von Haus zu Haus mit der Aufforderung, sich eiligst zu versammeln, um das Notwendige zu beraten. Man kam überein, weil man den See schwerlich ausschöpfen oder durch einen tiefen Abzugsgraben trockenlegen könnte, so wolle man ihn einhegen und dem Vieh unzugänglich machen. 

In Folge dieses Beschlusses fuhren sie auf Wagen und Karren am andern Morgen Busch- und Pfahlwerk hinaus und unter Anordnung des klügsten Mannes machten sie einen hohen Zaun, den sie von außen mit Dorngesträuch bespickten. Damit meinten sie gegen die Gefahr und gegen die Unfälle hinreichende Vorkehrung getroffen zu haben; allein das ganze Bollwerk, ungeachtet seiner Festigkeit, erwies sich als völlig unzulänglich. Kaum gelangte am nächsten Tage die Herde in die Nähe des Sees, so rannte sie wie bezaubert im Galopp nach der Umzäunung, bohrte mit ihren Hörnern in das Flechtwerk und da der große Drache von innen ihnen tüchtig Hülfe leistete, so war bald eine Bresche gemacht, durch welche das Vieh zum Wasser drang, voll Gier soff und unter Ächzen und Gestöhn einige Stunden später verendete.

 


Von solchen harten Verlusten getroffen, wandte Donnern sich zu seinem Pastor in Beverstedt und bat um ein öffentliches Gebet, die Drangsal abzuwenden. Aber der Drache wollte nicht weichen. Da bestellten sie Gebete in noch 6 anderen Kirchen: in Bexhövede, Loxstedt, Altluneberg, Brameln, Schiffdorf und Geestendorf und die siebenfachen Gebete fanden schnell Erhörung.


 


Am Montagmorgen sahen einige Männer, die des Weges nach Wedel gingen, dass der See verschwunden war und als sie das näher besehen und untersuchen wollten, erblickten sie den Granitblock, auf welchem die Schlange zu Stein geworden und zwar verkleinert zu 11 Fuß Länge, weil der Block nicht größer war, jedoch mit niederhangendem Hals und Kopf zum offenbaren Zeichen, dass sie nie wieder die Zischzunge geifernd züngeln werde, sondern vollständig überwunden worden sei.


 


Als man vor ungefähr 50 Jahren in der Nähe des alten Grabes einen anderen großen Stein ausgrub, der auf *Saugsand  ( *altes Wort für ganz feinen Sand, auf dem nichts lange halten kann) lagerte, wurde letzterer ungewöhnlich nachgiebig befunden: mit der Schaufel stieß man leicht tief hinein, ein längerer Pfahl drang auch ohne Aufenthalt leicht in den Grund. Nun holte man einen *Bindelbaum herbei (*Ein großer Holzpflock zum Stabilisieren von Getreide auf dem Erntewagen) und selbst der traf noch beim Hineinstecken auf keinen festen Untergrund: da ward es den Leuten klar, dass sie auf die Stelle gekommen, wo der See versunken wäre, und aus Angst füllte man schnell das Loch und ebnete den Boden.


 


„Im Bremischen befindet sich ein eigentümliches Monument beim Dorfe Donnern, dessen ich weder bei Schambach und Müller noch bei Wächter Erwähnung getan finde, und dessen Existenz unbekannt geblieben zu sein scheint. Der Königl, Hannov. Geometer W. Meyer lieferte von ihm in der Weserzeitung vom 5.  Juni 1853 die nachfolgende Beschreibung, die wahrscheinlich unbeachtet blieb, weil sie in einem politischen Blatte Platz gefunden. Der Stein, den das Volk der Umgegend nach Angabe eines meiner Bekannten nicht Drachenstein, sondern Snâkenstên nennt.


 


„„In öder Haide, schreibt Meyer, liegt der von den Dorfbewohnern sogenannte Drachenstein, ein röthlicher Granitblock von beiläufig 71/2 Fuß in’s Gevierte. Auf dem Stein sieht man das naturgetreue Abbild einer Schlange von reichlich 11 Fuß Länge, welche sich in 23 Windungen über die obere Fläche des Steins hinzieht und seitwärts an demselben hinunter reicht, wo sich der Kopf befindet. An dem Schwanzende ist sie 1/6 Zoll breit und nimmt allmählich an Dicke zu, bis auf 31/2 Zoll hinter dem Kopfe, welcher 41/2 Zoll breit ist. ….

 ….Dem Monument der Schlange möge sich ein Schlangenglaube hier aus der Provinz anschließen; er betrifft die unschuldige und doch so gefürchtete Blindschleiche; „Hatworm“ nennt sie das Landvolk, und ruft auf der Geest zwischen Stade und Harburg jemand: „de Hatworm,“ so rennt alles aus dem Wege, selbst ein Fuder Heu weicht ihm aus; denn „he springt,“ und wenn einer auf ihn tritt oder über ihn fährt, „dem springt he vör de Boss (Brust) un he ward blind.“ Um Nordheim im Göttingischen heißt die Blindschleiche „Haselworm“ oder „Hasselworm,“ und man meint, sie spränge wie Glas, wenn man sie mit der Haselgerte berühre. Bekanntlich springt bei ihr, wie bei der ebenso falsch als giftig gefürchteten Eidechse, der Schwanz unter einem einfachen Ruthenstreiche ab.“

 (Quellen: https://de.wikisource.org/wiki/Der_Drachenstein)

 


Meine Gedanken dazu: 

Ob dieser Platz einmal Teil eines Kultortes zur Schlangenverehrung war? Oder gar der Midgardschlange? Oder vielleicht Teil eines Druiden Platzes, die bekanntlich die Schlange als ihr Symbol verehrten?!.....Warum sonst denkt Man/n sich so eine Geschichte mit dem Drachen aus? Drachen stehen symbolisch für die Heiden und Schlangen für die Druidische Priesterkaste.  Auch manch andere Steine sind als "Schlangensteine" bekannt und wurden dem Gott Thor geweiht. 

Mir hat dieser Ort so sehr gefallen, so dass er mich nun schon des Öfteren angezogen hat.



 

Dienstag, 3. Juli 2018

Ein alter Baum....


Bäume sind Lebewesen, sind Kraftquelle und viel mehr als nur Um- Wandler zu dem Stoff, aus dem das Leben ist. Durch sie können wir atmen und existieren. 
 

Ich glaube, dass vielen das überhaupt nicht mehr bewusst ist.  Ich liebe Bäume, vor allem alte und knorrige, denn sie haben etwas zu erzählen, sie schauen schon seit vielen Jahrhunderten auf uns herab. 

 

Sie sind schön, mystisch und versetzten mich immer wieder in ein sehr demütiges staunen, aufgrund ihrer Ausstrahlung. Bäume, gerade solche Alten Riesen, sind Schützenswerte Wesen. Alte Wälder haben ihre ganz eigene Ausstrahlung und Kraft, ich kenne keine Hexe, die nicht gerne stundenlang und so oft es ihr möglich ist, in ihnen herumwandert. 

 

Das ist das einzige, was ich hier in Butjadingen ein wenig vermisse, die schier endlosen Wälder des Sauerlandes. Aber Mutter Meer tröstet mich jeden Tag darüber hinweg. Umso mehr fallen mir besonders schöne und große Bäume in meiner Umgebung auf. Und wer meint, die gäbe es nicht an der Küste, der irrt gewaltig.

Vor ein paar Monaten erhielt ich eine nette Mail. Es war eine Anfrage von einem Buch Autoren und Fotografen, der ein Fachbuch über die ältesten und größten Bäume Deutschlands schreibt. Er hatte gehört, dass es bei uns in Butjadingen einen der wohl ältesten Nussbäume geben sollte und da er mich bei Mare TV gesehen hatte, dachte er, ich könne ihm helfen.

Nun, da ich erst 5 Jahre hier oben bin, wusste ich auf Anhieb nur drei sehr große Bäume zu nennen, und zwei davon waren Blutbuchen. Es gab noch einen, der mir bei meinen etlichen Erkundungstouren mit dem Fahrrad aufgefallen war, mich gerufen hatte. Chris und ich fuhren hin, um zu schauen, um was für eine Baumsorte es sich dabei wohl handelte. 

 

Es zeigte sich schnell, alleine durch die Form und den Geruch der Blätter, das es sich um einen Wallnusbaum handelte. Unfassbar! Ich habe noch nie im Leben einen so mächtigen Wallnussbaum gesehen! Ich hatte mit allem gerechnet, aber nicht mit einer Wallnuss!

 

Wir machten Fotos und haben ihn dann auch vermessen. Im Durchmesser auf 130 cm beträgt dieser Baum 4,65 cm. Wir googelten und stellten fest, dass es sich dabei um den wohl umfangreichsten Baum in ganz Deutschland handeln könnte. Ich schrieb den Autor an und zeigte ihm die Fotos. Er war begeistert. Natürlich lässt er es sich nicht nehmen, uns und diesen Baumriesen Ende August persönlich zu besuchen.   

Mir aber reichte das nicht, dieser Baum ist schützenswert. Also rief ich bei der hiesigen Gemeinde an und fragte nach, ob man von diesem Baum wisse. Der Zuständige am anderen Leitungsende teilte meine Begeisterung mäßig. Und als ich auflegte, verstand ich die Welt nicht mehr. Nicht nur, das alte Bäume schützenswert sind, nein, es wäre ein toller Werbeträge für Butjadingen

Man könnte sogar rund um diese Walnuss, Bänke aufstellen ein Schild und einen Radweg dahin ausschildern…Mein nächster Anruf galt der NABU , die mich dann an die Untere Naturschutzbehörde in Brake verwies, aber nicht ohne den Vermerk, das sie das wirklich spannend fanden und gut, dass ich mich kümmerte. 
Am anderen Tag hatte ich den netten Herrn von der Naturschutzbehörde in der Leitung und dieser war mehr interessiert. Er versprach, sich zu kümmern, den Landbesitzer anzuschreiben und sogar zum Termin mit dem Autoren da zu sein. Sehr gut. Als ich Chris davon berichtete lachte er und sagte:

„Mein Weib in ihrem Element! Das machst du gerne, dich für Natur und Menschen einsetzten. Du könntest in ganz Deutschland herumfahren, um dich für sowas einzusetzen, da wärst du glücklich.“

 
…Naja, ich finde es als eine Selbstverständlichkeit eines Naturreligiösen Menschen, sich um die Natur zu kümmern. Schließlich ist sie uns Hexen heilig. Aber Recht hat er natürlich schon, es ist schön, etwas in seiner Umgebung als schützenswert zu betrachten, sich einzusetztn  oder etwas zu bewegen, Menschen aufmerksam zu machen.

Aber das sollten wir alle tun, oder?! 

Seither waren wir schon viele male wieder an diesem Baum, nun sehen wir die Früchte reifen und hoffen, dass der „Besitzer“ , der Landwirt, der Gegenüber einen Ferienhof betreibt, diesen Wert auch für sich und seine Gäste erkennt. Wir werden es sehen…..

Mittwoch, 27. Juni 2018

Zauberfrauen Sonnenwende.


Ausgemalt vor meinem geistigen Auge, hatte ich mir für das Wochenende Sommer, Sonne, Strand und Sonnenuntergang am Wasser. ...
Aber an ausgerechnet dem Zauberfrauen Sonnenwend Wochenende bekamen wir Wind, Kälte und Sprühregen. Tja, was sollten wir machen, als das Beste aus dem Wetter, was wir hatten?!

 Wir luden somit die Sonne in unsere Herzen und Seelen ein.
 In Form der Pflanzengeister und schönen Farben und Düften.


Meine Zauberschwestern hatten den Auftrag erhalten, Sonnenwend Kräuter mitzubringen, aus denen wir uns Kränze und Sträuße binden wollten. 

 
 Reichlich mit Pflanzen bestückt, kam eine jede zum Hexenhof.



Und als wir unsere Kräutlein sortiert hatten; Johanniskraut, Beifuß, Kamille, Rainfarn, Steinklee und vieles mehr, da duftete es im Seminarraum nach Sommer und Sonne. 


 Wir tauschten über jedes Kräutlein unser Wissen aus und begrüßten den Pflanzengeist, bedankten uns für seine Kraft.

Eine jede Pflanzenart wurde vorgestellt und begrüßt. Danach flochten wir unsere Kränze, für Haus, Kopf und Opfergabe für das Meer. 









Singend webten wir Magie in die Kränze, Zauberlieder und Sprüche wurden gesprochen, gesungen, geflüstert und gesummt…..Dabei entstand eine magische Dynamik, und ein Gleichklang der Worte. 

 Und so verging der Vormittag. Nach der Mittagspause trugen wir alle Kräutlein in die Spirale, segneten uns und sie.


 Wir lösten uns, von dem, was uns belastete und ließen so Blockarden los. Aus der Spirale heraus entstand der neue Weg , neue Vorhaben und dessen Umsetzungen. 

Ein bisschen regnete es, aber das war schnell wieder vorbei. Unsere geweihten Kränze brachten wir wieder ins Haus und trafen uns dann zu unserem Ritualkreis am Ahnenbaum.

Für eine unsere Zauberfrauen startete dort die Herausforderung, sie wollte uns einen alten Irischen Tanz beibringen und ihr könnt euch vorstellen, was das für ein Heidinnen - Spass war.


Wir tanzten in unseren Ritualgewändern für die Geister am Ahnenbaum und lachten und lachten…. Der Wind lachte mit und es regnete auch nicht mehr. Es gelang erstaunlich gut und die Geister tanzten bestimmt mit, wenn sogar nicht auch die Götter selbst. In diesem Moment feierten wir uns als Frauen, als Schwestern. Von Wind und Kälte keine Spur, das hatten wir weggetanzt.

Ihr könnt unseren Tanz bei Youtube ansehen, denn Chris war so lieb und hat mitgefilmt. Auf der Blogseite der Zauberfrauenist er auch als Video zu sehen.


 Und so verging die Zeit schnell.

 

Nach dem Abendessen fuhren wir dann zu Mutter Meer. Sie war wild und ungezügelt. Das Salz schmeckte auf den Lippen und der Wind blies uns kräftig entgegen.  

 


 Irgentwie hatte eine jede das Gefühl, genau das brauchten wir jetzt. Denn „ weichgespült“ , Sonne und stilles Wasser, das kann ja wohl jeder…



 
Aber dennoch zeigte sich kurz die Sonne, wie ein kleiner Gruß wurde der Himmel kurz blau. Wir genossen irgendwie diesen Wind und das wilde Meer. Einige reinigten sich deswegen nochmals intensiv, denn so eine Meeresbriese fegt alles Schlechte hinfort. Da bleibt nichts mehr hängen. 



Wir opferten Blumen und unsere Kränze der Meergöttin und sangen für sie.  Unsere Opfer Boote , so beschlossen wir, sollten zurück zum Siel an den Hof, um dort ins Wasser zu gelangen. Wir verabschiedeten die Sonne und begaben uns zurück zum Hof. Dort brachten wir noch einige Opfergaben und die Boote zum nahen Siel.
Als wir das Feuer am Abend entzündeten, war es zwar nicht windstill, rund um unseren Ritualplatz aber ruhig und trocken. 


So saßen wir lange ums Feuer, verbrannten die Kränze vom Vorjahr und trommelten für die Geister, Götter und sangen ihre Lieder. 
Wir ehrten die Götter und es wurde noch ein langer und schöner Abend. Am Sonntag, nach dem Frühstück, saßen wir nochmals im Ritualkreis. Trommelten noch einmal miteinander. 

 

Dann löste ich ihn in Dankbarkeit für diese tollen Frauen auf und wir verabschiedeten uns voneinander. Und jede ging wieder ihrer Wege, nach einem Besuch im Hexenladen, versteht sich. Aber schon Ende August werden wir uns im Witch Camp wiedersehen!